Mit 41 Jahren aufs Podest

Beat Feuz: «Vielleicht schaffe ich das ja auch noch»

pat

21.1.2022

Beat Feuz lässt sich bezüglich seiner Zukunftsplanung nicht in die Karten blicken.
Bild: Keystone

In Kitzbühel wird Vorjahressieger Beat Feuz nach seinem 8. Rang auf den Rücktritt angesprochen. Die Antwort des Schweizers lässt alle Schlüsse zu.

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21.1.2022

Im letzten Jahr standen in Kitzbühel wie heuer zwei Abfahrten auf dem Programm, beide Male stand Beat Feuz am Ende zuoberst auf dem Treppchen. In diesem Jahr muss er sich am Freitag mit Platz 8 begnügen, am Sonntag hat er noch eine zweite Chance, es noch besser zu machen.

Im Ziel spricht Feuz von einem schwierigen Rennen und er gibt sich selbstkritisch, spricht von zwei Fehlern, die er begangenen habe. Dass ihm die neue Kurssetzung nicht wirklich gefällt, hat er bereits in den Tagen zuvor verraten. Auch dass der Start witterungsbedingt nach weiter unten versetzt werden musste, spielte dem Vorjahressieger nicht in die Karten, wie auch Bruno Kernen in seiner Analyse für blue Sport verrät.



Und wie steht es um seine Gesundheit? «Mein Knie war nach der Abfahrt in Gröden nicht in einem Top-Zustand. Mittlerweile ist es zwar wieder okay, trotzdem fehlt mir manchmal das Vertrauen, um im Kurven-Ansatz konsequent drauf zu stehen», meint Feuz. «Aber dass mein Grund-Speed dennoch stimmt, habe ich ja letzte Woche mit den beiden Podestplätzen in Wengen gezeigt.»



Angesichts dessen, dass er gerade eben erst zum zweiten Mal Vater wurde und auf die 35 zugeht, stellt sich natürlich immer öfters auch die Frage nach dem Rücktritt. Darauf angesprochen, ob er in diesem Jahr allenfalls zum letzten Mal auf der Streif als Rennfahrer zu sehen sei, meint Feuz: «Diesbezüglich ist bei mir noch alles offen. Johan Clarey fährt mit 41 noch aufs Podest. Vielleicht schaffe ich das ja auch noch. Es ist aber auch möglich, dass ich nicht mehr allzu oft hierherkomme.»



Spielt das Wetter mit, dann wird Feuz auf jeden Fall am Sonntag noch einmal auf der Streif zu sehen sein. Gut möglich, dass er dann wieder von zuoberst grüsst. Denn eins ist klar: Feuz gehört noch nicht zum alten Eisen.

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