Verrücktes Experiment: Eine Woche in der virtuellen Realität

Von Fabian Gilgen

5.6.2019

So sieht der Alltag in VR aus

Video: YouTube

VR-Headsets können für viel mehr als nur Gaming genutzt werden. Das beweist Jak Wilmot vom YouTube-Kanal Disrupt in seinem Experiment. Eine Woche setzte er die VR-Brille nicht ab und ass, schlief und arbeitete in der virtuellen Realität.

In Zukunft werde die reale Welt mit einer virtuellen Welt verschmelzen. Das ist die die Hypothese, die dem etwas verrückten Experiment von Jak Wilmot, dem Mitbegründer des YouTube-Kanals Disrupt, vorausgeht. In seinem Experiment ist er für eine Woche lang in der virtuellen Welt gefangen. Die reale Welt, die sich räumlich nur auf seine Wohnung beschränkte, nahm er nur noch durch die Kamera wahr. Während dieser Woche gönnte sich Jak keine Pause und nahm das VR-Headset nur ab, um es auszutauschen, ohne dabei die Augen zu öffnen. Auch die Fenster dunkelte er ab, damit der natürliche Tag-Nacht-Zyklus keinen Einfluss mehr hatte.



Während den ersten Stunden des Experiments musste sich Jaks Augen-Hand-Koordination zuerst an die neuen Gegebenheiten anpassen, was dazu führte, dass der eine oder andere Kaffee auf seinem Shirt landete. Hingegen schien das Schlafen mit dem Headset für Jak kein Problem darzustellen. Im Bett schaute er einfach Netflix bis er einschlief.

In der virtuellen Welt ist man aber nicht isoliert. Mit der App AltspaceVR, einem virtuellen sozialen Netzwerk, traf Jak sich mit Gleichgesinnten, um auch seine sozialen Bedürfnisse zu stillen. Dort besuchte er Konzerte, Openair-Kinos und auch einen geführten Meditationskreis. Und um auch körperlich fit zu bleiben, absolvierte er morgens jeweils ein Box-Training mit Rocky Balboa. Entspannung fand Jak dann schliesslich beim Sightseeing in einem virtuellen Paris oder einer künstlichen Natur.



Doch die Natur könne man nicht simulieren, wie Jak nach dem Experiment feststellte: «Ich habe den Geruch von frischer Luft noch nie so sehr geschätzt. Eine Sache, die wir nicht reproduzieren können, ist die Natur. Wir können es visuell und akustisch tun, aber die Natur hat eine spezielle Energie.»

Nach insgesamt 168 Stunden in der virtuellen Realität kehrte Jake zurück ins echte Leben. Er war etwas desorientiert und ihm war schwindlig. Seine Augen mussten sich wieder an das echte Leben gewöhnen. Nach einem Tag waren diese Probleme jedoch verschwunden.

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