Scharfe Kritik am US-PräsidentenGouverneur Newsom: «Donald Trump ist vorübergehend»
SDA
13.2.2026 - 18:28
Gavin Newsom, Gouverneur von Kalifornien, nimmt an der Münchner Sicherheitskonferenz teil.
Keystone
Scharfe Kritik an Präsident Donald Trump durch den demokratischen Gouverneur Kaliforniens, Gavin Newsom. «Donald Trump ist vorübergehend. Er wird in drei Jahren weg sein», sagte Newsom auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
,
Keystone-SDA, Redaktion blue News
13.02.2026, 18:28
13.02.2026, 21:14
SDA
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
US-Gouverneur Gavin Newsom hat US-Präsident Donald Trump scharf attackiert.
«Donald Trump ist vorübergehend. Er wird in drei Jahren weg sein», sagte Newsom auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
Trump wolle zurück ins 19. Jahrhundert, er wolle alle Regulierungen der Klimapolitik abschaffen.
Der demokratische Gouverneur Kaliforniens, Gavin Newsom, hat US-Präsident Donald Trump auf der Münchner Sicherheitskonferenz harsch attackiert. Er rief dazu auf, Trump endlich etwas entgegenzusetzen – rief aber auch zu Geduld auf: «Donald Trump ist vorübergehend. Er wird in drei Jahren weg sein», sagte Newsom in einer Diskussion über Klimapolitik auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Klimapolitik der aktuellen US-Regierung werde deshalb nur von vorübergehender Natur sein.
Newsom kritisierte mit Blick auf den Umwelt- und Klimaschutz, noch nie in der Geschichte der USA habe es einen destruktiveren Präsidenten gegeben als den jetzigen Amtsinhaber. «Donald Trump versucht, die Uhr zurückzudrehen.» Trump wolle zurück ins 19. Jahrhundert, er wolle alle Regulierungen der Klimapolitik abschaffen.
Münchner Sicherheitskonferenz: Neue Welt der Grossmächte
Berlin, 13.02.2026: Krisen und Kriege: Das ist die Münchner Sicherheitskonferenz gewohnt. Dieses Jahr geht es in München aber um noch mehr: den tiefgreifendsten Umbruch der Weltordnung seit Ende des Kalten Krieges.
Das transatlantische Bündnis ist seit Donald Trumps zweitem Amtsantritt als US-Präsident erodiert. Die auf internationalen Regeln und Institutionen basierende Weltordnung droht durch eine auf dem Recht des Stärkeren beruhenden Grossmachtpolitik verdrängt zu werden.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat diese Entwicklung bereits in zwei Reden beim Weltwirtschaftsforum in Davos und im Bundestag im Januar beschrieben und den Schluss gezogen: Europa werde seine Vorstellungen nur dann durchsetzen können, «wenn wir auch selbst die Sprache der Machtpolitik sprechen lernen, wenn wir selbst eine europäische Macht werden». Daran wird Merz anknüpfen, wenn er am frühen Nachmittag die diesjährige Konferenz eröffnet.
13.02.2026
Newsom erinnerte daran, dass Menschen unter schlechter Luft litten, unter mehr Waldbränden und mehr Überschwemmungen. Man sehe immer wieder schlimme Verwüstungen. Klimarisiken seien deshalb auch finanzielle Risiken, mahnte er.
Newsom: Trump etwas entgegensetzen
Wie schon bei einem Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos rief Newsom dazu auf, Trump endlich etwas entgegenzusetzen. Man müsse Trump zur Rede stellen. «Wir müssen aufstehen, Unternehmensführer müssen aufstehen, die Menschen müssen aufstehen.» Er warf Trump dabei auch rassistische Posts in sozialen Medien vor. «Und das ist der Präsident der Vereinigten Staaten.»
Schon in Davos hatte sich Newsom über eine aus seiner Sicht verbreitete unterwürfige Haltung gegenüber Trump beklagt, auch von Europas Regierungschefs. «Es ist Zeit, ernst zu machen und mit der Komplizenschaft Schluss zu machen. Es ist Zeit, aufzustehen, standhaft zu sein und Rückgrat zu zeigen», sagte er dort.
Newsom gilt als möglicher Präsidentschaftskandidat der oppositionellen Demokratischen Partei 2028. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz wollte sich in München mit dem 58-Jährigen treffen – was dem Team Trump nicht gefallen dürfte.