Federer: Nadal und Djokovic weiterhin «nur schwer bezwingbar»

13.1.2020 - 16:07, wer

Roger Federer: Seit letztem Donnerstag bereitet sich der Baselbieter in Melbourne auf das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres vor.
Bild: Keystone

Roger Federer bremst vor Beginn der Australian Open die Erwartungen. «Ich bin mir bewusst, dass ich mit 38 Jahren nicht der absolute Topfavorit sein kann», so der Baselbieter eine Woche vor Turnierstart.

Der 20-fache Grand-Slam-Sieger wird hinter Rafael Nadal und Novak Djokovic als Nummer drei der Weltrangliste das erste Grand-Slam-Turnier der Saison in Angriff nehmen. Angesprochen auf seine beiden langjährigen Erzrivalen erklärt Federer, dass er diese an Major-Turnieren weiterhin als «schwer bezwingbar» betrachte.

Federer hat Djokovic an einem Grand Slam letztmals 2012 in Wimbledon besiegt. Danach gab es zahlreiche Niederlagen in den Direktduellen – mehrere davon in Wimbledon-Endspielen, die bitterste zuletzt im Sommer 2019. Bei Nadal sieht die jüngste Bilanz etwas besser aus: Federer konnte den Spanier in Wimbledon 2019 auf dem Weg ins Endspiel im Halbfinal besiegen. Unvergessen bleibt auch sein Finalsieg in Melbourne 2017.

Federer hat auch Tsitsipas und Medvedev auf dem Zettel

Angesprochen auf die nächste Tennis-Generation meint Federer am Rande eines Trainingstags in Australien: «Der Sieg von Stefanos Tsitsipas beim World-Tour-Finale war ein Meilenstein für ihn (...) nachdem er mich schon im letzten Jahr hier geschlagen hat.» Auch Daniil Medvedev aus Russland und Denis Shapovalov aus Kanada, der beim ATP-Cup einen starken Eindruck hinterliess, sollten die Experten laut Meinung Federers auf dem Zettel haben.

Roger Federer hat die Australian Open bisher sechs Mal gewonnen (2004, 2006, 2007, 2010, 2017 und 2018). Rekordsieger ist hingegen der amtierende Titelhalter Novak Djokovic mit sieben Triumphen in Down Under.

Reaktion auf Kritik

Der vierfache Familienvater weilt seit vergangenem Donnerstag in Australien. In den letzten Tagen sah er sich in der Heimat heftiger Kritik konfrontiert: Klimaaktivisten fordern eine Distanzierung Federers von einem seiner Hauptsponsoren, der Credit Suisse. Am Wochenende reagierte der Tennis-Star und drückte in einer öffentlichen Mitteilung sein Verständnis aus. Er sei sich seiner Verantwortung als Privatperson, als Athlet und als Unternehmer bewusst, so Federer, der seine privilegierte Position für den Dialog mit seinen Sponsoren nutzen wolle.

Er kündigte angesichts der verheerenden Buschbrände auch eine persönliche Spende an. Am Mittwoch spielt er zudem an der Seite von Serena Williams, Rafael Nadal, Nick Kyrgios und weiteren Tennis-Exponenten eine Exhibition in Melbourne. Die Einnahmen sollen den Opfern der Brände zugutekommen. 



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