Wie ein kenianischer Bauer gegen den Klimawandel kämpft

tsch

28.11.2018

Eine brandaktuelle Dokumentation porträtiert den kenianischen Landwirt Kisilu Musya bei seinem Kampf gegen die Erderwärmung. Die Lage ist nicht hoffnungslos, aber die Zeit zum Handeln ist jetzt!

Auch wenn US-Präsident Donald Trump ihn weiterhin vehement leugnet: Der von Menschen verursachte Klimawandel ist real. Dessen Auswirkungen sind in Wetterkapriolen weltweit zu spüren – und das schon seit geraumer Zeit. Diese Erfahrung musste auch der kenianische Bauer Kisilu Musya machen. Für die norwegische Filmemacherin Julia Dahr hat der studierte Landwirtschaftstechniker aus diesem Grund jahrelang ein Videotagebuch geführt. Darin hielt er fest, wie drastisch sich das Wetter veränderte.

Er weiss, wovon er spricht

Nach einem extremen Sturm, der ihm und seiner Familie nahezu die Lebensgrundlage entriss, gründete er mit gleichgesinnten Bauern eine Gruppe, die sich dem Kampf gegen den Klimawandel verschrieben hat. Sein Weg sollte ihn, filmisch begleitet von Julia Dahr, bis auf die politische Weltbühne zum UN-Klimagipfel nach Paris führen.

Überschwemmungen, Dürreperioden, Unwetter – für Bauer Kisilu Musya stand irgendwann fest, dass er handeln musste. Denn der Klimawandel ist keine in ferner Zukunft stattfindende Katastrophe. Er passiert genau jetzt und stürzt das globale Wetter ins Chaos. So kam es, dass der Familienvater realisierte, wie sehr seine Stimme gebraucht wird. Schnell avancierte er zu einem der prominentesten Umwelt-Aktivisten weltweit, der aus erster Hand von den lebensbedrohlichen Auswirkungen des Klimawandels berichtet. Er will aufklären, warnen und Lösungen erarbeiten.

Noch gibt es Hoffnung

Dass es genau solche Menschen wie ihn dringend benötigt, beweist die Dokumentation von Julia Dahr auf beeindruckende Art und Weise. Anhand eines persönlichen Schicksals gelingt ihr ein emotionaler und zeitgleich sachlicher Film über eines der wichtigsten Themen des 21. Jahrhunderts. Fünf Jahre ihres Lebens haben sie und ihr Hauptdarsteller in dieses Plädoyer für einen gewissenhafteren Umgang mit der Umwelt investiert. Und ihr Vorhaben ist ihnen geglückt. Denn «Der Bauer und das Klima» ist, wie angekündigt, «eine Geschichte der Hoffnung» – mit der Botschaft, dass es noch nicht zu spät zum Handeln ist.

«Der Bauer und das Klima» läuft am Mittwoch, 28. November, um 23 Uhr auf SRF 1. Mit Swisscom TV Replay können Sie die Sendung bis zu sieben Tage nach der Ausstrahlung anschauen.

So trifft der Klimawandel die Schweizer Städte
Klimawandel und Umweltverschmutzung in drastischen Bildern
Zurück zur Startseite