Nati-Captain vor Viertelfinal Wälti: «Wir sind nicht hier, um zuzuschauen, wie Spanien uns zerstört»

Linus Hämmerli

14.7.2025

Am Freitag bestreitet die Schweizer Nati bei der Heim-EM den Viertelfinal gegen Spanien. Am Montag vor dem Spiel sprechen Lia Wälti und Alayah Pilgrim über den Kracher.

Linus Hämmerli

Lia Wälti: «Kein Mensch ist so viel wert, wie ein Fussballer verdient»

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An der Pressekonferenz am Montagnachmittag wird Lia Wälti darauf angesprochen, ob Männer- und Frauenfussball gleichberechtigt sein sollen. Die Antwort der Nati-Kapitänin regt zum Nachdenken an.

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Löwe in der Stube: Nati-Stürmerin überrascht mit verrückter Story

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Nati-Stürmerin Alayah Pilgrim überrascht an der Pressekonferenz am Montagnachmittag mit einer besonders verrückten Geschichte aus ihrem Privatleben.

14.07.2025

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    ... die Medienkonferenz ist vorbei.

  • Wälti über den Druck gegen Spanien ...

    Je näher das Spiel kommt, desto höher wird der Druck. Wir sind hier, um zu gewinnen. Wir sind nicht hier, um zuzuschauen, wie Spanien uns zerstört und weiterkommt.

  • Wälti über den Männerfussball ...

    Es ist eine schwierige Frage. Uns wird das Wort im Mund umgedreht, wenn wir uns da äussern. Wenn wir über Gleichberechtigung sprechen, wird gesagt, dass wir denselben Lohn wollen. Darum geht es nicht. Es geht darum, dieselben Bedingungen für die Mädchen zu schaffen, die die Jungs haben. In der Zukunft wünschen wir uns eine Profiliga in der Schweiz. Schritt für Schritt, aber die Dimensionen anzustreben, die im Männerfussball herrschen ... Ich weiss nicht, ob wir das wollen. Ich finde das ein bisschen unmenschlich. Ich finde, kein Mensch ist soviel Wert wie ein Fussballer verdient. Die Werte gehen verloren. Das schöne am Frauenfussball ist, dass es familiär, zugänglich, ehrlich und sicher ist. Ich wünsche mir, egal welche Entwicklung unser Sport macht, dass es so bleibt.

  • Wälti über Turnierprämien ...

    Es ist super wichtig, dass von der UEFA und der FIFA mittlerweile mehr Geld für solche Turniere ausbezahlt wird. Die Zukunft des Frauenfussballs ist schon auch, dass es Gewinne für die Verbände geben kann. (...) Im Moment befinden wir uns in einer Übergangsphase. (...) Wir haben eine gute Lösung gefunden mit den Prämien. Die sind sicher höher als jemals zuvor. Das hat auch mit den Auszahlungen der UEFA zu tun. Wir sind zufrieden. Für uns sind solche Turnierprämien unheimlich wichtig, weil gewissen Spielerinnen haben, die immer noch nicht gut verdienen. Ein super Plus, aber nicht der Grund, warum wir so gejubelt haben.

  • Wälti über die Vorbereitung gegen das spielstarke Spanien ...

    Einerseits ist es eine mentale Vorbereitung. Wir werden grösstenteils den Ball nicht haben und ohne Ball arbeiten. Dann muss unser Konterspiel richtig gut sein. Es ist nicht so, dass wir gar nichts am Ball können. Die Schwierigkeit ist in solchen Spielen, dass du müde wirst, wenn du den Ball nicht hast. Und wenn du den Ball hast, ruhst du dich aus. Und das ist das Problem. (...) Ich bin 100 Prozent überzeugt, dass wir wissen, was es bedeutet, gegen Spanien zu spielen. Es ist das beste Team der Welt und es wird eine Challenge.

  • Wälti über ihre körperliche Verfassung ...

    Ich fokussiere mich auf das Positive. Es gibt Tage, an denen fühle ich mich besser, an anderen fühle ich mich schlechter. Am Schluss bringt es mir nichts, über meine Schmerzen zu klagen. Ich habe ein Ziel und das ist, beim nächsten Spiel wieder auf dem Platz zu stehen. Dafür tue ich alles.

  • Wälti über ihre mentale Verfassung ...

    Das ist schwierig zu beantworten. Mental ist das so ein krasses Erlebnis, das wir hier erleben dürfen. Es ist schwierig, die richtigen Worte zu finden. Man versucht die Momente zu geniessen und zeitgleich läuft alles an einem vorbei. Man braucht nach dem Turnier sicherlich etwas Zeit, um das zu reflektieren. (...) Fakt ist, dass wir eine gute Teamstimmung haben. Fakt ist aber auch, dass der Druck so hoch wie noch nie zuvor war. Ich bin unheimlich stolz, dass wir dem Druck standhalten konnten. Dafür braucht es jede einzelne Spielerin im Team. 

  • Wälti über die 1. Halbzeit gegen Finnland ...

    Wir sind super ins Spiel gestartet. Wir haben uns Chancen erspielt und kaum was zugelassen. Danach haben wir die Kontrolle etwas verloren. Es ist wichtig, solche Phasen zu überstehen, kein Tor zu kriegen und dann unser Momentum wieder zu erspielen. Finnland war für mich das spielerisch beste Team in der Gruppenphase.

  • Wälti über den Vergleich zu den vorherigen Spielen gegen Spanien ...

    Es ist unser Momentum. Wir haben ein Heimturnier und haben die Fans hinter unserem Rücken. Das gibt uns unheimlich viel Aufschwung und bringt uns zu Leistungen, die wir in den vergangenen Monaten nicht zeigen konnten. Unser Team ist anders als vor zwei Jahren. Wir spielen physischer, intensiver und zwingen die Gegner zum Handeln. Vor zwei Jahren spielten wir vielleicht noch ein bisschen passiver. Aber Spanien bleibt Spanien. Wir sind Aussenseiterinnen. Wir haben keinen Druck und das gibt uns Mut. In den letzten drei Spielen war der Druck so gross, jetzt ist es schön, diesen abgeben zu können.

  • Wälti über das spanische Mittelfeld-Trio ...

    Es gibt keine besseren Spielerinnen auf der Welt wie die drei. Es wird eine grosse Challenge werden. Wir dürfen dem nicht zu viel Platz geben. Wir kennen ihre individuelle Klasse, aber wir wissen auch, dass sie es nicht mögen, wenn wir physisch spielen.

  • Pilgrim über ihre schweizerischen und marokkanischen Wurzeln ...

    Typisch schweizerisch bei mir, ist, dass ich immer organisiert bin und alles unter Kontrolle habe. Afrikanisch ist, dass ich nicht pünktlich bin und mich gerne bewege, wenn die Musik an ist.

  • Pilgrim über Spaniens Verteidigung ...

    Spanien hat top Spielerinnen. Aber auch sie können Fehler machen, vor allem in der Verteidigung. Sie sind auch nur Menschen und wir werden unsere Chancen bekommen.

  • Pilgrim über das Gamen ...

    Mit dem Gamen habe ich im Winter angefangen. Aber ich game nicht so viel. Ich wollte mal anfangen, weil mein Freund und seine Brüder immer gegamet haben. Dann war ich so: ‹Was soll ich jetzt machen?› Dann habe ich begonnen. Aber das war nur eine kurze Gaming-Karriere.

  • Pilgrims Mutter ist mit einem Löwen aufgewachsen ...

    Meine Mutter ist mit einem Löwen aufgewachsen. Mein Grossvater war Anwalt vom Zirkus Nock. Da gab es Löwenbabys, die unten unter dem Gitter rausgeschoben wurden. Die (Zirkusverantworlichen, d.Red.) wussten nicht, was sie mit den Babys machen sollten. Die Mutter wollte sie nicht. Dann haben die meinen Grossvater gefragt, ob die Löwenbabys mitkommen wollen. Es waren drei Babys. Zwei hatten keine Muttermilch, waren zu schwach und haben nicht überlebt. Und «Mautzli» hat überlebt und wurde im Familienhaus meiner Mama aufgezogen. Im Winter gingen sie Schlitteln, mein Grossvater war damals auch Schulpräsident und ging mit dem Löwen an der Kette in die Schule. Wir mussten den Löwen später einschläfern, weil er aus dem Käfig fiel und sich den Rücken brach. Als er gross und schwer wurde, ging es nicht mehr. Weil er sehr viel bedeutet hat, liess ihn mein Grossvater ausstopfen und stellte ihn vor sein Anwaltsbüro für den Einbrecher (lacht). Und jetzt steht er bei uns im Wohnzimmer.

  • Pilgrim über einen Nati-Hype ...

    Es ist extrem schön zu sehen, wie viele Fans wir haben. Die Stadien sind voll, wir bekommen viel Applaus. Auch das öffentliche Training war voll. Es ist schln zu sehen, wie viele Menschen uns unterstützen und hinter uns stehen.

  • Pilgrim über das Spanien-Spiel ...

    Es wir kein einfaches Spiel. Alles ist möglich. Wir spielen Zuhause vor einer super Kulisse. Die Stimmung im Team ist super, wir freuen uns darauf und haben nichts zu verlieren.

  • Pilgrim über das Finnland-Spiel ...

    Wir hatten eine gewisse Zeit gewisse Probleme, im Zentrum. Wir haben aber immer daran geglaubt, auch als Finnland den Penalty verwandelte. Am Schluss hat sich das ausbezahlt.

  • Pilgrim über den Konkurrenzkampf in der Nati ...

    Es gibt einen Konkurrenzkampf, aber der ist gut und gesund. Jede freut sich, wenn sie dem Team helfen kann. Wir haben eine gute Stimmung im Team, das ist das wichtigste.

  • Die Spielerinnen sind da

    Die Medienkonferenz mit Lia Wälti und Alayah Pilgrim beginnt.

  • Riola Xhemaili und Svenja Fölmli blickten bereits auf das Spanien-Spiel

  • Hallo ...

    ... und herzlich willkommen zur Medienkonferenz mit Lia Wälti und Alayah Pilgrim.

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