Neo-Captain Stocker: «Es ist doch am Ende egal, wer das Bändeli trägt»

pat

28.6.2019

Valentin Stocker (links) bejubelt im Cupfinal mit Luca Zuffi den Treffer zum 2:0.
Bild: Keystone

Kein neuer Trainer, dafür ein neuer Captain. In der kommenden Saison trägt beim FC Basel Valentin Stocker «das Bändeli». Er fühle sich geehrt, verändern werde sich aber kaum etwas.

In der vergangenen Spielzeit war Fabian Frei Vizecaptain hinter Marek Suchy, der künftig nicht mehr für den FC Basel spielt. Doch Frei wird den Tschechen nicht beerben, diese Ehre kommt Valentin Stocker zuteil. Da Frei nur noch im Mannschaftsrat sitzt und nicht einmal zu den zwei Vizecaptains zählt, war verschiedentlich auch von einer Degradierung durch Marcel Koller die Rede. Stocker sieht das pragmatisch, gegenüber «Blick» sagt er: «Das ist die Entscheidung des Trainers, aber Fabian ist ein wichtiger Teil der Mannschaft. Seine Meinung ist gefragt. Ich denke, dass alles in Ordnung ist.»



Er fühle sich geehrt, dass er die Binde tragen dürfe, allerdings sei er ein Fan von flachen Hierarchien. «Ich fühle mich nicht als etwas Besseres. Es ist doch am Ende egal, wer das Bändeli trägt. Viele Spieler sollen Verantwortung übernehmen», so Stocker. Er wolle vor allem den jungen Spielern helfen, so wie ihm einst geholfen wurde. «Meine Vorstellung von diesem Amt ist, dass jeder kommen kann, wenn ihn etwas stört.»

Obschon es keine Rolle spielt, wer die Binde trägt, wie Stocker selber sagt, spricht er vom «Tüpfli auf dem i seiner Karriere». Sein Leistungsausweis sei sicher nicht der Schlechteste. In der Tat – der 30-Jährige hat über 300 Spiele für den FCB absolviert und zehn Titel gewonnen. Bei den Fans ist er äusserst beliebt und sein Verhältnis zum Trainer ist gut. «Ich hatte schon vor Monaten einige gute Gespräche mit Marcel Koller.» Er sei deshalb nicht völlig überrascht gewesen, dass er zum Captain befördert worden sei.

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