«Temtem» mit erfolgreichem aber wackligem Start

Fabian Gilgen

23.1.2020 - 11:43

«Temtem» sagt dem Taschen-Monster-Monopol von «Pokémon» den Kampf an.
Bild: CremaGames

Wer gerne Taschen-Monster fängt und mit ihnen in den Kampf zieht, aber keine Lust mehr auf «Pokémon» hat, der könnte jetzt mit «Temtem» die passende Alternative gefunden haben. Aber ist es wirklich mehr als ein blosser Abklatsch?

Seit dem 21. Januar kann man über Steam das Spiel «Temtem» in einer Early-Access-Version spielen. Wie es sich herausstellte, wurde das Spiel hoch erwartet. Denn in kürzester Zeit stieg der «Pokémon»-Konkurrent auf Platz 1 der Steam-Verkaufscharts. Diesen riesigen Ansturm konnten die Server von «Temtem» nicht stemmen, was bei vielen Spielern zu ständigen Verbindungstrennungen und langen Login-Warteschlangen führte. Mittlerweile wurden diese Probleme von den Entwicklern angegangen und mit mehreren Updates gelöst.

Der Trailer zu «Temtem» im Anime-Style.

Video: Youtube

Ganz wie in seinem Vorbild «Pokémon» geht es bei «Temtem» um das Fangen, Trainieren, Züchten und auch Kämpfen mit Taschen-Monstern. Diese trifft man überall in der freien Natur an. Neben einigen feinen Unterschieden, wie zum Beispiel, dass die «Temtem»-Monster nicht mit Bällen, sondern Karten gefangen werden, gibt es auch deutlichere, die das Gameplay vom Vorbild abheben.



Massgebende Unterschiede

Einer davon ist, dass «Temtem» ein MMORPG ist. Dadurch trifft man unterwegs immer wieder auch auf andere Spieler. So ist es auch möglich, dass Spieler das Abenteuer zu zweit bestreiten können. Ein solches Feature wünschen sich «Pokémon»-Spieler schon länger.

Auch die Kämpfe mit den «Temtem»-Monstern unterscheidet sich von denjenigen, die in «Pokémon» stattfinden. Denn in «Temtem» liegt der Fokus auf 2-gegen-2-Kämpfe, was die Möglichkeit für taktische Tiefe eröffnet. Dies auch dadurch, dass die Monster durch das Einsetzen von Attacken im Kampf Ausdauer verlieren. Setzt es dann eine Attacke mit erschöpfter Ausdauer ein, verletzt es sich selbst und kann für einen Zug keine Attacke einsetzen. So muss der Spieler immer wieder abschätzen, ob er eine schwächere oder stärkere Attacke, die aber mehr Ausdauer verbraucht, ausführen will.



Und nicht zuletzt hat «Temtem» auch einen ganz eigenen Art-Style, der auf eine Comic-Grafik und Pastell-Farben setzt, was auch die Monster deutlich von den Pokémon unterscheidbar macht.

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