Analysten prophezeien Exodus der PC-Spieler

Martin Abgottspon

1.5.2019

Werden Gamestreaming-Dienste zur Gefahr für den PC?
Bild: Getty Images

Bis im Jahr 2022 soll es rund 20 Millionen PC-Spieler weniger geben. Als Grund nennen die Experten Gamestreaming-Dienste, aber auch Verbesserungen im TV-Bereich.

Google Stadia ist noch nicht einmal auf dem Markt und trotzdem rechnen Analysten von JPR schon jetzt damit, dass Gamestreaming-Dienste die Branche über die nächsten Jahre auf den Kopf stellen werden.



Die Marktforschungsfirma geht davon aus, dass rund 20 Millionen PC-Spieler über die nächsten drei Jahre auf den TV und Konsole wechseln werden. Vor allem Spieler mit einem Budget von unter 1000 Franken im Jahr werden den Wechsel anstreben.

Innovation verpasst

Neben Google Stadia & Co. nennen die Analysten aber noch weitere Gründe, welche den Trend begünstigen sollen. Zum einen werden die immer besseren und hochauflösenderen Fernsehgeräte ins Feld geführt. Zudem gäbe es auch vermehrt Exklusivtitel für die Konsolen, während es die PC-Gamingindustrie in den letzten Jahren verpasst habe, durch Innovationen zu glänzen. Im Gegenteil: Produktzyklen für neue Geräte dauern mittlerweile länger als früher.



Statt immer schnellerer und effizienterer Hardware sollen laut JPR künftig Bandbreite, Latenz und Künstliche Intelligenz die treibenden Faktoren für Rechenpower darstellen und dementsprechend den Markt beeinflussen. Ted Pollak, Senior Analyst Gaming Industry bei JPR erklärte ergänzend: «Gaming-Dienste in Verbindung mit TV-Displays, egal ob lokal oder cloud-basiert, werden einige PC-Gamer anziehen und wahrscheinlich mit neuen Teilnehmern florieren. Über die nächsten fünf Jahre werden wir sehen, wie die Zahl der möglichen Kunden mit Zugang zu TV-Gaming um hunderte Millionen anschwillt.»

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