Bayern-Boss

Uli Hoeness ruft live im «Doppelpass» an – um sich zu beschweren

dpa/SB10

10.11.2019

Für Bayern-Präsident Uli Hoeness ist ein vorläufiges Festhalten an Hansi Flick alternativlos. Auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic soll an Bord bleiben, wie er telefonisch höchstpersönlich erklärt.

Uli Hoeness war nach dem 4:0-Sieg seiner Bayern im Top-Spiel gegen Dortmund wieder in bester Angriffslaune und schaltete sich sogar per Telefon in die Talksendung «Doppelpass» (unter anderem mit Teleclub-Experte Marcel Reif) zu, um seinen Unmut über die fehlende Wertschätzung in der Öffentlichkeit gegenüber Sportdirektor Hasan Salihamidzic auszudrücken.

Die drei Transfers Pavard, Hernandez und Davies seien sein Verdienst. In den letzten Wochen sei «Brazzo» in alle Entscheidungen stark involviert gewesen, trotzdem spreche man nur immer von Karl-Heinz (Vorstandsboss Rummenigge) und ihm. Man werde noch viel Spass haben an Salihamidzic, prophezeit Hoeness. 




Hoeness will bis auf weiteres an Flick festhalten

Der 67-jährige sprach am Samstagabend im ZDF-Sportstudio auch über den Trainerposten: «Eines ist doch klar: Nach so einer überragenden Woche mit zwei überzeugenden Siegen kann man doch nicht sagen, den Hansi Flick schicken wir jetzt erstmal wieder weg und holen irgendeinen, der vielleicht nur ein paar Monate arbeiten kann».

Der in der kommenden Woche aus dem Amt scheidende Präsident verriet auch, dass der Verein bei Chefcoach Niko Kovac nach dem 1:5 bei Eintracht Frankfurt vor einer Woche zum Handeln gezwungen war. Kovac hatte den Rückhalt im Team verloren. «Es hat sicherlich Strömungen innerhalb der Mannschaft gegeben, die den Trainer weg haben wollten. Deswegen hat die Führung entsprechend reagiert», sagte Hoeness.

Der scheidende FCB-Präsident Uli Hoeness meldet sich wieder einmal zu Wort.
Bild: Getty

Bei der Nachfolgeregelung für Kovac gebe es «überhaupt keine Entscheidung», erklärte Hoeness «Bei den Gesprächen, die anstehen in den nächsten Wochen, wird sicherlich auch zunächst mal über Hansi Flick gesprochen.»

Mit den zwei Siegen in der Champions League gegen Olympiakos Piräus (2:0) und gegen den BVB in der Bundesliga habe der Verein Zeit gewonnen, «die er braucht, um sich klar zu werden, was man will». Das Ziel müsse eine «langfristige Lösung» sein, urteilte Hoeness: «Bis es zu so einer kommt, bin ich der Meinung, ist Hansi Flick keine schlechte Lösung.»


Am Montagabend (20.15 Uhr) zeigt ARD die Doku «Der Bayern-Boss: Schlusspfiff für Uli Hoeness».

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport