Stadt Zürich will Pflegeberufe attraktiver gestalten

olgr, sda

17.11.2021 - 23:09

Der Zürcher Gemeinderat will im Pflegebereich attraktivere Rahmenbedingungen schaffen: Er hat drei Vorstösse an den Stadtrat überwiesen. (Symbolbild)
Keystone

Der Zürcher Gemeinderat fordert eine Ausbildungs- und Lohnoffensive für den Pflegebereich: Er hat am Mittwochabend drei Vorstösse unterstützt, mit denen die Stadt dem Fachkräftemangel entgegenwirken soll.

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17.11.2021 - 23:09

Grüne und SP hatten in einem Vorstoss unter anderem gefordert, dass das Ausbildungsangebot im Bereich Pflege und Betreuung erhöht und auch Quereinsteigende unterstützt werden sollen.

In einem weiteren verlangten sie, dass die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessert werden, indem etwa Unterbesetzungen in einzelnen Teams vermieden sowie die Pausen- und Ruhezeiten eingehalten werden.

FDP und SP baten zudem um einen Bericht, der einerseits die Gründe für die hohe Fluktuation im Pflegebereich aufzeigt. Andererseits soll er aber auch erste Lösungsansätze – etwa bezüglich Lohn und Dienstplanung – skizzieren.

Attraktivere Arbeitsbedingungen

Die Mitarbeitenden in den Pflege- und Betreuungsberufen müssten oft unter schwierigen Bedingungen und grossem Druck arbeiten, was sich auch bei der vergleichsweise hohen Berufsaussteiger-Quote zeige, hiess es in der Ratsdebatte mehrmals.

«Die Situation ist alarmierend», hielt etwa Marion Schmid (SP) fest. Es müsse sich etwas bewegen, sagte Julia Hofstetter (Grüne). «Wir müssen auf städtischer Ebene vorbildliche Arbeitsbedingungen ermöglichen.»

«Der Fachkräftemangel stellt eine grosse Herausforderung dar», entgegnete Stadtrat Andreas Hauri (GLP). Die Stadt sei bestrebt, den Nachwuchs selber auszubilden. Sie übertreffe die vom Kanton vorgegebene Zahl an Ausbildungsplätzen. Zudem seien die Anstellungsbedingungen attraktiv, meinte Hauri und verwies auf die flexiblen Arbeitszeitmodelle. Weitere Verbesserungen würden geprüft.

«Der Stadtrat steht den in den Vorstössen geäusserten Anliegen, inhaltlich positiv gegenüber», führte Hauri weiter aus.

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