Streit um Geisterspiele

Streit um Geisterspiele: Nadal und Zverev Pro, Halep und Kvitova Contra

SB10

17.4.2020

Geisterspiele im Tennis? Nadal: «Hätte damit kein Problem»

Geisterspiele im Tennis? Nadal: «Hätte damit kein Problem»

Wann und wie die Tennis-Saison fortgesetzt wird, ist weiterhin ungewiss. Mögliche Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit wären für Rafael Nadal nicht ideal, aber akzeptabel.

17.04.2020

Wann und wie die Tennis-Saison fortgesetzt wird, ist weiterhin ungewiss. Mögliche Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit wären für Rafael Nadal und Sascha Zverev zwar nicht ideal, aber akzeptabel. Anders sehen das Simona Halep und Petra Kvitova.

Die Tennis-Tour pausiert aufgrund der Coronavirus-Pandemie mindestens bis zum 13. Juli. Die Meinungen, wie danach der Turnieralltag aussehen soll, gehen dabei weit auseinander. «Natürlich spielen wir Tennis für die Fans und Zuschauer im Stadion. Aber am Ende des Tages ist es das Beste, wenn es wieder Live-Sport im Fernsehen gibt. Das ist besser als gar nichts», hielt Alexander Zverev fest.



Auch Rafael Nadal schlägt in die gleiche Kerbe wie der Deutsche. «Klar spiele ich lieber mit Fans, aber ich hätte aufgrund der Umstände keine Probleme damit, auch ohne Zuschauer zu spielen», so die Weltnummer 2.

Voraussetzung dafür sei natürlich, dass sich die Lage verbessere. Tennis sei ein globaler Sport, sie seien jede Woche in einem anderen Land, weshalb man verantwortungsvoll sein müsse, erläutert der Spanier. Nadal prognostiziert: «Kurz- bis mittelfristig glaube ich nicht, dass so oder so Turniere gespielt werden können.»

Simona Halep (l.) und Petra Kvitova sind bei Geisterspielen auf der gleichen Seite.
Simona Halep (l.) und Petra Kvitova sind bei Geisterspielen auf der gleichen Seite.
Bild: Getty

Die beiden Grand-Slam-Siegerinnen Simona Halep und Petra Kvitova sprechen sich hingegen gegen Tennis-Turniere ohne Publikum aus. «Ich glaube nicht, dass Tennis ohne Fans funktioniert», sagte die Rumänin Halep. «Die Atmosphäre würde so anders sein. Der Grund, warum wir die grossen Bühnen alle so lieben, ist die unglaubliche Leidenschaft, die die Fans mitbringen. Ohne sie wäre Tennis ein anderer Sport.»

Auch der zweifachen Wimbledonsiegerin Kvitova gefällt die Idee nicht, ohne Zuschauer zu spielen. «Ich denke, die Fans sind zu wichtig für den Sport. Es ist eine Einzel-Sportart, darum nehmen die Fans wirklich einen Einfluss bei uns», sagte die Tschechin. 


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