Breitenreiter bemängelt nach Cup-Pleite Einstellung und Mentalität

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27.10.2021

Bisher war er ein Strahlemann, führte den FC Zürich überraschend an die Spitze der Super League. Doch nach der Cup-Blamage in Yverdon war Trainer André Breitenreiter erstmals ziemlich angefressen.

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27.10.2021

«Es ist unglaublich schade», erklärte Breitenreiter nach der 10:11-Niederlage in einem letztlich epischen Penaltyschiessen gegen Challenge-Ligist Yverdon gegenüber SRF. Er tat es wie gewohnt mit ruhiger Stimme und unaufgeregt. Und trotzdem war zu spüren, in seinem Inneren brodelte es, als er etwa sagte: «Wir haben es verpasst, einem starken Gegner Paroli zu bieten, haben gedacht, dass es heute ausschliesslich über fussballerische Mittel geht. Der Gegner war uns in puncto Einstellung, Mentalität und auch Zweikampfwerte klar voraus.»

Der ehemalige Bundesliga-Trainer kam deshalb zum Schluss: «Ich finde, dass der Sieg von Yverdon, auch wenn Elfmeterschiessen immer glücklich ist, klar verdient ist. Glückwunsch an Uli Forte.» Er sei enttäuscht, weil sie ja eigentlich mehr Qualität in der Mannschaft hätten, so Breitenreiter weiter, «und wenn wir mit einer hundertprozentigen Einstellung in das Spiel reingehen, dann gewinnen wir dieses auch».

Hinsichtlich seiner Kritikpunkte ein Dorn im Auge war Breitenreiter offensichtlich Liga-Bomber Assan Ceesay, der nach 45 schwachen Minuten zur Halbzeit ausgewechselt wurde. Der 48-jährige Deutsche zeigte damit mit aller Deutlichkeit, dass ihn bisherige Verdienste nicht sonderlich beeindrucken und für ihn im Hier und Jetzt einzig das Leistungsprinzip zählt.

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