Der (No-)Ronaldo-Effekt macht sich im Bernabeu-Stadion bemerkbar

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20.8.2018

Das Estadio Santiago Bernabeu war auch schon besser gefüllt als zu Reals Saisonauftakt gegen Getafe.
Keystone

«Nur» 48'446 Zuschauer fanden am Sonntagabend den Weg ins Estadio Santiago Bernabeu, wo sich Real Madrid zum Saisonauftakt einen 2:0-Sieg gegen Getafe holte. Eine kleinere Heim-Kulisse hatten die Königlichen mit Cristiano Ronaldo nie.

Weniger Fans hatte Real bei einem Heimspiel in der Liga zuletzt vor fast zehn Jahren. Am 24. Mai 2009 strömten 44'270 Zuschauer ins Stadion und sahen eine 1:3-Pleite gegen Mallorca. Es war der letzte Heim-Auftritt der Königlichen, bevor Cristiano Ronaldo zum damaligen Weltrekord-Preis von 94 Millionen Euro von Manchester United in Spaniens Hauptstadt wechselte.

Zufall oder nicht? In der letzten Saison kamen noch mehr als 55'000 Zuschauer zum Heimspiel gegen Getafe – und das am 27. Spieltag. Der spätere Meister Barcelona war zu diesem Zeitpunkt in der Tabelle schon lange enteilt. 

Zuschauer-Magnet Cristiano Ronaldo verdient seine Brötchen seit diesem Sommer bei Juventus.
Getty Images

Allerdings wurde das Spiel am Sonntag in Madrid erst um 22.15 Uhr angepfiffen – und in Spanien ist aktuell noch Urlaubszeit. Zudem spekulieren spanische Medien, dass viele der erfolgsverwöhnten Real-Fans noch immer sauer über die Supercup-Pleite gegen Stadtrivale Atlético waren.

In der letzten Saison kamen im Schnitt rund 66'500 Fans zu den Real-Heimspielen ins Santiago Bernabeu, das Platz für rund 81'000 Menschen bietet. Ob diese Zahl in zwei Wochen bei der Partie gegen Leganes erreicht werden kann, oder ob es erneut viele leere Sitze zu sehen gibt, liegt in den Sternen. 

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