Constantin: «Ich habe mit niemandem geredet, auch nicht mit Alex Frei»

Von Martin Abgottspon

9.10.2021

Christian Constantin ist wieder mal auf der Suche nach einem neuen Trainer beim FC Sion.
Christian Constantin ist wieder mal auf der Suche nach einem neuen Trainer beim FC Sion.
Keystone

Nach dem Rauswurf von Marco Walker als Sion-Coach, ist Christian Constantin mal wieder auf der Suche nach einem Nachfolger. Dieses Wochenende will der Präsident einen neuen Trainer finden.

Von Martin Abgottspon

9.10.2021

Wirklich überraschend war die Entlassung von Sion-Coach Marco Walker am Freitagnachmittag nicht. Spätestens nach der 2:6-Blamage gegen den FC Zürich war klar, dass Walkers Job nur noch am seidenen Faden hing . Erstaunlicher war, dass sich Christian Constantin noch fünf Tage Zeit liess, bis er die Freistellung öffentlich machte.



Gemäss «Blick»-Informationen hatte Constantin aber einfach noch andere Dinge auf der Agenda. So zum Beispiel die Walliser Herbstmesse. Am Donnerstag folgte dann noch ein Testspiel gegen den Erstligisten Naters, bei welchem Sion zur Pause mit 0:2 hinten lag. Auch wenn die Sittener das Spiel noch 3:2 gewannen, war Constantins Entscheid wohl schon zur Pause gefällt. «Das war eine katastrophale Halbzeit. In diesem Team ist keine Energie mehr drin», so CC gegenüber «Blick».

Frei? Kodro? Oder doch ein anderer?

Böses Blut floss gemäss Constantin keines. Im Gegenteil: Walker habe weiterhin einen Vertrag und könne im Verein bleiben, nur eben nicht als Trainer der ersten Mannschaft. Würde Walker ein Angebot erhalten, sei er ausserdem frei zu verhandeln, so Constantin.

Über den möglichen Nachfolger will sich der Sion-Präsident am Wochenende intensiver Gedanken machen. Diese Woche hat er gemäss eigenen Aussagen noch nichts unternommen: «Bisher habe ich mit niemandem geredet. Auch nicht mit Alex Frei oder Meho Kodro, die beide Ausstiegsklauseln in ihren Verträgen haben.»

Auch der Name von Raphael Wicky fiel zuletzt als möglicher Nachfolger, nachdem sich der frühere Nati-Spieler aus Chicago verabschiedet hat. Allerdings versteht Constantin, dass Wicky sich um seinen kranken Vater kümmern will. «Ich weiss, dass Raphi seinem Vater sehr nahe steht. Deshalb hätte ich ihn auch nicht kontaktiert.»

Das Nachfolger-Karussell dreht also wieder mal im Wallis und man darf gespannt sein, ob Constantin wirklich schon nächste Woche seinen neuen starken Mann vorstellen wird.