Familientherapie an Weihnachten – der Queen reicht's! 

Julia Käser

6.11.2020 - 11:27

Plant eine grosse Familienaussprache an Weihnachten: Queen Elizabeth II. 
Bild: Keystone

Auch eine Königin hat nicht unendlich lange Geduldsfäden. Nach dem «Megxit» zu Beginn des Jahres fordert Queen Elizabeth II. eine Familienaussprache. Stattfinden soll diese ausgerechnet an Weihnachten. 

Für ungefähr 140 offizielle Porträts ist Queen Elizabeth II. schon still gesessen. So wenig Geduld kann sie also nicht haben. Aber: Genug ist genug. 

Während ihrer monatelangen Quarantäne in Windsor hatte die britische Königin ausreichend Zeit, um nachzudenken. Und dabei wird ihr nicht nur die Coronapandemie gehörig aufs Gemüt geschlagen haben. 

Seit dem «Megxit» – also dem Rückzug von Prinz Harry und seiner Ehefrau Meghan aus dem engen Kreis der Royals – ist die Stimmung innerhalb der  Königsfamilie nämlich alles andere als gut. Nicht nur zwischen den sich einst so nahestehenden Brüdern Harry und William soll es seither immer wieder krachen. 

Eine Gruppentherapie zum Fest der Liebe 

Auch zwischen Meghan und Herzogin Kate soll nicht nur blaues, sondern vor allem böses Blut herrschen. Der Grund für all die Streitereien: Meghan und Harry hatten ihren Rückzug zuvor nicht mit der Königsfamilie abgestimmt. Das soll innerfamiliär nebst Enttäuschung auch viel Ärger hervorgerufen haben. Die britische Klatschpresse wiederum hat's gefreut. 

Allem Anschein nach hat die 94-jährige Königin nun aber die Nase voll von dem ganzen medienwirksamen Familienzwist – und hat dabei nur noch einen Ausweg gesehen: eine Gruppentherapie pünktlich zum Fest der Liebe. Das zumindest berichtet das Magazin New Idea

An Weihnachten also soll die königliche Missgunst aus der Welt geschafft werden – im Rahmen einer oder mehrerer professioneller Familientherapiesitzung(en). Teilnehmen sollen auch Prinz Charles und Herzogin Camilla – wenn schon, denn schon und ganz schön neuzeitlich. 

Die moderne Monarchin 

Wobei Letzteres nicht überraschen sollte. Es ist nicht das erste Mal, dass Elizabeth II. beweist, dass sie am Puls der Zeit ist. Im Jahr 1976 war sie das erste Staatsoberhaupt überhaupt, das eine E-Mail verschickte. 

Ein kleines Problem aber hat die lösungsorientierte Queen noch. Es wird gemunkelt, dass Meghan und Harry ihr Weihnachtsfest lieber locker und friedlich in Kalifornien verbringen wollen, statt nach Grossbritannien zu reisen. Zu verdenken wäre es ihnen nicht. Was gibt es Schöneres als Zoff unter dem Weihnachtsbaum? 

Obwohl: Auch da wird sich die moderne Queen zu helfen wissen. Schliesslich hat sich die Online-Therapie nicht erst durch die Coronakrise etabliert. Und das Verschicken von Einladungen per E-Mail beherrscht sie ja schon seit über 40 Jahren. 

Regelmässig gibt es werktags um 12 Uhr bei «blue News» die Kolumne am Mittag – es dreht sich um bekannte Persönlichkeiten, mitunter auch um unbekannte – und manchmal wird sich auch ein Sternchen finden.

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