Kantonsrat bügelt Rundungsfehler bei Proporzwahlen aus

leph, sda

1.3.2021 - 09:28

Das Sitzzuteilungsverfahren bei Proporzwahlen im Kanton Zürich wird geändert. So soll sichergestellt werden, dass der Wille der Wählerinnen und Wähler so genau wie möglich abgebildet wird.
Keystone

Bei der Sitzzuteilung bei Parlamentswahlen im Kanton Zürich konnte es aufgrund der Rundung einer Zahl bisher passieren, dass einzelne Sitze einer falschen Partei zugeteilt wurden. Der Kantonsrat hat am Montag einer parlamentarischen Initiative von Ruedi Lais (SP, Wallisellen) zugestimmt, die den Fehler behebt.

Die Rundung vor der Oberzuteilung der Sitze habe bei Gemeinderatswahlen im Jahr 2018 in Dietikon und Schlieren dazu geführt, dass jeweils ein Sitz an eine mathematisch gesehen falsche Partei ging, begründete Lais seinen Vorstoss.

Der Verzicht auf eine Rundung auf die nächste ganze Zahl an dieser Stelle des Zuteilungsverfahrens behebt das Problem. Die Änderung war im Parlament unumstritten. Auch Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) sprach sich für den Vorstoss und die vorgeschlagene Änderung aus.

Das Geschäft geht nun an die Redaktionskommission und wird danach abschliessend im Kantonsrat behandelt.

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