Olympia-Ticker: Tokio schockt mit neuem Corona-Rekord ++ Schweizer 4x400-m-Staffel pulverisiert Rekord ++ Warner ist der König der Leichtathletik

Redaktion blue

5.8.2021

Tag 14 in Tokio. Im Ticker halten wir dich über die Geschehnisse bei den Olympischen Spielen auf dem Laufenden.

Redaktion blue

5.8.2021

Die Schweizer Highlights des Tages

  • Beachvolleyball: Das Schweizer Duo Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré haben gegen die US-Frauen April Ross/Alexandra Klineman im Halbfinal keine Chance. Nun liegt aber noch Bronze drin. 
  • Golf: Albane Valenzuela und Kim Métraux können sich am 2. Tag steigern, aber die Medaillen liegen derzeit ausser Reichweite.
  • Leichtathletik: Die Schweizer Frauen-Staffel um Dietsche, Kambundji, Del Ponte und Kora schafft es souverän in den Final. Im Vorlauf über die 4x100 m erreichen die Sprinterinnen Platz zwei hinter Deutschland. Die 4x400-m-Staffel mit Sprunger, Lemmens, Pellaud und Giger läuft einen überragenden Schweizer Rekord, aber scheidet aus.
  • Leichtathletik: Salome Lang ist in der Qualifikation des Hochsprungs ausgeschieden.
  • Rad: Bahnfahrer Théry Schir verkauft seine Haut im Omnium teuer, kann zwischenzeitlich auf Rang 4 sogar von einer Medaille träumen, fällt aber letztlich auf Position 7 zurück.
  • Ringen: Der Schweizer Stefan Reichmuth verpasst in der Gewichtsklasse 86 kg das kleine Finale. Gegen Javrail Shapiev aus Usbekistan verliert er und ist damit draussen.

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  • Frankreichs Teamsportler mit überragender Bilanz

    Die französischen Mannschaftssportler trumpfen in Tokio gross auf. Während die Basketballer und Handballer zumindest zum erweiterten Favoritenkreis gehörten, qualifizierten sich die Volleyballer überraschend und zum ersten Mal überhaupt für einen Olympia-Final. Nach dem klaren 3:0-Sieg gegen das an diesem Turnier nicht minder überraschende Argentinien treffen die Franzosen im Final auf das Team ROC. Die Russen setzten sich im zweiten Halbfinal gegen Brasilien, den Olympiasieger von Rio , durch.

    Team France celebrate their 3-0 victory over Argentina, at the end of their men's volleyball semifinal match, at the 2020 Summer Olympics, Thursday, Aug. 5, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Frank Augstein)
    Frankreichs Volleyballer bejubeln ihren überraschenden Einzug in den Final.
    Bild: Keystone

    Frankreichs Teamsportler kämpfen nicht nur bei den Männern, sondern auch bei den Frauen (ebenfalls im Basketball und Handball) noch um Medaillen.

  • Neuauflage des Handball-Finals von Rio

    Die Dänen und Rekord-Weltmeister Frankreich spielen wie 2016 um Olympia-Gold im Handball der Männer. Im Halbfinal setzte sich Weltmeister Dänemark gegen Europameister Spanien mit 27:23 durch. Zuvor hatte Frankreich gegen Ägypten mit demselben Resultat gewonnen. Vor fünf Jahren hatten nach dem Final die Dänen gejubelt.

  • Frankreich folgt USA in den Basketball-Final

    Die amerikanischen Basketballer stehen im Final von Tokio und können zum vierten Mal nacheinander olympisches Gold gewinnen. Gegner ist Vorrunden-Bezwinger Frankreich. Die Mannschaft um Kevin Durant setzte sich im ersten Halbfinal gegen Australien mit 97:78 durch. Einige Stunden später folgte der WM-Dritte Frankreich mit einem dramatischen 90:89-Sieg gegen den Europameister Slowenien.

    Auch Superstar Luka Doncic, der erstmals überhaupt im slowenischen Nationaltrikot verlor, konnte das Ausscheiden mit dem dritten Triple-Double der Olympia-Geschichte (16 Punkte, 10 Rebounds, 18 Assists) nicht verhindern.

  • Tokio meldet neuen Corona-Allzeitrekord

    Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus haben in der Olympiastadt Tokio einen Tagesrekord seit Beginn der Pandemie erreicht. 5042 neue Fälle wurden von den Behörden am Donnerstag gemeldet, die Gesamtzahl für Tokio stieg damit auf 236 138. Landesweit wurden am Mittwoch 14 000 Neuinfektionen registriert, seit Beginn der Pandemie ergibt das eine Gesamtzahl von 970 000. 

    Ministerpräsident Yoshihide Suga hat bestritten, dass die Olympischen Spiele Ursache des Anstiegs an Coronavirus-Infektionen sind. Er verkündete am Donnerstag Corona-Massnahmen in acht Präfekturen, die eine abgemilderte Form des in Tokio und Umgebung geltenden Notstands sind.

    Mitglieder eines Beratergremiums der Metropolregierung sagten, die Lage sei durch die ansteckendere Delta-Variante «explosiv» geworden und könnte in zwei Wochen 10 000 Coronavirus-Infektionen am Tag übersteigen.

  • Warner und Thiam sind Königspaar der Leichtathletik

    Der Kanadier Damian Warner ist Olympiasieger als Sieger im Zehnkampf der König der Leichtathletik. Der 31-Jährige holte sich mit dem olympischen Rekord von 9018 Punkten Gold. Weltrekordler Kevin Mayer aus Frankreich landete nach dem abschliessenden 1500-Meter-Lauf wie schon vor fünf Jahren in Rio auf dem zweiten Platz (8726). Bronze gewann der Australier Ashley Moloney (8649).

    Im Siebenkampf der Frauen kürte sich wie schon 2016 Nafissatou Thiam aus Belgien mit 6791 Punkten zur Olympiasiegerin. Silber gewann die Niederländerin Anouk Vetter mit 6689 Punkten vor ihrer Landsfrau Emma Oosterwegel (6590).

  • Zverev besucht mit der Goldmedaille den FC Bayern

    Bei der Temvorstellung des FC Bayern München gab es einen besonderen Ehrengast: Tennisstar Alexander Zverev (24). Der frischgebackene Olympiasieger kam gemäss «Bild» mit seiner Tokio-Goldmedaille um den Hals in die Arena, wurde von den Bayern-Stars gefeiert und bekam von Kapitän Manuel Neuer (35) ein Trikot überreicht. Zverev: «Es ist eine wahnsinnige Ehre hier zu sein. Es waren unvergessliche Tage für mich. Die Goldmedaille bedeutet mir die Welt. Ich wünsche Bayern alles Gute und hoffe, dass die Saison noch erfolgreicher wird als die Letzte.»

  • Belgien holt erstmals Hockey-Gold

    Belgiens Männer sind erstmals Landhockey-Olympiasieger. Der Weltmeister gewinnt den packenden Final gegen Australien mit 3:2 im Penaltyschiessen. Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1 gestanden. Held des Penaltyschiessens war Torhüter Vincent Vanasch, der in der Kurzentscheidung drei Bälle der Australier parierte.

    Enttäuschend verlief das Spiel um Platz 3 für Deutschland, dessen Männer-Team erstmals seit 21 Jahren ohne Olympia-Medaille zurückkehrt. Bronze sicherte sich Indien, das die Deutschen mit 5:4 besiegte.

  • Fussball-Final der Frauen wegen der Hitze verlegt

    Das Finalspiel im olympischen Fussball-Turnier der Frauen zwischen Kanada und Schweden wurde verlegt. Statt wie geplant im  Olympiastadion in Tokio stehen sich die beiden Teams am Freitag um 14 Uhr Schweizer Zeit und damit zehn Stunden später als vorgesehen im International Stadium in Yokohama gegenüber.

    Die Organisatoren begründeten die Verlegung mit den Witterungsbedingungen der vergangenen Tage. Zuletzt waren die Temperaturen in Tokio weit über die 30-Grand-Grenze gestiegen.

  • Gardiner triumphiert über 400 m, Amis geschlagen

    Steven Gardiner holt über 400 m in 43,85 Sekunden Gold für die Bahamas. Der 25-jährige Weltmeister von 2019 verwies den Kolumbianer Anthony Zambrano und Kirani James aus Grenada auf die weiteren Plätze. James machte nach Gold 2012 und Silber 2016 damit seinen Medaillensatz komplett. Die Amerikaner erlebten eine Enttäuschung, Michael Cherry und Michael Norman kamen nur auf die Ränge 4 und 5.

  • Nageotte düpiert Favoritin Sidorowa im Stabhochsprung

    Die Amerikanerin Katie Nageotte ist Olympiasiegerin im Stabhochsprung. Die 30-jährige aus Ohio übersprang als einzige 4,90 m. Silber ging an die russische Favoritin Anschelika Sidorowa, Bronze holte sich die Britin Holly Bradshaw (beide mit je 4,85 m). Nageotte hatte zuvor nur an einer einzigen weltweiten Freiluft-Meisterschaft teilgenommen, bei der WM 2019 in Doha war sie Siebte geworden. Weltmeisterin Sidorowa weinte nach dem Wettkampf bittere Tränen.

  • 4x400-m-Staffel mit überragendem Schweizer Rekord

    Lea Sprunger, Silke Lemmens, Rachel Pellaud und Yasmin Giger liefern in Tokio im Vorlauf über 4x400 m eine brillante Leistung ab. In 3:25,90 Minuten bricht das Quartett den Schweizer Uralt-Rekord von 3:28,52 aus dem Jahr 1993 um fast drei Sekunden. Für einen Startplatz im Final reicht es der Schweizer Staffel erwartungsgemäss nicht.

    Das Schweizer Team setzte mit Startläuferin Sprunger den grössten Trump am Start ein. Der Poker ging auf. Die 31-Jährige, die in Tokio ihren letzten Grossanlass bestreitet, hielt auf der ersten Bahnrunde souverän Anschluss an die Spitze und übergab an 4. Stelle liegend an Silke Lemmens. «Es macht mega Freude, so meine internationale Karriere zu beenden», sagte die Europameisterin über 400 m Hürden von 2018 im Interview mit SRF. Mehr dazu hier.

    From left, Silke Lemmens, Rachel Pellaud, Lea Sprunger and Yasmin Giger, right hidden, of Switzerland react after crossing the finish line in the women's athletics 4x400m relay heat at the 2020 Tokyo Summer Olympics in Tokyo, Japan, on Thursday, August 05, 2021. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
    Die Freude von Silke Lemmens, Rachel Pellaud, Lea Sprunger und Yasmin Giger (v.l.) ist nach dem neuen Rekord gross.
    Bild: Keystone
  • Rapinoe und Lloyd schiessen die USA zu Bronze

    Megan Rapinoe und Carli Lloyd führten das amerikanische Frauenteam zu Olympia-Bronze. Dank je zwei Treffern des Star-Duos gewannen die USA das Spiel um Platz 3 gegen Australien 4:3. Sie profitierten von einigen Abwehrpatzern der Australierinnen und verabschiedeten sich nach der geplatzten Gold-Mission immerhin noch versöhnlich aus Japan.

    United States' Megan Rapinoe celebrates scoring her side's 2nd goal against Australia in the women's bronze medal soccer match at the 2020 Summer Olympics, Thursday, Aug. 5, 2021, in Kashima, Japan. (AP Photo/Andre Penner)
    Doch noch ein Happy End für Carli Lloyd und Megan Rapinoe.
    Bild: Keystone

    Die Weltmeisterinnen aus den USA, mit vier Triumphen (1996, 2004, 2008, 2012) auch Rekord-Olympiasiegerinnen, waren eigentlich auch in Tokio Gold-Favoritinnen. Doch im Halbfinal unterlag die Equipe von Trainer Vlatko Andonovski den Kanadierinnen, die am Freitag gegen Schweden im Final stehen.

  • Mit Medaille geflirtet, letztlich aber Rang 7 für Schir

    Der Schweizer Bahnfahrer Théry Schir kann im olympischen Omnium nicht bis zum Ende mit den Besten mithalten. Er büsst im abschliessenden Punktefahren drei Positionen ein und fällt in den 7. Schlussrang zurück. Das gewonnene Olympia-Diplom unter 20 Teilnehmern ist für den 28-jährigen Waadtländer aber ein schöner Erfolg.

    Olympiasieger im vier Disziplinen umfassenden Vielseitigkeits-Wettbewerb wurde überlegen der Brite Matthew Walls. Silber ging an den Neuseeländer Campbell Stewart, Bronze holte sich der Italiener Elia Viviani, der Goldmedaillengewinner von 2016 in Rio de Janeiro. Weltmeister Benjamin Thomas aus Frankreich ging als Vierter leer aus. Mehr dazu hier.

    Bahnfahrer Thery Schir von Swiss Cycling bereitet sich auf die Olympischen Sommerspiele in Tokyo vor, am Dienstag, 20. Juli 2021, im Velodrome in Grenchen. (KEYSTONE/Peter Schneider)
    Bahnfahrer Théry Schir fiel im abschliessenden Punktefahren zurück.
    Bild: Keystone
  • Frankreich stoppt Überraschungsteam Ägypten und steht im Handball-Final

    Frankreich erreicht zum vierten Mal hintereinander den Olympia-Final. Der Rekord-Weltmeister bekundet im Halbfinal gegen Ägypten anfänglich grosse Mühe, setzt sich aber letztlich mit 27:23 sicher durch. Der Afrika-Meister, der in den Viertelfinals Deutschland sicher bezwungen hatte (31:26), überraschte auch gegen Frankreich. Die Ägypter zogen bis zur 8. Minute auf 5:1 davon. Doch die Franzosen fingen sich und glichen bis zur Pause aus (13:13).

    Im Final am Samstag treffen die Franzosen auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Dänemark, dem Olympiasieger von Rio, und Europameister Spanien. Die Ägypter haben im Spiel um Platz drei aber noch immer die Chance, als erste afrikanische Handball-Mannschaft eine Medaille zu gewinnen.

  • 14-jährige Chinesin triumphiert vom Turm

    Quan Hongchan, die jüngste Chinesin an den Sommerspielen in Tokio, wurde Olympiasiegerin im Wasserspringen vom 10-m-Turm. Die 14-Jährige siegte mit 466,20 Punkten deutlich vor ihrer zwei Jahre älteren Teamkollegin Chen Yuxi, die nach fünf Sprüngen auf 425,40 Punkte kam.

    Quan erhielt bei ihrer beeindruckenden Show mehrfach die Höchstnote 10,0 von der Jury und kürte sich in ihrem allerersten internationalen Wettkampf zur zweitjüngsten Olympiasiegerin in dieser Disziplin; einzig Fu Mingxia war 1992 mit 13 Jahren noch jünger. Bronze ging an die chinesisch-stämmige Australierin Melissa Wu.

    Damit hat China sechs von bislang sieben Goldmedaillen bei den olympischen Wassersprung-Wettbewerben in Tokio gewonnen. Zum Abschluss folgt am Samstag noch das Turmspringen der Männer.

  • Golferinnen trotz besseren Scores kaum verbessert

    Die Genferin Albane Valenzuela und die Lausannerin Kim Métraux liefern in der 2. Runde des olympischen Golfturniers bessere Ergebnisse ab. In der Rangliste können sie sich jedoch kaum verbessern. Valenzuela steigerte sich von 71 auf 69, Métraux von 74 auf 70 Schläge. Damit glückten beiden erstmals Resultate unter dem Platzstandard von 71 Schlägen.

    Im zweiten Umgang waren die Scores bei günstigeren Wetter- und Spielbedingungen jedoch im ganzen Feld von 60 Golferinnen generell niedriger. Deshalb traten die Schweizerinnen im Zwischenklassement nahezu an Ort. Kim Métraux konnte trotz der Verbesserung um vier Schläge nur drei Positionen gutmachen. Sie ist jetzt 44. Albane Valenzuela fiel gar um vier Positionen in den 27. Rang zurück. Der Rückstand auf die Medaillenränge ist für sie auf sieben Schläge angewachsen.

  • Legende Carl Lewis tobt nach Staffel-Blamage der USA

    Die US-Staffel der Männer in der Zusammensetzung Trayvon Bromell, Fred Kerley, Ronnie Baker und Cravon Gillespie blamiert sich über 4x100 Meter. Das Quartett kommt in seinem Vorlauf nur den 6. Platz, hinter China, Kanada, Italien, Deutschland und Ghana und scheidet krachend aus. Am Anfang des Übels steht eine katastrophale Stab-Übergabe von Bromell an Kerley.

    Das hat der US-Sprint-Legende Carl Lewis (60) den Hut gelupft. Zunächst schimpfte er auf Twitter: «Es war eine totale Peinlichkeit und völlig inakzeptabel.» Und später legte der neunfache Olympiasieger gegenüber der «USA Today» noch nach: «Amerika sitzt da und feuert sie an und dann sehen sie diese Clown-Show. Ich kann es nicht mehr ertragen!»

  • Olympia-Heldin Belinda Bencic gönnt sich eine Pause

    Die zweifache Olympia-Medaillengewinnerin Belinda Bencic (Gold im Einzel, Silber im Doppel) gönnt sich ein paar Tage Pause und verzichtet nächste Woche auf den Start in Montreal, dem ersten grossen Vorbereitungsturnier auf das US Open.

  • USA mit ihrem Starteam im Basketball-Final

    Die amerikanischen Basketballer stehen im Final und können zum vierten Mal nacheinander olympisches Gold gewinnen. Die Mannschaft um Superstar Kevin Durant setzt sich gegen Australien 97:78 (42:45) durch. Dabei holten die USA im Halbfinal einen anfänglichen Rückstand von 15 Punkten - 26:41 im zweiten Viertel - locker wieder auf. Vor dem Schlussabschnitt stand es nach einer offensiven Galavorstellung 74:55 für die USA. Durant von den Brooklyn Nets war mit 23 Zählern der überragende Akteur der Amerikaner.

    In der Saitama Super Arena geht es nun am Samstag gegen Europameister Slowenien oder den WM-Dritten Frankreich um den insgesamt 16. Olympiasieg für die US-Auswahl. Mehr dazu hier.

    epa09396471 Kevin Durant of USA in action during the Men's Basketball semi final match between USA and Australia at the Tokyo 2020 Olympic Games at the Saitama Super Arena in Saitama, Japan, 05 August 2021. EPA/KIYOSHI OTA
    Kevin Durant war mit 23 Punkten der überragende Spieler der USA.
    Bild: Keystone
  • Golferin Kim Métraux locht aus 155 Metern ein

    Im olympischen Golfturnier der Frauen liefern in der 2. Runde sowohl die Genferin Albane Valenzuela als auch die Lausannerin Kim Métraux bessere Ergebnisse ab als im ersten Umgang. Valenzuela steigert sich von 71 (Par) auf 69 Schläge, Métraux von 74 auf 70 Schläge. Métraux schafft mit ihrem 2. Schlag sogar ein Eagle aus 155 Metern.

    Ihre Positionen im Zwischenklassement werden die beiden Schweizerinnen jedoch nur unwesentlich verbessern können, denn im zweiten Umgang sind die Scores bei besseren Wetter- und Spielbedingungen generell niedriger.

  • Kugelstoss-Champion Crouser mit emotionaler Botschaft an verstorbenen Grossvater

    Ryan Crouser ist im Final der Kugelstösser bis auf sieben Zentimeter an seinen Weltrekord herangekommen. Der US-Amerikaner gewann mit dem neuen olympischen Rekord von 23,30 m vor seinem Landsmann Joe Kovacs (22,65) und dem Neuseeländer Tomas Walsh (22,47) seine zweite Goldmedaille in Folge. Und er gedachte in der Stunde des  Triumphs seines verstorbenen Grossvaters.

    «Grandpa, we did it», stand auf einem Zettel, den Crouser nach seinem Sieg in die Kamera hielt. Später erklärte Crouser im TV-Interview, dass sein Grossvater kurz vor den Spielen an Krebs verstorben sei. DIe Goldmedaille sei ihm gewidmet.

  • Parchment überrascht mit Gold im Hürdensprint

    Der Jamaikaner Hansle Parchment hat überraschend Olympia-Gold über die 110 Meter Hürden gewonnen. Der 31-Jährige setzte sich auf den letzten Metern in 13,04 Sekunden vor Weltmeister Grant Holloway aus den USA durch (13,09). Parchments Landsmann Ronald Levy holte in 13,10 Sekunden Bronze.

    Vor fünf Jahren in Rio de Janeiro hatte der Jamaikaner Omar McLeod Gold gewonnen. Parchment wiederum war 2012 in London zu Bronze gesprintet.

  • Zango holt erste Olympia-Medaille für Burkina Faso

    Dreispringer Hugues Fabrice Zango hat Burkina Faso die erste Olympia-Medaille beschert. Der 28-Jährige holte mit einer Weite von 17,47 Metern Bronze für das westafrikanische Land. «Burkina Faso ist echt glücklich, alle sind glücklich. Ich denke, die werden eine grosse Party für mich schmeissen, wenn ich zurückkomme», meinte der WM-Dritte von 2019.

    Zum Olympiasieger in Abwesenheit des verletzten US-Amerikaners Christian Taylor, 2012 und 2016 jeweils Gewinner von Gold, krönte sich der Portugiese Pedro Pichardo (17,98) vor Zhu Yaming aus China (17,57).

  • Salome Lang im Hochsprung ausgeschieden

    Die 23-jährige Hochspringerin Salome Lang sammelte in Tokio primär Erfahrungen. Sie übersprang 1,82 m und 1,86 m jeweils im ersten Versuch, scheiterte aber in der Qualifikation dreimal an der Höhe von 1,90. Mit einer übersprungenen Höhe von 1,86 m schied sie als 23. aus.

    In den letzten anderthalb Monaten gelangen Salomo Lang am Europacup in Cluj (1,96), an den Schweizer Meisterschaften in Langenthal (1,97) und am Diamond-League-Meeting in Stockholm (1,93) dreimal markant bessere Wettkämpfe.

  • Schweizer Frauen-Staffel erreicht Final

    Die Schweizer 4x100-m-Staffel stellte im Vorlauf in 42,05 Sekunden einen Schweizer Rekord auf und qualifiziert sich souverän für den Final vom Freitagnachmittag. Riccarda Dietsche, Ajla Del Ponte, Mujinga Kambundji und Salomé Kora verbesserten den Schweizer Rekord von 2019, aufgestellt an der Weltmeisterschaft in Doha, um 13 Hundertstel. Die Schweizerinnen belegten im zweiten Vorlauf hinter Deutschland den 2. Platz. Mehr dazu hier.

    From left, Salome Kora, Ajla Del Ponte, Mujinga Kambundji, and Riccarda Dietsche of Switzerland react after the finish line of the women's athletics 4x100m relay heat at the 2020 Tokyo Summer Olympics in Tokyo, Japan, on Thursday, August 05, 2021. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
    Salome Kora, Ajla Del Ponte, Mujinga Kambundji, and Riccarda Dietsche freuen sich über den Finaleinzug.
    Bild: Keystone
  • Heidrich/Vergé-Dépré im Halbfinal chancenlos

    Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré bangen um die Beachvolleyball-Medaille. Die beiden Schweizerinnen verlieren den Halbfinal gegen die Amerikanerinnen April Ross/Alexandra Klineman in nur 37 Minuten 12:21, 11:21. Heidrich/Vergé-Dépré spielen in der Nacht auf Freitag um Bronze. Dabei treffen sie auf die Lettinnen Dina Graudina/Anastasija Kravcenoka, die als Nummern 23 der Welt überraschend die Halbfinals erreicht hatten. Graudina/Kravcenoka erreichten zuletzt schon am Turnier in Gstaad die Halbfinals (4. Platz). Mehr dazu hier.

    Anouk Verge-Depre, left, and Joana Heidrich of Switzerland in the women's beach volleyball semifinal against April Ross and Alix Klineman of the United States at the 2020 Tokyo Summer Olympics in Tokyo, Japan, on Thursday, August 05, 2021. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
    Im Halbfinal klar geschlagen: Anouk Verge-Depre und Joana Heidrich.
    Bild: Keystone

    Im Halbfinal spielten die Amerikanerinnen, die sich als April (Ross) und Alix (Klineman) bezeichnen, Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré regelrecht aus – wie zuvor schon all ihre anderen Gegnerinnen im Olympiaturnier. Ross/Klineman als Weltranglisten-Fünfte, Silbermedaillengewinner der letzten WM und Siegerinnen in Gstaad vor zwei Jahren steigen in dieser Verfassung als klare Favoritinnen in den Olympia-Final vom Freitag.

  • Reichmuth verpasst die Bronzemedaille

    Stefan Reichmuth muss seinen Traum von einer Olympia-Medaille in Tokio begraben. Der 26-jährige Ringer aus Luzern unterliegt in der Repechage dem für Usbekistan antretenden Russen Jawrail Schapjew 2:5. Nach frühem Rückstand wegen Passivität gelang Reichmuth die einzige Wertung des Tages. Bei Halbzeit lag er allerdings bereits wieder zurück, was ihn unter Zugzwang brachte. Für ein letztes Aufbäumen fehlte ihm die Kraft. «Die Beine waren müde, der Körper war am Limit», erklärte Reichmuth, der mit den Tränen zu kämpfen hatte. Mehr dazu hier.

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