Wie sich der FC Bayern sein eSports-Eintritt vergolden lässt

Martin Abgottspon

8.1.2020 - 10:59

Die Profis vom FC Bayern messen sich in «Pro Evolution Soccer» auf höchster Stufe.
Bild: pd

Als einer der letzten Bundesligaklubs wagte der FC Bayern den Schritt in Richtung eSports. Finanziell gesehen hat sich das Warten definitiv gelohnt.

Als Uli Hoeness weg war, ging plötzlich alles ganz schnell. Zuvor noch wurden abstruse Wertediskussionen zum Thema eSports geführt. Dann hat der deutsche Fussball-Rekordmeister praktisch innert Wochenfrist alles klargemacht.



Anders als die meisten anderen Fussballvereine setzt Bayern aber nicht auf «FIFA», sondern «Pro Evolution Soccer». Ein Entscheid, der im ersten Moment verwundern mag. Bei genauerer Betrachtung stellt man hingegen rasch fest, dass die Finanzen hier wohl massgeblich die Richtung vorgaben. 

Wie die «Sport Bild» berichtet, soll Bayern von seinem neuen Platin-Partner Konami 15 Millionen Euro in drei Jahren erhalten. Das ist eine ordentliche Summe, die etwa ähnlich hoch ist wie beispielsweise der Betrag aus dem Sponsoring mit der Allianz. 

Sportlich noch Aussenseiter

Damit überflügelt man die Konkurrenz wie auch im Fussball um Welten. Andere Klubs kassieren momentan von ihren Partnern eher noch Beträge im sechsstelligen Bereich. 

Sportlich gesehen, ist mit Bayern im Moment aber noch nicht zu rechnen. In der «eFootball Pro League» gehören eher die Teams von Barcelona oder Monaco zu den Titelkandidaten, während Bayern einen Top-6-Platz anstrebt.



Das soll sich gemäss Trainer Matthias Luttenberger aber schnell ändern. Schon ab diesem Monat finden regelmässig Scouting-Turniere statt, bei welchen man das Team auch mit deutschen Profis aufstocken will. 

Ob das die eingesottenen Bayern-Fans versöhnlicher stimmt? Wohl kaum. Zuletzt übten einige Ultras harte Kritik, indem sie während des Spiels gegen Werder Bremen klare Botschaften platzierten. «'Mia san mia' heisst auch, nicht jedem Scheiss wegen Kohle hinterherlaufen - kein eSport beim FC Bayern»

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