«Ich wusste nicht, ob ich die Nerven verliere»

pat

7.4.2020 - 23:20

Manuel Akanji im Trainingslager in Marbella Anfang Januar.
Bild: Getty

Im Instagram-Interview mit «SRF» spricht Nati-Spieler Manuel Akanji offen über Gott und die Welt. Der Zuschauer erfährt, was der 24-Jährige derzeit so treibt und warum die Torstatistik in seinem Fall lügt.

Als Verteidiger ist Akanji nicht fürs Toreschiessen verantwortlich und dennoch wurmt es ihn ein wenig, dass er in der Nati noch keinen Treffer erzielt hat. Respektive, dass uns das die Statistiker so überliefern. Denn Akanji ist sich sicher, dass ihm beim 3:3 gegen Dänemark hätte ein Treffer gutgeschrieben werden müssen. «Torschütze» Embolo habe den Ball nicht mehr berührt. «Ich glaube, das war mein Tor. Das habe ich ihm auch so gesagt», meint Akanji mit einem Augenzwinkern.

Er habe sich aber ohnehin vorgenommen, sich im Abschluss zu verbessern. «Die Zeit wird kommen, wo ich auch vor dem Tor gefährlicher werde», meint Akanji. Denn ein Tor zu erzielen sei ein «unglaubliches Gefühl». Wenn er die Wahl hätte, ein Spiel mit einer Rettungstat zu entscheiden oder mit einem Treffer, dann würde er mit Sicherheit Letzteres wählen.

Inzwischen trainiere er in Dortmund in einer Sechsergruppe. Körperkontakt ist aber strikte untersagt, weshalb man noch weit vom Normalbetrieb entfernt sei. Technik- und Krafttraining und natürlich viele Laufübungen stehen auf dem Programm. Es gehe einfach darum fit zu bleiben. «Und der Trainerstaff versucht, dass wir möglichst viel mit Ball machen können.»

1'000er Puzzle als Herausforderung

Aber Fussball ist derzeit natürlich nicht alles. Auch Akanji sitzt viel mehr zu Hause als in normalen Zeiten. Kinderbücher, Akanji wird bald Papa, lese er kaum, antwortet er auf eine entsprechende Frage. «Es kommt, wie es kommt. Du kannst noch so viele Bücher lesen, jedes Kind ist einzigartig.»



Bleibt also viel Zeit zum Zocken, der 24-Jährige ist ein richtiger Playstation-Fan. So sagt er denn auch: «Heutzutage gibt es nicht mehr viele, die mich im FIFA schlagen.» Und ganz offensichtlich hat er auch seine Haare abrasiert, respektive seine Liebste, wie er gesteht. Den Rasierer habe er sich von Teamkollege Mo Dahoud ausgeliehen.

Ausserdem hat Akanji Gefallen gefunden am Puzzeln. Er habe nicht gewusst, wie das sein würde, da er das nie gemacht habe. «Ich wusste nicht, ob ich die Nerven verliere.» Zum Glück ist dem nicht so, wäre ja auch schade, müsste seine Frau das 1'000er Puzzle alleine bewältigen. «Puzzeln ist wirklich noch beruhigend», so Akanjis Erkenntnis.

Im Instagram-Talk erfahren Sie auch, mit wem Akanji ein besonders gutes Verhältnis pflegt, was sein Tattoo bedeutet und wie er sich als Babysitter bei Breel Embolo geschlagen hat.


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