Kimmich trennt sich von Spielerberater und verhandelt jetzt selbst

tbz

16.4.2021

Joshua Kimmich verdient nicht so viel wie die Top-Stars der Bayern.
Bild: Keystone

Bayern-Star Joshua Kimmich vertritt sich in Zukunft bei Vertragsverhandlungen selbst. Der Mittelfeldspieler hat sich von seiner Beratungs-Agentur getrennt. Ein gewagter und gleichwohl sympathischer Schritt.

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16.4.2021

Während sich viele Fussballer immer mehr in die Hände von Spielerberatern begeben (siehe Haaland), geht Bayern-Antreiber Joshua Kimmich ab sofort seinen eigenen Weg. Der deutsche Nationalspieler hat sich von seiner Beratungs-Agentur «fair-sport GmbH» getrennt, wie er der «Bild» mitteilt.

«Das ist eine bewusste Entscheidung, die ich bereits im vergangenen Jahr getroffen habe», so der 26-Jährige, der gemäss der deutschen Zeitung mitten in Verhandlungen um einen neuen Vertrag bei den Bayern steckt. Erste Gespräche mit dem Klub sollen noch mit seiner Agentur geführt worden sein, nun nimmt er die Sache selbst in die Hand.



Kimmich schwimmt gegen den Strom

«Ich habe mich entschieden, dass ich noch stärker für meine Werte und meine Ansichten einstehen und meiner Eigenverantwortung gerecht werden will. Zudem bin ich davon überzeugt, dass ich meine eigenen Positionen inhaltlich gegenüber anderen am besten vertreten kann», rechtfertigt Kimmich den Entscheid.

Es ist ein sympathischer Schritt des Mittelfeld-Stars in einer Zeit, in der etliche Fussballspieler durch ihre Spielerberater in ein schlechtes Licht rücken. Für Beispiele muss man sich nicht weit umschauen, so weigert sich beispielsweise Kimmichs Teamkollege David Alaba – oder eben dessen Berater Pini Zahavi – den Vertrag beim deutschen Meister zu verlängern. Seitens der Bayern wird dem Duo Geldgier vorgeworfen.



Auch bei der schwarzgelben Konkurrenz in Dortmund scheint «Super-Berater» Mino Raiola wieder einmal die Millionen zu riechen. Für einen Deal mit Erling Haaland verlangt er Gerüchten zufolge eine saftige Prämie von 20 Millionen Euro – für sich selbst! Kimmichs Schritt in die andere Richtung wirkt erfrischend – inwiefern die Aktion für den 26-Jährigen aufgeht, wird sich demnächst zeigen. Das aktuelle Arbeitspapier des Triple-Siegers ist noch bis 2023 gültig.