Bayern legt verdient aber glückhaft vor – Augsburg mit Gala gegen VfB

20.4.2019 - 17:37, SDA

Späte Erlösung für die Bayern: Der Treffer zum 1:0 fiel in der 75. Minute
Source: Keystone

Leader Bayern München legt in der 30. Runde im Titelrennen gegen Borussia Dortmund vor und setzt den Verfolger unter Druck. Nach dem 1:0-Heimsieg gegen Werder Bremen beträgt der Vorsprung der Bayern nun vier Punkte. Dortmund spielt am Sonntag auswärts gegen Freiburg.

Ein Spektakel bot Bayern München diesmal nicht. Nach 22 Toren in vier Heimspielen gegen Wolfsburg (6:0), Mainz (6:0), Heidenheim (Cup/5:4) und Borussia Dortmund (5:0) mussten sich die Zuschauer gegen Werder Bremen einem einzigen Tor begnügen. Niklas Süle schoss es, der Verteidiger, eine Viertelstunde vor dem Ende mit einem abgelenkten Schuss aus über 20 Metern.

Doch was nach einem mühsamen Sieg tönt, war in Tat und Wahrheit ein hochverdienter Erfolg. Die Bayern waren gegen die formstarken Bremer klar überlegen und spätestens nach dem Platzverweis gegen Werders Milos Veljkovic (58.) erspielten sich die Münchner Chance um Chance. Die Dominanz hielt bis zum Ende an und ein höherer Sieg wäre möglich gewesen. Doch Robert Lewandowski traf zweimal nur die Latte.

Augsburg mit Gala gegen Stuttgart

Der Walliser Martin Schmidt hat den FC Augsburg als neuer Trainer innerhalb von 180 Minuten von allen Abstiegssorgen befreit. Nach dem 6:0 gegen den VfB Stuttgart beträgt Augsburgs Vorsprung auf die Schwaben, die als Tabellen-Drittletzte auf dem Barrage-Platz klassiert sind, zehn Punkte. Das 6:0 ist der höchste Augsburger Sieg in der 1. Bundesliga.

Bevor Schmidt vor knapp zwei Wochen zu den Augsburgern kam, hatten diese in der Rückrunde in elf Spielen sieben Mal verloren und bloss drei Mal gewonnen. Nun führte Schmidt den FCA zu zwei Siegen mit einem Torverhältnis von 9:1. «Mein Einstand in Frankfurt war schon wie gemalt, und so ein erstes Heimspiel wie gegen Stuttgart kann man sich in den kühnsten Träumen nicht vorstellen», so der Schweizer.

Heckings Frust

RB Leipzig kann nach einem Jahr Unterbruch wieder mit der Champions League planen. Nach dem 2:1-Auswärtssieg gegen Borussia Mönchengladbach liegt das Team von Ralf Rangnick zehn Punkte vor den fünftklassierten Gladbachern, die ihrerseits davor zittern, noch ganz aus den Europacup-Rängen zu fallen. Die Reserve von Yann Sommer, Denis Zakaria und Co. auf Platz 8 beträgt nur noch drei Verlustpunkte.

Die Serie der Leipziger, die seit 14 Spielen ungeschlagen sind, geriet rund um die Personalie von Borussia-Trainer Dieter Hecking etwas in den Hintergrund. Die Gladbacher spielen eine schwache Rückrunde, und Hecking wird den Verein zum Saisonende verlassen müssen. Seither wird er mit einem halben Dutzend Bundesligaklubs in Verbindung gebracht. Deshalb sagte er: «Ich finde es unsäglich, was mit uns Trainern passiert. Wir müssen wieder einen ganz anderen Umgang miteinander finden.»

Augsburg – VfB Stuttgart 6:0 (3:0). – 30'660 Zuschauer. – Tore: 11. Khedira 1:0. 18. Hahn 2:0. 29. Max 3:0. 53. Richter 4:0. 59. Max 5:0. 68. Richter 6:0. – Bemerkung: Augsburg ohne Kobel (verletzt), Stuttgart mit Zuber.

Bayer Leverkusen – 1. FC Nürnberg 2:0 (0:0). – 26'405 Zuschauer. – Tore: 61. Alario 1:0. 86. Volland 2:0.

Mainz – Fortuna Düsseldorf 3:1 (1:1). – 29'205 Zuschauer. – Tore: 1. Mateta 1:0. 19. Lukebakio 1:1. 67. Onisiwo 2:1. 87. Mateta 3:1. – Bemerkung: 58. Lukebakio (Düsseldorf) schiesst Handspenalty an den Pfosten.

Bayern München – Werder Bremen 1:0 (0:0). – 75'000 Zuschauer. – Tor: 75. Süle 1:0. – Bemerkung: 58. Gelb-Rote Karte gegen Veljkovic (Werder Bremen) wegen Fouls.

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