Transfers Diesen sieben Nati-Spielern würde ein Wechsel gut tun

Jan Arnet

12.6.2019

Zwei Spieler, zwei verschiedene Vorzeichen: YB wird wohl alles versuchen, um den begehrten Djibril Sow (r.) halten zu können. Für Josip Drmic (l.) könnte die Klubsuche schwieriger werden.
Zwei Spieler, zwei verschiedene Vorzeichen: YB wird wohl alles versuchen, um den begehrten Djibril Sow (r.) halten zu können. Für Josip Drmic (l.) könnte die Klubsuche schwieriger werden.
Bild: Getty

Sommerzeit ist Transferzeit. Und weil nicht für alle Nati-Spieler die Saison gleich gut verlief, braucht der eine oder andere einen Tapetenwechsel, um die Karriere neu anzukurbeln. «Bluewin» rät sieben Spielern zum Wechsel.

Mit dem Finalturnier der Nations League ist die Fussballsaison 2018/19 in Europa endültig zu Ende. In Afrika und Südamerika werden zwar noch die kontinentalen Meisterschaften Africa Cup und Copa America ausgetragen, der Transfersommer ist aber spätestens seit dem 100-Millionen-Wechsel von Eden Hazard zu Real Madrid so richtig lanciert.

Auch einige Schweizer Nati-Spieler könnten den Klub wechseln. Weil sie bei ihrem aktuellen Verein zu wenig zum Einsatz kommen oder ihre Ambitionen einfach höher sind als jene des aktuellen Klubs. Mit Edimilson Fernandes (zu Mainz 05) und Kevin Mbabu (zu Wolfsburg) haben zwei Schweizer bereits einen Transfer getätigt. Dass Loris Benito YB und Stephan Lichtsteiner Arsenal verlassen werden, ist auch fix. Folgende Spieler sollten ebenfalls einen Wechsel anstreben.

   1

RB Leipzig

Yvon Mvogo

Nur 13 Einsätze in zwei Jahren – der Wechsel von YB zu Leipzig hat sich für den Goalie noch überhaupt nicht bezahlt gemacht. Mit Peter Gulacsi hat der 25-Jährige einen Mann vor der Sonne, der von den Bundesliga-Profis zum besten Goalie der abgelaufenen Saison gewählt wurde. Schlechte Aussichten für Mvogo auf einen Stammplatz. Will er in der Nati ein Thema bleiben, muss er wechseln. In der Bundesliga könnten Hertha BSC und Düsseldorf durchaus einen neuen Goalie gebrauchen.

   2

TSG 1899 Hoffenheim

Gregor Kobel

Sein Leihwechsel im Winter zu Augsburg war das beste, was Kobel passieren konnte. Beim mittlerweile von Martin Schmidt gecoachten Team bekam Kobel auf Anhieb einen Stammplatz und zeigte gute Leistungen. Nun kehrt er eigentlich zu Hoffenheim zurück, doch Kobel würde lieber in Augsburg weitermachen. Die Chancen auf eine weitere Ausleihe stehen offenbar gut. 



   3

FC Toulouse

François Moubandje

Fürs Nations-League-Finalturnier bekam Moubandje ein Aufgebot, was bedeutet, dass Vladimir Petkovic weiter mit ihm plant. In Toulouse kam der Linksverteidiger in der Rückrunde aber nur selten zum Einsatz, jetzt läuft sein Vertrag aus. Ein Verbleib in der Ligue 1 würde für ihn persönlich natürlich Sinn machen. Vielleicht wäre auch eine Rückkehr in die Schweiz für den 28-jährigen Genfer nicht das Dümmste.

   4

BSC Young Boys

Djibril Sow

Vor vier Jahren wagte der damals 18-jährige Sow den Schritt ins Ausland. Er wechselte zu Mönchengladbach – und kam da in zwei Spielzeiten bei den Profis nur zu drei Kurzeinsätzen. Es folgte im Sommer 2017 der Wechsel zu YB, wo sich der Mittelfeldspieler zur Stammkraft entwickeln konnte. Will er auch in der Nati bald ein Fixstarter werden, muss er sich in einer Top-Liga beweisen. Ein erneuter Anlauf in Deutschland würde also durchaus Sinn machen.

   5

TSG 1899 Hoffenheim

Steven Zuber

Ein Verbleib in Stuttgart, wohin Zuber im Winter leihweise wechselte, ist nach dem Abstieg auszuschliessen. Versucht Zuber sein Glück noch einmal in Hoffenheim? Da steht er noch bis 2020 unter Vertrag und bekommt nun für die neue Saison einen neuen Trainer. Von der Spielanlage her würde der 27-Jährige auch nach England passen.

   6

Borussia Mönchengladbach

Josip Drmic

Sein Vertrag in Gladbach läuft aus. Ein Verbleib ist wohl auszuschliessen, Drmic muss sich vermutlich einen neuen Verein suchen. Laut «Sport Bild» könnte die Zukunft des 26-Jährigen in England liegen. Premier-League-Aufsteiger Norwich City soll Interesse am Stürmer haben. Da kennt ihn nicht nur Nati-Kollege Timm Klose, sondern auch der deutsche Trainer Daniel Farke.

   7

FC Basel

Dimitri Oberlin

4,1 Millionen Euro zahlte der FCB Salzburg im letzten Sommer und machte Oberlin zum viertteuertsen Transfer der Vereinsgeschichte. Dass er sein Geld wert ist, hat der 21-Jährige noch nicht unter Beweis stellen können. In der vergangenen Saison kam er nur auf zwei Startelfeinsätze, auch der Leihwechsel zu Absteiger Empoli erwies sich als Flop. Im März 2018 spielte Oberlin das bisher einzige Mal in der Nati. Will er für Petkovic wieder interessant werden, braucht er dringend Spielpraxis.


Zurück zur StartseiteZurück zum Sport