Türkische Zeitungen werfen der UEFA Betrug vor

sda/dpa

28.9.2018 - 13:51

Laut türkischen Medien soll UEFA-Präsident Aleksander Ceferin Schuld sein am Scheitern der türkischen Kandidatur für die EM 2024
Source: KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

Am Tag nach der Vergabe der EM 2024 an Deutschland werfen mehrere grosse türkische Zeitungen UEFA-Chef Aleksander Ceferin «schmutzige Machenschaften» vor.

Nur eine Nacht vor der Verkündung des Gewinners habe es noch 9:7 für die Türkei gestanden, stand zum Beispiel in der grossen Tageszeitung «Hürriyet».

«Aber zu Mitternacht hat sich der UEFA-Chef Aleksander Ceferin eingeschaltet und sich zuerst mit den Deutschen getroffen, danach hat er gewährleistet, dass fünf Mitglieder ihre Stimmen ändern. Nach den Treffen Ceferins hat die Türkei 12:4 verloren.» Wie die Zeitung zu ihren Schlüssen kam, geht aus dem Artikel nicht hervor.

Die «Hürriyet» ist im Besitz der Magnaten-Familie Demirören, die Präsident Recep Tayyip Erdogan nahesteht. Yildirim Demirören wiederum ist Präsident des türkischen Fussballverbandes.

Auch die Zeitung «Sabah Spor» schrieb, Ceferin habe seine «Macht auf unethische Weise» genutzt und «mit aller Kraft daran gearbeitet, dass Deutschland gewinnt». Das Sport-Blatt spricht ebenfalls von «Druck auf fünf Mitglieder». Ähnliche Vorwürfe waren in mindestens zwei weiteren Blättern zu lesen, alle regierungsnah.

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sda/dpa