Der Glamour verfliegt: Bouchard laufen die Sponsoren weg

13.3.2018 - 17:42, pat

Eugenie Bouchard macht vor allem abseits des Tennis-Courts eine gute Figur.
Bild: Getty Images / Instagram

Als 20-Jährige sorgte Eugenie Bouchard auf dem Platz für Schlagzeilen. Sie erreichte das Wimbledon-Finale und beendete das Jahr 2014 als Weltnummer 7. Der Gewinn eines Grand-Slam-Titels schien nur noch eine Frage der Zeit. Vier Jahre später zeichnet sich ein aus sportlicher Sicht desaströses Bild.

Gerade machte die «New York Times» publik, dass die inzwischen 24-jährige Bouchard drei ihrer wichtigsten Sponsoren verloren hat. So setzt etwa ein bekannter Zahnpasta-Gigant nach gut anderthalbjähriger Zusammenarbeit nicht mehr auf die strahlend weissen Zähne der Kanadierin. Ebenfalls abgesprungen sind eine Versicherung und ein Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln.


Doch es kommt noch dicker. Auch Nike zahlt seit anfangs Monat nichts mehr. Dafür ist sie im Ranking zu weit abgerutscht. Inzwischen ist die einstige Weltnummer 5 nur noch im 116. Rang klassiert. Empfindlich getroffen hat Bouchard auch, dass Racket-Hersteller Babolat den Vertrag Ende der vergangenen Saison hat auslaufen lassen. Seither testet sie diverse Rackets – wie es scheint hat sie das perfekte Setup noch immer nicht gefunden. In Indian Wells scheiterte sie bereits in der 1. Runde.

Als wäre das alles nicht schon genug, hat sie nun auch noch ihr Agent sitzen lassen. Dies weil Bouchard zwei kleinere Werbeangebote angenommen hat, ohne ihren Agenten davon in Kenntnis zu setzen. Ohne Manager wird es nun umso schwieriger werden, neue Werbedeals zu angeln.

Ist es die Ironie des Schicksals, dass Bouachard plötzlich ziemlich nackt dasteht? Sie, die keine Gelegenheit ausslässt, ihre Hüllen fallen zu lassen und sich in sexy Pose zu werfen? Von aussen betrachtet hat man schon länger den Eindruck, dass ihr das Glamour-Leben wichtiger ist als der sportliche Erfolg. Bouchard gänzlich abzuschreiben wäre aber ein Fehler, denn das Tennis spielen hat sie mit Sicherheit nicht verlernt. Die Frage ist eher, ob sie  überhaupt zurück an die Spitze will, respektive was sie bereit ist, dafür zu opfern. Vielleicht müssten dann auch ihre 1,7 Millionen Instagram-Follower auf den einen oder anderen Schnappschuss verzichten.

@si_swimsuit 2018

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Sun kissed

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