Ronaldo ist weg – doch Real Madrid scheint stärker denn je zu sein

Syl Battistuzzi

8.8.2018

Marco Asensio und Vinicius: Zwei Hauptdarsteller beim International Champions Cup.
Bild: Getty Images

Ronaldo zu Juventus Turin – es war der Transfer des Sommer. In der neuen Spielzeit muss Real Madrid also ohne seinen grössten Superstar auskommen. Und es macht den Anschein, als könnte dieses Vorhaben gelingen ...

Natürlich sollten Testspiele nicht überbewertet werden. Aber wie schon der geschasste Raphael Wicky beim FC Basel auf schmerzliche Art erfahren musste, kann man eine Vorbereitungsphase doch nicht ganz aussen vor lassen. In Form ist sicher der aktuelle Champions-League-Sieger Real Madrid. Zwar gab es Anfang August zum Auftakt beim International Champions Cup eine 1:2-Niederlage gegen Manchester United, dabei standen jedoch mehrheitlich Ergänzungsspieler auf dem Platz.

Gegen Juventus und AS Rom machte das Team von Trainer Julen Lopetegui schon (wieder) einen starken Eindruck. Lopetegui hatte nach dem Abgang von Cristiano Ronaldo öffentlich bekannt gegeben, auf Ersatz zu verzichten und stattdessen Gareth Bale den Rücken gestärkt. Gegen Rom glänzte der Waliser mit einem Assist und einem Tor.

Traumvorlage von Bale auf Asensio ...

... und Solo zum 2:0

«Wir haben einen neuen Trainer, der neue Ideeen eingebracht hat. Wir arbeiten jeden Tag hart um uns zu verbessern. Wir machen die Dinge, welche er von uns verlangt, wir schiessen Tore und gewinnen. Wir freuen uns auf die neue Saison.»

Gareth Bale

Gegen Juve überraschte Lopetegui, indem er Marco Asensio als Neuner auflaufen liess, der dort ebenfalls überzeugen konnte. Der Trainer meinte: «Er hat auf einer für ihn weniger gewöhnlichen Position gespielt und diese sehr gut interpretiert. Er ist mit Sicherheit eine Alternative für die Neuner-Position.» Der 22-jährige Linksfuss darf auf jeden Fall mit mehr Spielzeit als in der Vergangenheit rechnen.

Der spektakulärste Neuzuzug Vinicius Junior – der 18-Jährige kam für 45 Millionen Euro aus Brasilien – begeisterte die Fans schon mal mit seinem Speed und seiner feinen Technik. Ein paar Kostproben gefällig?

Vinicius Junior in Aktion: Gegen Manchester United ...

... gegen Juventus

... und AS Rom

Auch Fanliebling Isco scheint guter Dinge zu sein. Nachdem ihm Ronaldo bei den Freistössen immer vor der Sonne stand – obwohl dessen Treffer-Quote nicht wirklich überragend war – scheint der begnadete Kicker nun endlich auch vermehrt Standards treten zu dürfen. Beim FIFA spielen klappt es schon mal sehr gut ...

Isco der FIFA-King

Zurück im Kader ist übrigens das einstige Supertalent Martin Ødegaard. Nach einer langwierigen Verletzung, die er sich beim Leihklub Heerenveen zugezogen hat, kam der inzwischen 19-jähige Norweger gegen beide italienische Klubs zum Einsatz.

Virtual-Reality-Brille half bei der Rehabliltationsphase 

Auch auf der Goalie-Position müssen sich die Königlichen keine Sorgen machen. Obwohl der Transfer von Thibaut Courtois kurz bevorsteht, scheinen die Nerven der bisherigen Nummer 1 aus Stahl zu sein. Beispiel gefällig?

Navas hat viel Gefühl in seiner Brust

Allen Veränderungen zum Trotz: Captain und Abrissbirne Sergio Ramos wird auch dieses Jahr seinen Fuss nicht zurückziehen. 

Egal ob Freundschaftsspiel oder CL-Final – Ramos kennt kein Pardon

Der erste grosse Test ist für Real am 15. August. Dann treffen die Königlichen im Super-Cup-Finale auf Stadtrivale Atlético. Genug Selbstvertrauen dürften sie eigentlich nach Spanien mitbringen.

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