Im Kreuzfeuer der Kritik: Ist Infantino noch tragbar?

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5.11.2018

Gegen FIFA-Boss Gianni Infantino gibt es schwerwiegende Vorwürfe – sie beziehen sich auch rund um seine Zeit bei der UEFA.
Bild: Screenshot ARD

Die Mär von den elf Freunden glaubt ohnehin schon lange niemand mehr. Doch die Realität im Fussballgeschäft ist noch erschreckender. 


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Ist der Fussball noch die schönste Nebensache der Welt? Oder müssen sich die Romantiker endgültig von ihren Vorstellungen verabschieden? Die Doku «Football Leaks: Gier, Lügen und geheime Deals», die am Sonntagabend bei ARD ausgestrahlt wurde, lässt keinen Interpretationsspielraum mehr offen.

Die Beweise, die zu dieser Aussage führen, liefern Unterlagen, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren: Rund 70 Millionen Football-Leaks-Dokumente – der grösste jemals geleakte Datensatz – erzählen von Gier, Lügen und geheimen Hinterzimmer-Deals.

Der «Spiegel» hat diese brisanten Unterlagen erhalten und dem Recherchenetzwerk EIC (European Investigative Collaborations) geteilt.

Die Journalisten erzählen, wie gierige und mächtige Bosse den Fussball zerstören, wie Topvereine tricksen, wie Katar den europäischen Fussball aufmischt und wegen welcher Dokumente FIFA-Boss Gianni Infantino unter Druck steht.

Die Vorwürfte an Infantino (Quelle: Spiegel.de)

Die Recherchen fördern zutage, wie der mächtigste Mann im Fussball insgeheim die Arbeit seiner Regelhüter behinderte und torpedierte.

Die Football-Leaks-Dokumente sollen belegen, wie er ...

... einen befreundeten Oberstaatsanwalt begünstigte, der ihm umgekehrt gefällig war. 

... sich in den neuen Ethikkodex einmischte und ihn dadurch entschärfte.

... das Projekt «Trophy», ein 25-Milliarden-Dollar-Projekt, mit aller Macht vorantrieb, obwohl er als Präsident sich nicht ins Tagesgeschäft einmischen darf. 

... intern Druck ausübte, so dass Geld regelwidrig im Voraus an Verbände ausgezahlt wurde.

... gefügige Untergebene protegiert und Kritiker schasst.

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