Tsonga vor Duell mit Federer: «Vielleicht muss ich eine Kerze anzünden»

19.6.2019 - 21:50, Patrick Lämmle

In Halle treffen Roger Federer und Jo-Wilfried Tsonga zum 18. Mal aufeinander. Das bisher einzige Duell auf Rasen hat der Franzose für sich entschieden. Kann er dieses Kunststück wiederholen?

Federer und Tsonga, sie beide freuen sich auf das Duell. 2011 hat der Franzose dem Schweizer in Wimbledon eine schmerzhafte Niederlage zugefügt. Federer führte mit 2:0-Sätzen, doch dann wurde er überrollt und verlor das Viertelfinale in seinem Wohnzimmer. Der 37-Jährige erinnert sich: «Plötzlich hat er traumhaft serviert, traumhaft Vorhand gespielt. Und das immer und immer wieder. Es war unglaublich.»



Aufgrund diverser Verletzungen, besonders das Knie machte ihm immer wieder zu schaffen, ist Tsonga im Ranking weit abgerutscht. In diesem Jahr hat er sich aber bereits von Platz 239 auf 77 hochgearbeitet. Federer wird den 34-jährigen Franzosen ohnehin nicht unterschätzen: «Er hat das Zeug, absolute Topspieler zu bezwingen. Ich freue mich, wieder einmal gegen ihn zu spielen.»

Auch Tsonga, der im Head-to-Head mit 6:11 hinten liegt, freut sich riesig auf das Spiel. «Für mich ist es wie ein grosses Geschenk, gegen Roger spielen zu dürfen», sagt Tsonga im Interview mit «SRF». Was braucht es, um Federer auf seiner Lieblingsunterlage zu besiegen? «Was es braucht? Ich weiss nicht genau, vielleicht muss ich eine Kerze anzünden», sagt Tsonga und fängt an zu lachen. Doch das wahre Erfolgsrezept ist banal. Er müsse einfach sein bestes Tennis spielen und wenn ihm das gelinge, dann habe er eine Chance, das Spiel zu gewinnen, so Federers Achtelfinal-Gegner.

Über einen Sieg von Tsonga würden wir uns als Schweizer natürlich nicht wirklich freuen, über eine Fussball-Showeinlage wie im letzten Spiel gegen Benoît Paire aber allemal.

Fussball statt Tennis: Paire und Tsonga beweisen spektakuläres Ballgefühl
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18.06.2019

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