Auch Sony tritt auf die Downloadbremse

tsch / mar

26.3.2020 - 15:56

Wer aktuelle PS4-Spiele wie «Nioh 2» digital erwerben oder updaten will, muss mit langsameren Downloads rechnen.
Bild: Team Ninja

Wegen der zunehmenden Internet-Auslastung zu Zeiten der Corona-Krise will Sony die Geschwindigkeit für den Download von PlayStation-Spielen drosseln. Leiden auch Online-Games darunter?

Schon seit einiger Zeit machen Meldungen die Runde, dass Streaming-Plattformen wie Youtube, Netflix und Amazon Prime Video Auflösung und Qualität der übertragenen Videos drosseln, um eigene Server-Strukturen und das Netz im Allgemeinen zu entlasten. Grund dafür ist die Corona-Krise: Die Tatsache, dass immer mehr Menschen zu Hause festsitzen, erhöht die Zugriffszahlen auf Online-Angebote. Entsprechend nervös werden öffentliche Instanzen, weil sie befürchten, dass systemrelevante Internet-Strukturen darunter leiden könnten.



Jetzt hat auch Sony angekündigt, seine PlayStation-Internet-Dienste in Europa krisenbedingt zu drosseln: So könnten laut PlayStation-Chef Jim Ryan die Downloads bei digitalen Käufen und Updates künftig spürbar langsamer werden. Das vernetzte Gaming soll allerdings stabil bleiben.

Wer folgt als Nächster?

Ähnliches hört man von Microsoft-Seite: Zwar hat der Hersteller noch nicht angekündigt, in irgendeiner Form die Geschwindigkeiten von Downloads zu reduzieren, aber auch hier stellte man klar, dass man «Performance und Nutzungstrends aktiv» beobachten würde, «um sicherzugehen, dass wir den Service für unsere Kunden weltweit optimieren und auf Wachstum sowie erhöhte Nachfrage reagieren können», so Xbox-Chef Phil Spencer.



Ähnlich verhält es sich PC-exklusiven Plattformen wie Steam oder dem Epic Store: Auch hier gibt es noch keine offiziellen Verlautbarungen über eventuelle Download-Drosselungen. Allerdings ist kaum anzunehmen, dass die Konzerne im Notfall um entsprechende Massnahmen herumkommen.

Die besten Familienspiele für die Quarantäne

Zurück zur Startseite