Wie sauber putzt der Staubsauger-Roboter Electrolux PUREi9?

Felix Raymann

2.11.2018

Voll automatisch säubert der PUREi9 die Wohnung.
Felix Raymann

Staubsaugen per App, wenn niemand zu Hause ist: Was taugt PUREi9, der neue, kluge Staubsaugerroboter von Electrolux?

Im Jahr 2001 hat Electrolux seinen ersten automatischen Staubsauger auf den Markt gebracht. Somit gilt die Firma als Erfinderin der Staubsaugerroboter. Seither hat sich viel getan, inzwischen putzen die verschiedensten Staubsaugerroboter unterschiedlichster Hersteller in Schweizer Haushalten. In den vergangenen 17 Jahren haben die Geräte so einiges dazugelernt.

So ist das neuste Electrolux-Modell, der PUREi9, voll gepackt mit intelligenter Technik. Es hat einen Orientierungssinn, ein Gedächtnis für bereits gereinigte Bereiche und es lädt sich selbstständig auf, bevor ihm die Energie ausgeht. Da unser eigener Staubsaugerroboter inzwischen in die Jahre gekommen ist, soll der Test mit dem PUREi9 zeigen, welchen Mehrwert die 2018er-Technologie im Vergleich bringt und wie sich der Robotersauger im Alltag bewährt.

Vernetzt

Natürlich geht bei der neusten Sauger-Generation nichts mehr ohne App. So laden wir nach dem Aufstellen der Ladestation und dem Andocken des PUREi9 die entsprechende App auf das Smartphone (verfügbar für iOS und Android) und scannen den Strichcode an der Unterseite des Staubsaugers, um ihn zu verbinden. Danach muss er nur noch per App im WLAN angemeldet und mit einem Namen versehen werden – wir nennen ihn «Obi» – und schon ist er bereit für den ersten Putzeinsatz.

Orientierung

Anstatt die Start/Pause- und die Stop-Tasten am Gerät zu verwenden, wählen wir die bequemere Methode und steuern «Obi» fast ausschliesslich per App. Am Smartphone kann ein Zeitplan erstellt werden, wann geputzt werden soll. Das klappt problemlos. Wir programmieren «Obi» so, dass er seine Putz-Einsätze vor allem dann verrichtet, wenn niemand zuhause ist. Doch bei seinem ersten Einsatz in der neuen Umgebung kontrollieren wir ihn trotzdem.

Gesteuert wird der Roboter per App.
Felix Raymann

Wie vorgegeben startet das Gerät pünktlich um 15:30 Uhr und dreht seine Runden im Wohnzimmer. Dabei fährt er nicht planlos wie seine Ur-Ahnen herum und stösst immer wieder in Wände und Möbel, sondern er orientiert sich dank sogenanntem «3D Mapping» gekonnt in den Räumen und merkt sich, wo er bereits gereinigt hat. Dazu benutzt er seine eingebaute Kamera und die Laser-Sensoren. Er weicht Hindernissen gekonnt aus und erstellt einen Reinigungspfad. Dieser wird in der App abgebildet, sodass sich auf dem Smartphone jederzeit verfolgen lässt, wo bereits geputzt worden ist – eine praktische Information, die bei nicht-smarten Modellen natürlich nicht vorliegt.

Reinigung

Dort, wo der PUREi9 hinkommt, reinigt er gut. Doch auch seine dreieckige Form und seine seitliche Wedelbürste ermöglicht es ihm natürlich nicht, in enge, von Möbeln und herumliegenden Gegenständen versperrten Ecken und Durchgänge zu gelangen. Somit gibt es immer wieder einzelne Stellen, an denen Staub liegt. An diesen Stellen kommt dann ein Handstaubsauger zum Einsatz. Vor dem Saugen heisst es also: Aufräumen. Um ein möglichst gutes Putzergebnis zu erzielen, beseitigen wir unüberwindbare Hindernisse, stellen die Stühle auf den Tisch und räumen herumliegende Gegenstände kurz weg. Das bedeutet dann im Vergleich zum herkömmlichen Staubsaugen etwas mehr Vorarbeit.

Hat er freie Bahn, befreit der PUREi9 Teppiche, Stein- und Laminatböden zuverlässig von Staub. Zugute halten muss man «Obi», dass er die Ecken und entlang der Wände sehr gut putzt – besser jedenfalls, als das ein rundes Modell könnte. Der PUREi9 bietet also im Vergleich zum unserem alten Sauger einige neue Funktionen. Damit hat das Gerät die Bezeichnung «Staubsaugerroboter» nun auch wirklich verdient.

Um die 1'000 Franken muss man für den PUREi9 investieren.
Felix Raymann

Generationenwechsel

Im Vergleich fallen weitere Vorteile und Eigenschaften des PUREi9 auf:

  • Bei so manchen älteren Modellen war bei der Türschwelle Schluss, sodass man den Sauger über die Schwelle tragen musste. Nun stellen zumindest kleine Schwellen und auch Kabel kein Hindernis mehr dar: Dank dem sogenannten «ClimbForceDrive» überwindet «Obi» gemäss Produktebeschreibung Hindernisse bis zu einer Höhe von 22 Millimetern. 
  • Es passiert nicht mehr, dass der Staubsauger irgendwo unter dem Sofa wegen Energiemangels seinen Geist aufgibt und mühsam hervorgeholt werden muss. Wie andere moderne Staubsaugerroboter merkt der PUREi9, wenn ihm der Saft ausgeht und fährt selbstständig zurück zur Ladestation, um sich aufzuladen. Nach dem Ladevorgang putzt er an derselben Stelle weiter, an der er aufgehört hatte.
  • War die seitliche Entleerung des Staubbehälters mitunter eine brachiale Angelegenheit, bei welcher der Abfall schon mal verschüttet wurde, lässt sich der Behälter nun bequem von oben mit einem Handgriff entfernen und leeren.  
  • Dank seiner geringen Bauhöhe von 9 Zentimeter dürfte der PUREi9 unter die meisten Sofas und Schränke gelangen.
  • Die Steuerung per App macht die ganze Bedienung und Programmierung viel angenehmer oder gar erst möglich.

Dass das Haushaltgerät viel Technik beinhaltet und seine Arbeit gut verrichtet, hat aber auch seinen Preis: Während ältere, einfachere Roboter-Staubsauger ab etwa 300 Franken erhältlich sind, kostet das Top-Modell Electrolux PUREi9 je nach Anbieter zwischen 799 und 999 Franken.

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