Unser TV-Experte war dabei: Luca Hänni, Milo Moiré und Baschi machen jetzt auf Ninja

von Gion Mathias Cavelty

7.8.2018 - 09:42

Wer erweist sich als härtester Promi im ganzen Land? Das fragt sich der «Bluewin»-TV-Experte, der bei der Aufzeichnung der VIP-Ausgabe von «Ninja Warrior Switzerland» dabei war.

Kann die international erfolgreiche, ursprünglich aus Japan stammende TV-Wettkampfshow «Ninja Warrior» auch in der Schweiz ein Erfolg werden? Für den kommenden Herbst ist jedenfalls die Ausstrahlung der ersten Staffel von «Ninja Warrior Switzerland» auf TV24 geplant ...

Ich weiss es nicht. Wenn ein Schweizer auf ein Hindernis stösst, verhält er sich diesem gegenüber doch prinzipiell neutral, sprich: Er will das Hindernis nicht überwinden, sondern es so lange ignorieren, bis es die Nase voll hat und sich freiwillig verzieht. Oder, wenn es gar nicht anders geht: Einen Tunnel unter ihm hindurchbauen (Stichwort: «Gotthard» et cetera).

Denn genau darum geht es in der Show: Vor laufender Kamera müssen «Amateursportler den härtesten Hindernisparcours der Welt» absolvieren (wie etwa schon in «Ninja Warrior Germany» auf RTL gesehen).

Fotografieren in der Halle verboten

Wie dieser Parcours hierzulande aussieht, konnten sich interessierte Medienschaffende am letzten Samstag selber anschauen, und zwar anlässlich der Aufzeichnung des «Ninja Warrior Switzerland – Promi Special» im Zürcher Hallenstadion. (Nebst sechs Ausgaben mit normalen Teilnehmern wird es auch eine siebte mit Promis geben, die für einen guten Zweck antreten.)

Leider durfte man in der Halle nicht fotografieren, aber so viel kann ich sagen: TV24 hat keine Kosten und Mühen gescheut, für seine erste Eigenproduktion eine wirklich gigantische Anlage aus dem Boden zu stampfen. 150 Tonnen Stahl wurden für die 28 Hindernisse verbaut. Zu überwinden gilt es unter anderem die «Warped Wall» (eine 4,25 Meter hohe Wand) sowie jede Menge schaukelnde, schleudernde, schlingernde, schwingende, schwankende, pendelnde und wippende Monster-Konstruktionen.

Nein, hier ist definitiv kein Platz für Ironie! Hier geht es nur ums nackte Gewinnen!

Einmarsch der Promis

Um 10.30 Uhr treffen die Prominenten in der Arena ein. Ich erkenne unter anderem Baschi, Luca Hänni, die aktuelle Miss Schweiz Jastina Doreen Riederer, Shawne Fielding und die Erotik-Künstlerin Milo Moiré. Meine Lieblings-Promis – Peach Weber und Johann Schneider-Ammann – sind leider nicht mit dabei.

Der Produktionsleiter führt sie durch die Halle und erklärt ihnen die Hindernisse. Baschi passt nicht ordentlich auf und wird dementsprechend zurechtgewiesen: «Baschi, muesch lose, susch weisch nöd, wo aafange.»

Wer übrigens auch noch vor Ort ist: Gülsha Adilji. Allerdings nicht als teilnehmender Promi, sondern für ihre eigene Sendung auf Teleclub. Warum sie heute denn nicht selbst antrete, will ich von ihr wissen. Gülshas Antwort: «Ich bin ultra-beweglich und super-sportlich und kann vier Liegestütze machen. Es liegt also nicht an sportlichen Gründen, dass ich nicht angefragt wurde, sondern eindeutig daran, dass ich zu wenig prominent bin.»

Mein herzliches Beileid!

Gion Mathias Cavelty blickte im Hallenstadion hinter die Kulissen.
Paolo Dutto

Baschi witzelt über Milo Moiré

Als nächstes erkundige ich mich bei Baschi: «Hast du Milo Moiré schon einmal nackt gesehen?»

Eigentlich war die Frage als Witz gedacht gewesen, denn niemand hat Milo Moiré noch nicht nackt gesehen, aber zu meinem Erstaunen antwortet Baschi: «Nei.»

Ich: «Was? Das ist doch nicht möglich ... hast du sie denn schon einmal angezogen gesehen?»

Baschi: «Nei.»

Ich: «Hast du sie überhaupt schon einmal gesehen?»

Baschi: «Ja, schon, aber wie nennt man ihren Stil – etwas zwischen nackt und angezogen ...»

Dass Baschi so spitzfindig sein kann! Wer hätte das gedacht.

Milo Moiré mit Klebeband

Tatsächlich hat Milo Moiré auch heute nicht allzu viel an, und ein Teil ihres Bauches wird zudem von einem «VIP»-Schildchen verdeckt.

«Was werden Sie bei Ihrem Ninja-Auftritt tragen?», frage ich sie.

Tatsächlich erhalte ich auch eine ausführliche Antwort, aber ich darf sie hier leider nicht publizieren, um den Spass nicht zu verderben. Nur so viel: Ein Bademantel wird eine Rolle spielen und weisses Abklebe-Band. Und: Frau Moiré wird Schuhe tragen! Allerdings keine Stöckelschuhe, wie ich vermutet hatte, sondern «Barfuss-Schuhe mit besonderer Haftung», wie mir die Erotik-Künstlerin verrät. Dann zeigt sie mir auf ihrem Smartphone noch ein recht bizarres Filmchen: Darin sieht man Frau Moiré, wie sie einen gigantischen Heuballen von drei Metern Durchmesser über ein abgemähtes Feld rollt, «als Vorbereitung für heute».

Na dann: Toi toi toi! Und hoffentlich hält das Tape ...

Cousin hat Luca Hänni eine Narbe verpasst

Bei Luca Hänni erkundige ich mich, was bis dato seine schlimmste Sportverletzung gewesen sei.

Luca Hänni: «Beim Baseballspielen hat mir mein Cousin seinen Schläger voll an den Grind gehauen. Die Narbe unter dem linken Auge sieht man noch heute.»

In der Tat – da ist die Narbe, unter dem linken Auge. Endlich mal ein echter Mann!

Positiv überrascht von der Miss Schweiz

Die schlimmste Sportverletzung von Jastina Doreen Riederer passierte übrigens beim Snowboarden – «ein Handgelenk war gebrochen und das andere angerissen.»

Was an dieser Stelle unbedingt erwähnt gehört: Die Miss Schweiz ist unglaublich nett und unkompliziert. Darauf würde man ja nicht unbedingt kommen, wenn man sich das Mainstream-Media-Coverage so vergegenwärtigt.

So bleibt denn als letzte grosse Frage zu «Ninja Warrior Switzerland» eigentlich nur noch: Wird es einer der Teilnehmer schaffen, das 28. und finale Hindernis zu bezwingen – den sogenannten Mount Midoriyama, den man nur via ein 20 Meter langes, vertikal montiertes, freischwingendes Seil erklimmen kann? In Europa hat das bisher noch keiner geschafft …

Und wenn das jemand in der Schweiz fertigbringen könnte, dann nur einer: Peach Weber. Ich meine: Johann Schneider-Ammann.

«Ninja Warrior Switzerland» wird ab Mitte Oktober voraussichtlich jeweils dienstags um 20.15 Uhr auf TV24 zu sehen sein. Lesen Sie hier auch das «Bluewin»-Interview mit Moderator Maximilian Baumann.

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