Video aufgetaucht: Hier tanzt Ronaldo mit seinem mutmasslichen Opfer

dpa/jar

4.10.2018

Cristiano Ronaldo hat in einer Erklärung den Vorwurf der Vergewaltigung zurückgewiesen, den eine Frau aus Las Vegas in einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» gegen ihn erhoben hat. Nun ist ein Video aufgetaucht, das Ronaldo und die Frau vor der mutmasslichen Tatnacht beim Tanzen zeigt.

Die 34 Jahre alte Amerikanerin Kathryn Mayorga gibt im «Spiegel» an, sie sei Cristiano Ronaldo 12. Juni 2009 in einem Nachtclub in Las Vegas begegnet. Nun ist ein Video aufgetaucht, das die beiden beim Tanzen zeigt (siehe Video oben). Wenige Stunden später soll der Portugiese die Frau in einem Hotel vergewaltigt haben, wie diese behauptet. Mayorgas Anwalt hat bei einem Distriktgericht in Las Vegas eine Zivilklage gegen Ronaldo eingereicht.

Hier tanzt Cristiano Ronaldo in Las Vegas mit Kathryn Mayorga.
Youtube

Die Polizei von Las Vegas hat am Montag mitgeteilt, sie habe am 13. Juni 2009 einen Notruf wegen eines sexuellen Übergriffs erhalten. Der Fall sei im September 2018 mit Informationen des Opfers wieder aufgenommen worden.

Kathryn Mayorga hatte bereits 2009 Anzeige erstattet und war ärztlich untersucht worden, die Ermittlungen liefen aber ins Leere. Sie stimmte schliesslich im Gegenzug für 375'000 Dollar einem Verzicht auf rechtliche Schritte und einer Schweigevereinbarung zu. Die damalige Vereinbarung ist in den Augen ihrer Anwälte aber hinfällig, weil sie damals psychologische Schäden erlitten habe und unter Druck gesetzt worden sei. Jetzt fordert Mayorga mindestens 200'000 Dollar Schadenersatz.

Ronaldo bestreitet Vorwürfe vehement

Ronaldo schrieb am Mittwoch bei Twitter und Facebook, er weise die Anschuldigungen gegen ihn entschieden zurück.

«Vergewaltigung ist ein abscheuliches Verbrechen, das sich gegen alles richtet, was ich bin und woran ich glaube», so der 33-Jährige. «Mein reines Gewissen wird es mir erlauben, die Ergebnisse aller möglichen Untersuchungen in Ruhe abzuwarten.»

Er sei so entschlossen wie möglich, seinen Namen zu säubern, betonte der Stürmer von Juventus Turin. Ronaldo schrieb weiter, er weigere sich, einem Medienspektakel Nahrung zu geben, das Menschen auf seine Kosten veranstalten würden.

Für Ronaldo gilt die Unschuldsvermutung.

Zurück zur Startseite