«Wir wollen, dass Familien und Kinder ohne Probleme in die Stadien können»

tbz

19.11.2021

Claudius Schäfer: «Wir wollen sichere Spiele»

Claudius Schäfer: «Wir wollen sichere Spiele»

Der CEO der Swiss Football League äussert sich im Interview zur behördlichen Anordnung von personalisierten Tickets. Auch andere Massnahmen, wie die Schliessung der Gästesektoren, würden weiter geprüft.

19.11.2021

Die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren will Ausschreitungen wie zuletzt in Zürich verhindern. Helfen sollen personalisierte Tickets. Gemäss SFL war dies absehbar.

tbz

19.11.2021

Ausschreitungen wie beim letzten Zürcher Derby soll es nicht mehr geben. So der Tenor an der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren. 

«Wir haben eine einstimmige Forderung an die Bewilligungsbehörden gestellt, ab der Saison 22/23 Tickets nur noch gegen Identifikation auszugeben. Die Massnahme ist von den Polizeikommandanten vorgeschlagen worden», so der Luzerner Regierungsrat Paul Winiker gegenüber blue

Von sogenannten personalisierten Tickets erhofft man sich zweierlei. «Sie dient einerseits dazu, dass man weiss, wer im Stadion ist, wenn es zu Straftaten oder Gewalt kommt, und sie wirkt andererseits präventiv, weil man kontrollieren kann, dass keine Leute mit Stadion- oder Rayonverbot ins Stadion kommen», erklärt Winiker.



Universität Bern begleitet Gespräche

Auch die Swiss Football League will gegen Chaoten vorgehen. «Wir sind mit Hochdruck dran. Es ist wichtig, dass wir mit den Behörden und der Politik koordinieren und nicht einen Einzelgang machen. Das ist eines der wichtigsten Dossiers für uns im Schweizer Fussball. Wir wollen sichere Spiele, wir wollen sichere Stadien. Wir wollen, dass Familien und Kinder ohne Probleme in die Stadien kommen können. Falls wir dort zusätzliche Lösungen finden müssen, dann ist es wichtig, diese zusammen anzugehen.»

Im Dezember seien die nächsten Sitzungen mit der Task-Force geplant. «Da sind Polizei, Behörden, Kantone und Fan-Arbeit dabei. Die Uni Bern begleitet die Gespräche. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, dass da alle dabei sind und wir zusammen die besten Lösungen für den Schweizer Fussball erarbeiten», so Schäfer weiter.

Dass die Politik nun bereits erste Entscheide getroffen hat, überrascht bei der SFL nicht. «So etwas war absehbar. Ich habe mir erhofft, dass wir das gemeinsam besprechen können. Ich war bis jetzt noch nicht in direktem Kontakt mit den Behören und kann deshalb nicht viel mehr dazu sagen», meint Schäfer.



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24.10.2021