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Das erwartet Ronaldo bei Al-Nassr abgesehen von Geld im Überfluss

pat

31.12.2022

Ronaldo-Wechsel nach Saudi-Arabien ist Tatsache

Ronaldo-Wechsel nach Saudi-Arabien ist Tatsache

Der Sensations-Transfer von Cristiano Ronaldo zu Al-Nassr FC ist perfekt Einen neuen Top-Club in Europa fand der vereinslose Ronaldo nicht mehr, da schlug Al-Nassr FC zu.

31.12.2022

Wann wird Ronaldo debütieren, wer sind seine bekanntesten Mitspieler und wie stark ist Al-Nassr überhaupt? Wir beantworten Fragen rund um den Sensations-Transfer.

pat

31.12.2022

Nach dem 6:1-Sieg Portugals an der WM gegen die Schweiz dementierte Ronaldo, dass ein Wechsel nach Saudi-Arabien kurz bevorstehe. Nun wissen wir es besser, der Superstar hat bei Al-Nassr unterschrieben und lässt sich dort sein Karriere-Ende vergolden.

Saudi-Arabiens Sportminister Abdulaziz bin Turki al-Faisal heisst Ronaldo herzlich willkommen. In den sozialen Medien schreibt er: «Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie wundervolle Erfahrungen im Königreich. Willkommen in Ihrem neuen Zuhause.» Natürlich wird der Transfer in den sozialen Medien auch kritisch beäugt.

Doch was erwartet den Portugiesen abgesehen von jeder Menge Geld im Königreich überhaupt?

Noch ist Al-Nassr die Nummer zwei im Lande

Der Verein aus der Hauptstadt Riad wurde 1955 gegründet und ist mit neun Meister-Titeln und sechs Pokalsiegen hinter Stadtrivale Al-Hilal (18 Titel) die Nummer zwei im Lande. Letztmals gewann Al-Nassr 2019 die Meisterschaft. In der aktuellen Saison liegt Ronaldos neuer Arbeitgeber in der 16er-Liga nach zehn Runden hinter Al-Shabab auf Platz zwei.

Gespielt wird in der Saudi Professional League von August bis Mai. Die ersten beiden Teams qualifizieren sich für die asiatische Champions League, der drittplatzierte erreicht die Playoffs. Ebenfalls einen Startplatz in der Champions League erhält der Pokalsieger. Die vergangene Saison beendete Al-Nassr im 3. Rang und verpasste das asiatische Pendant zur europäischen Champions League. In seiner ersten Saison wird Ronaldo also nur in der Liga und im Pokal auflaufen. Die letzten drei Teams steigen ab, doch das dürfte CR7 kaum interessieren.

Wann debütiert Ronaldo?

Bereits heute Samstag spielt Al-Nassr auswärts gegen Aussenseiter Al-Kaleej. Möglich, dass Ronaldo vorgestellt wird, spielen wird er aber noch nicht. Am 5. Januar könnte es dann aber beim Heimspiel gegen Al-Tai soweit sein. Spätestens am 14. Januar dürfte man mit CR7 planen, dann steht nämlich das Topspiel bei Al-Shabab an.

Wer ist Ronaldos Trainer?

Mit ein Grund für Ronaldos Abgang bei Manchester United war sein zerrüttetes Verhältnis zu Trainer Erik ten Hag. Mit Rudi Garcia steht seit diesem Sommer bei Al-Nassr ein in Europa nicht unbekannter Coach an der Seitenlinie. Der 58-Jährige trainierte unter anderen schon Marseille, Lille, Lyon und die AS Roma. Ein Titel-Hamsterer ist er aber nicht, einzig 2010/11 war er richtig erfolgreich. Mit Lille gewann der Franzose damals die Meisterschaft und den Pokal. Mit dem Zuzug von Ronaldo ist klar, dass von ihm jetzt Titel-Gewinne erwartet werden.

Ronaldos bekannteste Mitspieler

Sicherlich gilt es Luiz Gustavo hervorzuheben. Der 35-jährige Brasilianer gewann 2013 mit Bayern München das Triple und zwei Jahre später triumphierte er mit Wolfsburg im Pokal. Als defensiver Mittelfeldfeldspieler hat er in dieser Saison in neun Spielen bereits vier Tore und zwei Assists beigesteuert. Der Mann ist also gut im Schuss.

Vincent Aboubakar wechselte im Sommer 2021 von Beskitas Istanbul zu Al-Nassr. Der 30-Jährige hat zuletzt an der WM gezeigt, was in ihm steckt. Aboubakar war es, der Kamerun mit seinem Treffer in der 92. Minute zum Sieg über Brasilien schoss und dann mit Gelb-Rot vom Platz flog, weil er sich seines Trikots entledigte.

Vielen Fussball-Fans bekannt ist David Ospina. Der Kolumbianer stand unter anderen bei Arsenal und Napoli zwischen den Pfosten. Und dass auch Saudis richtig gut Fussball spielen können, ist ja spätestens seit der WM bekannt, wir erinnern uns da an den Sieg zum Auftakt gegen Argentinien …

Und offenbar sollen schon bald weitere Stars folgen, Gerüchte gibt es vor allem um die Spanier Sergio Busquets (34/FC Barcelona) und Sergio Ramos (36/PSG). Mit Ramos hatte Ronaldo bei Real Madrid in der Vergangenheit viele Titel geholt.

8000 Fans, da geht bestimmt noch mehr

Ronaldos neue Heimstädte ist der Mrsool Park. Das 2015 eröffnete Stadion bietet Platz für 25’000 Zuschauer, in der letzten Saison kamen im Schnitt aber nur 8000 Fans zu den Heimspielen von Al-Nassr. Mit Ronaldo dürfte der Zuschauerschnitt aber in die Höhe schiessen.

Fun-Fact: 2019 fand im Mrsool Park die Supercoppa Italiana (Meister gegen Pokalsieger) statt. Lazio Rom siegte 3:1 gegen Juventus Turin, den damaligen Arbeitgeber von Ronaldo. Die offizielle Zuschauerzahl damals: 23’361.