Boxen-Horror bei Ferrari

Unfallursache geklärt: Sensoren-Fehler löste Ampel aus

pat

13.4.2018

Ferrari-Mechaniker Francesco Cigarini windet sich mit Schmerzen am Boden.
Ferrari-Mechaniker Francesco Cigarini windet sich mit Schmerzen am Boden.
Bild: Keystone

Jetzt wissen wir, wie es zum schweren Unfall in der Boxengasse von Bahrain kommen konnte, bei dem sich ein Ferrari-Mechaniker schwer verletzte.

Weil die Ampel, das Signal zur Abfahrt zu früh gab, fuhr Kimi Räikkönen Mechaniker Francesco Cigarini über den Haufen. Der Ferrari-Mechaniker, der sich auf dem Weg der Besserung befindet, brach sich dabei das Schien- und Wadenbein. Warum die Ampel zu früh auf Grün sprang, war zunächst unklar. Nun ist das Rätsel offenbar gelöst.

Wie «Autosport» berichtet, war ein Fehler am Sensor des Schlagschraubers schuld am Unfall. Ein Kollege Cigarinis habe am linken Hinterreifen seinen Schlagschrauber normal angesetzt, das Rad aber nicht beim ersten Versuch losbekommen. Daraufhin habe er abgesetzt und dann einen zweiten Versuch gestartet.

Das Problem dabei: Die Ampel für den Fahrer schaltet automatisch auf Grün, sobald alle vier Sensoren, also bei jedem Rad, einen erfolgreichen Reifen-Wechsel melden. Beim Unfall in Bahrain registrierte der Sensor das zweite Ansetzen und Schrauben bereits als Befestigung für ein neues Rad und gab das Startsignal für Räikkönen. Der drückt aufs Gaspedal, obwohl Cigarini mit seinem linken Bein noch vor dem Auto stand – das konnte der Finne aber unmöglich sehen.

Teamchef Maurizio Arrivabene sagt: «Wir sorgen dafür, dass so etwas nicht noch einmal passieren kann. Die Sicherheit für unsere Leute steht an allererster Stelle.» Ferrari werde deshalb die Sensoren schon für das kommende Rennen am Sonntag in China überarbeiten, damit sich ein solcher Unfall wie der von Cigarini nicht wiederholen kann. «Wir danken allen in Bahrain, die sich so toll um ihn gekümmert haben.»

Francesco Cigarini hat trotz dem Unfall sein Lachen nicht verloren.
Francesco Cigarini hat trotz dem Unfall sein Lachen nicht verloren.
Bild: Keystone

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