Froome mit Nackenbruch: «Ich konzentriere mich auf die Zukunft»

15.6.2019 - 20:12, dpa/bam

Daumen hoch: Chris Froome meldet sich aus dem Spital
Bild: Twitter

Chris Froome hat sich bei seinem schweren Sturz zusätzlich den Nacken gebrochen. Der Rad-Profi bleibt optimistisch und will sich auf sein Comeback konzentrieren. 

Drei Tage nach seinem verhängnisvollen Sturz hat sich Radprofi Chris Froome erstmals öffentlich zu Wort gemeldet und mit Demut für die zahlreichen Genesungswünsche bedankt. «Ich weiss, wie glücklich ich bin, heute hier zu sein, und wie viel ich allen Rettungsassistenten und medizinischen Mitarbeitern des Rennens schulde», sagt der 34-jährige Brite am Samstag in einer Mitteilung seines Ineos-Teams. Das sei etwas, «das ich niemals erwartet hätte».

Froome bedankt sich beim Team, bei den Fans, Ärzten und seiner Familie für die grossartige Unterstützung. Das Ausmass dieser Anteilnahme habe ihn demütig gemacht.

Der Brite war am vorigen Mittwoch bei der Streckenbesichtigung für das Zeitfahren beim Critérium du Dauphiné in Roanne mit 54 km/h in eine Mauer gerast und hatte sich dabei den rechten Oberschenkel, den Ellbogen und einige Rippen gebrochen. Einen Tag nach dem Sturz war er in der Uniklinik in St. Etienne erfolgreich operiert worden. Wie die «BBC» berichtet, habe er sich zudem den Nacken gebrochen. Er muss nun sechs Wochen im Spital bleiben.

Nach neusten Informationen wurde Froome vor dem Sturz sogar noch gewarnt. «Es hat viel Wind hier. Riskiere nichts, Chris!», sagte sein Teamkollege auf der Strecke. Froome antwortete: «Alles gut.»

Froome mit Daumen nach oben

Auf einem aktuellen Foto ist Froome im Krankenbett liegend zu sehen – zaghaft lächelnd und mit hoch gerecktem Daumen. Sein Blick geht nun wieder nach vorn. «Dies ist zwar ein Rückschlag, aber ich konzentriere mich auf die Zukunft», betonte Froome. Der Weg zur Genesung sei noch weit, aber er sei voll und ganz darauf konzentriert, wieder zu seinem besten Niveau zurückzufinden.

Mut macht Froome sicher auch, dass Wout Poels an diesem Samstag die Königsetappe des 71. Critérium du Dauphiné gewonnen hat: Mit dem Niederländer war er vor seinem Unfall auf der Strecke unterwegs.

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