«Zürich Game Show»: Einzigartiger Event verzaubert 27'000 Game-Fans

Benjamin Braun

23.9.2018

«Super Mario» und Co. begeisterten gross und klein: Die Dame rechts im Bild brachte sogar ihr selbst entworfenes Game zum Testen an die Zürich Game Show.
Bluewin

Vom 14. bis 16. September fand zum zweiten Mal die «Zürich Game Show» statt. Auch mit der stolzen Zahl von 27'000 Besuchern unterstreicht die Zürich Game Show dieses Jahr ihren familiären Charakter – und ihre Einzigartigkeit unter den Gameshows in Europa.

In Videospielen beschreibt der Wuselfaktor das rege Treiben der Spielfiguren auf dem Bildschirm. Aber nicht nur in Spielen wie «Die Siedler» kann man das Wuseln beobachten, sondern auch auf der Zürich Game Show (ZGS) 2018. Hier tummeln sich die Besucher am Stand von Nintendo, spielen «Dark Souls: Remastered» und anderes auf Nintendos «Switch»-Konsole. Dort versammeln sie sich vor dem japanisch angehauchten Merchandising-Stand, an dem sie praktisch alles finden, was sich Fans der Animekunst nur wünschen können.

In Massen strömen sie die Zürcher Messe: Am Ende sprengt die ZGS mit 27.000 Besuchern den Vorjahresrekord deutlich.
Bluewin

Entspannt geht es zu in den Hallen, nicht nur beim Workshop im Brettspielbereich, in dem Kinder und Erwachsene gleichermassen filigran mit dem Pinsel ihren Ork oder auch die Elfenmagierin einfärben.

Bunte Mischung an der Game Show

Es sind vielfältige Welten, in die die Besucher der ZGS eintauchen konnten zwischen dem 14. und 16. September 2018. Am VR-Stand von Samsung steht man im Pilotensitz festgeschnallt auch mal Kopf. Auf der grossen E-Sport-Bühne steigt der Adrenalinspiegel in ungeahnte Höhen, während sich die Nationalteams der Schweiz und Dänemarks in «Counter-Strike: Global Offensive» oder «League of Legends» messen. Dass die Schweiz am Ende beide Begegnungen für sich entscheiden konnte, ist da nur das Tüpfelchen auf dem i.

Die ZGS 2018 glänzt mit einem breit gefächterten Programm. Am Samsung-Stand kann man im VR-Simulator im wahrsten Sinne des Wortes auch mal Kopf stehen.
Benjamin Braun

Es sind aber nicht nur die Aussteller, die mit ihrem breit gefächerten Angebot von Videospielen, VR- oder Board Games über Urban Golf bis hin zur selbst steuerbaren Drohne die Vielfalt auf der ZGS mehren. Es sind auch die Besucher selbst, die ein bunt gemischtes Spektrum abdecken. Manche sind als Sturmtruppler aus «Star Wars» oder als Hexer Geralt von Riva aus «The Witcher» verkleidet. Andere sind wegen der Spiele dort, warten artig vor dem Stand von Koch Media, um selbst Hand an «Metro: Exodus» zu legen oder beweisen in einem der vielen Community-Turniere ihr Können in Titeln wie «Fortnite» oder «Splatoon 2».

Nur allein ist hier niemand, weder die Eltern, die mit ihren Kindern zur Zürcher Messe angereist sind, noch irgendwer sonst. Gleichgesinnte trifft man hier – und man erlebt viel, über das man sich im Anschluss austauschen kann.

Auf der E-Sport-Bühne treten unter anderem die Nationalteams der Schweiz und Dänemarks in «Counter-Strike: Global Offensive» gegeneinander an. Spannend war's, und am Ende holte sich die Schweiz gar den Sieg.
Benjamin Braun

Fans von Gefühlen überwältigt

Die Emotionen der Besucher sind stets spür- und manchmal auch überaus deutlich sichtbar. In Halle 2 fliessen auf einmal Tränen bei Besucher Chris. Es sind aber keine Tränen der Trauer, sondern Tränen des Glücks. Der 19-jährige ist extra nach Zürich gekommen, um sein Idol Bryan Dechart, einen der Schauspieler aus dem PS4-Spiel «Detroit: Become Human», zu treffen. So etwas Tolles habe er noch nie erlebt, erzählt er uns, während er seine Autogramm-Trophäe fest umklammert.

Chris ist bei weitem nicht der einzige, der bei Dechart oder einem der anderen Stars für ein Autogramm oder ein gemeinsames Foto ansteht. Aber nicht nur Chris und den vielen anderen Fans hat die ZGS Spass gemacht. Auch Dechart selbst zeigt sich im Gespräch mit uns begeistert. Bei all den vielen Fotos und Umarmungen habe er irgendwann aufgehört, mitzuzählen. Aber es gab einige Begegnungen, die ihm wohl auf ewig im Gedächtnis bleiben werden. «Viele», erzählt Dechart, «tauchten in diesen tollen Kostüme auf, ganz stilecht mit diesem leuchtenden LED an der Schläfe».

Lange Schlangen bildeten sich vor dem Autogramm-Stand von «Detroit: Become Human»-Star Bryan Dechart (Mitte) und seiner Ehefrau Amelia Rose Blaire (rechts), um ein gemeinsames Foto abzugreifen. Bei manchem Fan kullerten vor lauter Glück am Ende sogar die Tränen.
Roger Sieber

Messeleitung verspricht Wiederholung

Glücklich mit der Verlauf der ZGS ist auch Martin Schorno, Messeleiter und Chef des Veranstalters «Amazing Event». «Ich bin absolut zufrieden», sagt Schorno, der mit seinem Team am Ende mehr als 27'000 Besucher auf der ZGS 2018 empfangen kann und damit das Vorjahresergebnis deutlich übertrifft. Wichtig ist ihm aber vor allem, dass die Besucher zufrieden sind, ein gutes, interessantes und spannendes Erlebnis haben.

Welchen Besucher auch immer wir auf seine Eindrücke von der ZGS 2018 ansprechen, ob Martin und Carolina aus Aaarberg oder Noemie und Kevin, die aus dem Tessin anreisten, sie alle sagen uns dasselbe: «Nächstes Jahr bin ich wieder mit dabei!»

Den passenden Termin dafür können sich die Gamer schon mal im Kalender eintragen, denn die Zürich Game Show 2019 findet im kommenden Jahr vom 13. bis 15. September an gleicher Stelle statt. Noch steht nicht fest, was genau uns dort erwartet. Aber wir sind uns jetzt bereits sicher, dass die ZGS erneut mit Vielfalt sowie familiärem Charakter glänzen wird und die Besucher einmal mehr zeigen, dass es den Wuselfaktor auch ausserhalb von Videospielen geben kann.

Zufall? Eher nicht! Auch der Vault Boy aus «Fallout 76» hat eine klare Meinung zur Zürich Game Show 2018.
Roger Sieber (Games.ch)
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