Die App weiss esDie App weiss: Haben Sie einen sauberen Schwiizerdütsch-Dialekt?
dj/pal
2.8.2018
26 Kantone und dutzende Arten, «öppis» zu sagen: Die Schweiz ist vielfältig. Apps helfen dabei, die Dialekte der Schweiz zu dokumentieren und zu erforschen.
Keystone
Sagen Sie «Bütschgi» oder «Grübschi»? «Obig» oder «Aabe»? Und wo sagt man noch so? Apps helfen dabei, den Ursprung Ihres Dialekts herauszufinden. Mit jedem zusätzlichen Nutzer werden die Resultate dabei noch besser.
Sag' mir, wie du «Abend» sagst, und ich sag' dir, woher du bist: Unsere Schweizer Dialekte sind trotz ihrer traditionellen Verankerung immer im Wandel. Aber trotz zunehmender Mobilität und Vermischung der Schweizer, bleiben viele Begriffe innerhalb klar definierter Kantonsgrenzen. Zudem kommen auch laufend neue Begriffe in den Dialekt-Wortschatz: Wie zum Beispiel «Schnäppli» für ein besonders günstiges Angebot .
Die Universität Zürich hat nun eine neue App lanciert, mit der diese Veränderungen erforscht werden sollen. Mit «gschmöis» für iOS und Android können die Nutzer helfen, die Dialektvielfalt der Schweiz zu dokumentieren und somit den Schweizer Dialekt zu einem Teil selber mitgestalten.
Auf spielerische Art und Weise sammelt die App Daten zum Dialektgebrauch. Die Forscher wollen damit den heutigen Stand des Schweizerdeutschen erfassen, da viele Studien schon veraltet sind und vor allem den Dialektgebrauch unter jüngeren Menschen nicht darstellen können.
So funktioniert «gschmöis»
Zum Start fragt die App zunächst einige biographische Informationen ab. Dann werden die Nutzer in einem Quiz ausgefragt. Dieses ändert sich alle zwei Wochen, damit die Forscher immer neue Daten sammeln können.
Beim Quiz gibt es Multiple-Choice-Fragen, bei dem die Nutzer auswählen müssen, wie sie ein Wort, das auf Hochdeutsch geschrieben ist, im Alltag aussprechen würden. Bei anderen Fragen muss die Entsprechung eines Wortes im Dialekt direkt eingetippt werden oder per Mikrofon aufgenommen werden. Teilweise muss auch in ganzen Sätzen geantwortet werden, um auch die Grammatik beim Dialektgebrauch untersuchen zu können. Nach jeder Frage kann man auf einer Karte sehen und anhören, wie die Antworten anderer Nutzer aus anderen Teilen der Schweiz aussehen.
Chris hat doch «vil de schöner» Mantel, oder? Mit diesem Dialekt outet sich der Redaktor als eher im Mittelland ansässig. Wie würden Sie dazu sagen?
Bluewin
Das «Chochichästli-Orakel»
Die Dialektforschung per App hat in der Schweiz schon eine gewisse Tradition. So gibt es seit 2013 die «Dialäkt Äpp», einmal als iOS-App und einmal als Website. Deren Hauptzweck ist es, Nutzer dabei zu helfen, den Ursprung ihres eigenen Dialekts zu bestimmen. Sogar schon seit 1998 gibt es das «Chochichästli-Orakel». Auf der Website müssen Nutzer zehn hochdeutsche Wörte so übersetzen, wie sie sie selbst aussprechen würden. Die Seite orakelt dann, aus welcher Ortschaft man kommt. In einem Selbsttest (der Redaktor ist am rechten Zürichseeufer aufgewachsen) klappt das erstaunlich akkurat – und teilweise bis auf eine Gemeinde genau.
Durch die jahrelange Forschung sind natürlich schon eine Menge Daten zusammengekommen. Diese erlauben es, die Dialektwelt auch visuell darzustellen, wie es «Tages-Anzeiger» und «Spiegel Online» mit dem Sprachatlas gemacht haben. Hier lässt sich nach Absolvierung einer Umfrage sehen, wo im gesamten deutschsprachigen Gebiet bestimmte Dialektwörter verwendet werden.
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In die Ferien sollte das Smartphone mitfahren.
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Denn man kann mit ihm noch viel mehr machen als das Übliche.
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Moderne Apps können in der Regel relativ problemlos ganze Sätze in eine andere Sprache übersetzen und sie sogar per Sprachausgabe aussprechen, so dass man nicht mehr selbst eine unbekannte Sprache verunstalten muss.
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Teilweise funktioniert die Übersetzung sogar mit Augmented Reality. Bei Google Übersetzer etwa müssen Sie nur die Smartphone-Kamera auf ein fremdsprachiges Strassenschild oder Restaurantmenü halten und Sie bekommen direkt auf dem Bildschirm eine Übersetzung.
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