Schürpf trifft Büchel auf Skype: «Ich wäre deutlich langsamer als Selina»

Florian Künzi

28.3.2020 - 10:00

Schürpf und Büchel im Skype-Interview: «Ich vermisse die lustigen Sprüche»

Schürpf und Büchel im Skype-Interview: «Ich vermisse die lustigen Sprüche»

Teleclub bringt ab sofort jeweils zwei Athletinnen und Athleten aus unterschiedlichen Sportarten in einem Skype-Talk zusammen. Folge 3 mit Pascal Schürpf vom FC Luzern und Leichtathletin Selina Büchel.

25.03.2020

Selina Büchel hofft auf positive Begleiterscheinungen der Corona-Krise. Pascal Schürpf ruft Joggerinnen und Jogger zum Lächeln auf. Die Leichtathletin und der Fussballer im erfrischenden Skype-Talk.

Es gibt Eigenschaften, die wohl alle erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler dieser Welt auszeichnen. Leidenschaft, Fleiss, Talent und nicht zuletzt ein unbändiger Wille. So weit, so einheitlich. Das Leben einer Einzelsportlerin unterscheidet sich von jenem eines Mannschaftssportlers aber doch grundlegend.

So ist sich Leichtathletik-Star Selina Büchel seit jeher gewohnt, ganz alleine für ihre Leistungen verantwortlich zu sein. «Es kommt mir in dieser speziellen Zeit zugute, dass ich ohnehin häufig alleine trainiere.» Doch auch ihr Leben sei zurzeit etwas einsamer als sonst, erzählt die Schweizer Rekordhalterin über 800 Meter.

Schürpf vermisst die Sprüche der Teamkollegen

Noch viel grösser ist die Umstellung im Moment für Pascal Schürpf. Wie jede Fussballmannschaft stellt auch sein FC Luzern ein ganz spezielles soziales Umfeld dar. «Ich vermisse die lustigen Sprüche von Marius Müller und Marvin Schulz.» Trotzdem: Manchmal tue ein bisschen Ruhe von den Teamkollegen ganz gut, schmunzelt der gebürtige Basler.

Mit Fussball hat Büchel übrigens wenig am Hut. «Mein Freund ist aber Fan des FC St. Gallen», sagt die Toggenburgerin fast schon entschuldigend in Richtung Schürpf. Der FCL-Star hat dafür nur ein freundliches Kopfschütteln übrig.



Mehr Begeisterung bringt der Fussballer für die Disziplin von Büchel auf. «Ich glaube die 800 Meter wären auch etwas für mich.» Tatsächlich habe er in seiner Jugend an diversen Läufen teilgenommen, so der 30-Jährige. «Trotzdem wäre ich sicher deutlich langsamer als Selina.»

Büchel hofft auf die EM 

Während die Raiffeisen Super League vorerst nur unterbrochen ist, fällt Büchels Jahreshöhepunkt definitiv ins Wasser. Die Olympischen Spiele in Tokio wären das grosse Ziel der 28-Jährigen gewesen. «Natürlich bin ich enttäuscht. Aber es war der einzig richtige Entscheid, die Spiele um ein Jahr zu verschieben». Ganz abschreiben will Büchel ihre Saison jedoch noch nicht. Sie hofft im Moment noch auf die Europameisterschaften – Ende August in Paris.



Natürlich sehnen sich auch Büchel und Schürpf den gewohnten Alltag herbei. Bis es soweit ist, müsse man aber das Beste aus der Situation machen. Büchel etwa glaubt, die jetzige Lage könne durchaus auch positive Effekte hervorrufen. «Vielleicht lernen die Menschen wieder etwas besser, sich mit sich selbst zu beschäftigen».

Und eines liegt Fussballer Schürpf noch auf dem Herzen.  Er richtet sich mit seinem Appell an die Leute, die zurzeit im Wald Joggen gehen: «Schämt euch nicht, einen Bogen um die andern Joggerinnen und Jogger zu machen. Das ist nicht peinlich, sondern hat mit Anstand zu tun. Und lächelt euch an, wenn ihr euch kreuzt. Das schadet niemandem.»

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