Österreichische Ortspartei greift Lauda mit Facebook-Post an

jar

14.8.2018

Nach seiner Lungentransplantion bekommt Niki Lauda von der ganzen Sportwelt Genesungswünsche. Ein Facebook-Post einer österreichischen Partei sorgt nun aber für grosse Aufregung.

Noch immer liegt Niki Lauda auf der Intensivstation im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) in Wien. Zwar befinde sich die Formel-1-Legende auf dem Weg der Besserung, die neue Lunge sei vom Körper aber «noch nicht angenommen worden», schreiben österreichische Medien. Lauda könne zwar wieder selbstständig atmen und auch schon wieder sprechen, die Niere bereite ihm aber Probleme (Bluewin berichtete).

Während sich die ganze Sportwelt eine schnelle Genesung des früheren Weltmeisters wünscht, sorgt ein Posting auf Facebook für Aufruhr. Die SPÖ (Sozialdemokratische Partei Österreichs) Langenzersdorf schreibt: «Lauda sagt immer: 'Ich hab nix zu verschenken!'. Was wäre gewesen, wenn das der Spender seiner neuen Lunge auch gesagt hätte? Nur mal so zum Nachdenken...»

Für den geschmacklosen Facebook-Beitrag der Ortspartei aus Niederösterreich, welche schon in der Vergangenheit mit provokanten Postx für Aufregung sorgte, gibt es in den Kommentaren vor allem Zuspruch. «Das müsste man ihm selber einmal ins Gesicht sagen. Hat der nicht auch schon eine Niere bekommen? Der hat nur Glück, dass er so viel Kohle hat – aber das Leben kann er sich, Gott sei Dank, nicht kaufen», schreibt ein User.

«Der hat schon die dritte Lunge, ist sicher Zufall, dass er auf (der) Empängerliste ganz oben stand, oder spielt da vielleicht viel Geld (...) eine Rolle. Musste ein anderer auf der Liste vielleicht sterben, damit Lauda ganz oben steht?», fragt ein anderer. Viele werfen Lauda Gier und Geiz vor. Ein User meint etwa: «Lauda war doch der, der zuletzt seinen Mitarbeitern nicht mal den Kollektivertrag zahlen wollte und auch noch verhindern wollte, dass die Mitarbeiter eine Gewerkschaft gründen. Geiz ist Geil!»

Lauda musste sich am 2. August einer Lungentransplantation unterziehen. Zwei neue Nieren bekam der heute 69-Jährige 1997 und 2005 von seinem Bruder und seiner damaligen Frau gespendet.

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