Society-Lady Irina Beller ist ready fürs Schweizer Dschungelcamp

Carlotta Henggeler

15.1.2021

Alle Jahre wieder freuen sich die Freunde des Trash-TVs aufs «Dschungelcamp». Und auch dieses Jahr spedieren wir von «blue News» ein paar auserkorene Promis in unser fiktives Schweizer Camp. Millionärs-Witwe Irina Beller ist schon ganz aus dem Häuschen.

Ein letztes Mal die geliebten Edelpelze im begehbaren Kleiderschrank streicheln. Dann klemmt sie sich das Schlafkissen mit Waltis Konterfrei unter den Arm und verlässt die Wohnung. Tschüss Alltag, ahoi «Dschungelcamp»! 

Doch dieses Jahr gibt's keine Kakerlaken oder Schlangengefahr am Lagerfeuer in der australischen Wildnis. Coronabedingt dreht man 2021 in Zürichs Agglomeration. Der genaue Standort der Containersiedlung ist streng geheim. Genauso ein gut gehütetes Geheimnis ist die Liste aller Teilnehmer*innen. Auch wenn Irina gespannt ist wie ein Pfeilbogen, die TV-Crew hält dicht. Gross ist die Gefahr, dass sich ein Camper verplappert – und darauf steht eine hohe Konventionalstrafe. 

Auch Bellers liebstes Sprachrohr, ihre Hofberichterstatterin bei einer Tageszeitung mit besonders grossen Buchstaben im Titel, weiss von nichts. Die Konventionalstrafe wirkt.

Im abgedunkelten Van gehts quer über Stock und Stein. Nach fast einer Stunde Fahrt sind Irina und der TV-Assistent beim Container-Camp angekommen. Mitten im Nirgendwo, ringsherum nur Gemüsefelder und Wald.



Ein bisschen schmuch ist es Irina Beller schon, als sie in den grössten Container hineinbegleitet wird. Nehme ich zu viel auf mich, für ein bisschen Glanz und Gloria im Lokalfernsehen, denkt sich La Beller.

Der Gedanke ist gleich weggeblasen. Die anderen Teilnehmerinnen stehen um einen grossen Tisch (Abstand ganz BAG-konform 1,5 Meter) und prosten ihr mit Plastikbechern voller (tiefgekühltem) Champagner zu.

Bellers Herz macht einen Freudensprung, als sie ihre Mitstreiter*innen erblickt. Wow, da steht das «Bachelor»-Paar Alan und Fräntschi, pardon, Francesca, Ex-Eiskunstlauf-Königin Denise Biellmann. Sie ist oft an Promi-Anlässen und in Klatschheftli abgebildet.

Ein älterer Herr mit Handpuppe steht auch noch da. Die Beller wundert sich. Ein Bauchredner, wer soll das sein? Mit einem breiten Thurgauer Dialekt stellt er sich vor: «Hoi Irina, ich bi de Kliby und das isch mini Caroline.»

Aha, denkt sie sich. Und auch die anderen Mit-Camper kennt sie nicht. Da ist ein Koloss von einem Mann. Vielleicht ein Sumo-Ringer? Weiter hinten steht ein bunt angezogener, eleganter Senior. Eventuell ein pensionierter Designer? 

Fragezeichen schwirren Irina Beller im Kopf herum. Wer könnte diese adrette Brünette denn sein? Eine Influencerin? Und dieser sportliche und sympathische Anfang-Vierziger? 



Die Runde stellt sich vor. Der imposant grosse Mann heisst Stucki Christian. Beller wundert sich, dass er sich zuerst mit dem Nachnamen vorstellt. Wird wohl ein regionaler Brauch sein, denkt sie sich. Und freut sich über den Stucki, denn er könnte die schweren Arbeiten im Camp übernehmen, denkt La Beller schon taktisch.

Der elegant-paradiesvogelbunte Senior entpuppt sich als Kurt Aeschbacher, ein pensionierter TV-Talker. Er kann am Lagerfeuer bestimmt ein paar spannende Promi-Geschichten erzählen. Die schöne Brünette ist die letzte noch gekürte Miss Schweiz, Jastina Doreen Riederer. Wozu sie im Camp gut sein soll? Gute Frage.

Ganz happy ist Irina Beller, als sie hört, dass ein weiterer Mitstreiter Fabian Unteregger ist, Comedian und Arzt in einem. Wie praktisch. Er ersetzt gleich Dr. Bob.

Nur einer steht noch mit dem Bierhumpen in der Hand da und sagt nichts. Er grinst vor sich hin. Als die Vorstellungsrunde bei ihm angekommen ist, prostet er allen zu: «Freut mich, ich bi de Toni us em Toggeburg.»

Was für ein buntes und lustiges Trüppchen, das wird bestimmt ein Spass, denkt sich Irina Beller und freut sich auf die kommenden Tage im Container unter Dauerbeobachtung. Endlich wieder im Rampenlicht stehen, ganz ihr Ding. Da geht ihr Herz auf.

Am Samstag erscheint auf «blue News» die TV-Kritik von Gion Mathias Cavelty zum «Dschungelcamp»-Auftakt.

Regelmässig gibt es werktags um 11:30 Uhr und manchmal auch erst um 12 Uhr bei «blue News» die Kolumne am Mittag – es dreht sich um bekannte Persönlichkeiten, mitunter auch um unbekannte – und manchmal wird sich auch ein Sternchen finden.

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