Tavolata – alle wunderbar an einem Tisch vereint

Charoline Bauer

1.3.2019

Wie immer, wenn es ums gute Essen geht, lohnt sich der Blick nach Italien. Es verwundert nicht, dass die Tavolata, die Tischgesellschaft, dort schon immer einen hohen Stellenwert hat.
Bild: Getty Images

Wer nicht bis nach Paris reisen will, kann mit Swiss Tavolata landauf, landein beste Schweizer Landfrauen-Küche geniessen. Unzählig sind die Gründe für  die Tafelrunde, nicht nur wegen Tante Bertas letzter Eskapade.

In meiner Kindheit war das gemeinsame Mittagessen sozusagen obligatorisch: Mama, Papa, meine Schwester und ich haben bei dieser Gelegenheit über die Schule, die Arbeit und Tante Bertas letzte Eskapade gesprochen – und es wurde immer viel gelacht. Auch heute liebe ich es, Mahlzeiten gemeinsam einzunehmen, nun mit meinem Mann und meinem Sohn, oder mit anderen Familienmitgliedern, mit Arbeitskollegen, mit Freunden.

Zu Ostern tragen wir mit unseren Nachbarn Tische und Stühle zusammen und machen einen Osterbrunch, zu dem jeder etwas beisteuert. Herrlich! Letztes Jahr haben sich bei diesem Anlass achtzehn Leute in unserer bloss 14 Quadratmeter grossen Küche zusammengedrängt. Grossartig war das – und: lecker.

Tavolata, eine italienische Tradition

Wie immer, wenn es ums gute Essen geht, lohnt sich der Blick nach Italien. Es verwundert nicht, dass die Tavolata, die Tischgesellschaft, dort schon immer einen hohen Stellenwert hat. Gemeinsam mit der Familie und Freunden sitzt man an einer langen Tafel und bedient sich an grossen Platten voller Leckereien. Kulinarische Träume!

Gemeinsam essen, besser leben

In unserem hektischen Alltag mit Arbeit, Kita und Schule sind alle immer rundum beschäftigt, und es bleibt wenig Zeit für regelmässiges Essen im ganz grossen Kreis. Aber schon eine tägliche Mahlzeit im kleinen Familienkreis hat positive Effekte. Wer gemeinsam isst, isst nämlich gesünder. Jugendliche neigen weniger zu Essstörungen, wir werden aufmerksamer für die Gefühle anderer – und der Wortschatz unserer Kleinen verbessert sich auch. Wer allerdings gerade auf Diät ist, sollte lieber allein essen, denn Studien haben auch gezeigt, dass wir in grossen Tischrunden mit Freunden und Verwandten schneller und mehr essen – mitunter doppelt mehr. Gemeinsam schmeckt es aber auch einfach zu gut!

Wer keine Familie hat oder es aus zeitlichen Gründen nicht schafft, regelmässig gemeinsam zu speisen, der muss auf die gesunden Aspekte der Tafelrunde aber nicht verzichten. Auch der Lunch mit Arbeitskollegen und das Essen in der Schulkantine fördern die Kommunikation und das soziale Miteinander.

Tavolata Maxima in Paris und neue Freunde in der Schweiz

Übrigens: In Paris gibt es seit letztem Jahr eine Tavolata Maxima. «La Felicità» ist die grösste Trattoria Europas und serviert in einer ehemaligen Bahnhofslagerhalle auf 4‘500 Quadratmetern für bis zu 1‘200 Gäste gleichzeitig beste italienische Küche. Klingt laut. Ist es auch, aber trotzdem bleibt’s irgendwie gemütlich.

Wer nicht bis nach Paris reisen will, kann mit Swiss Tavolata landauf, landab beste Schweizer Landfrauen-Küche geniessen, direkt am Familientisch der Bäuerinnen und Landfrauen. Und richtig sozial wird das gemeinsame Mahl mit ZNacht. Das Konzept bringt Geflüchtete und Einheimische an einen Tisch. Und über ein leckeres Mahl wurden schon aus vielen Fremden gute Freunde. Ein Hoch auf die Retter der Tafelrunde!

Hier gibt es an jedem Freitagmorgen eine Autoren-Kolumne – abwechselnd zu den Themen Mode, Digitales Leben, Essen und Muttersein. Heute: Essen.

Charoline Bauer ist Autorin und Ernährungscoach aus Berlin. Sie schreibt für verschiedene Verlage zu allen Themen, die das Leben lebenswert machen. Als Ghostwriterin realisierte sie in den letzten Jahren mehrere Bücher in Zusammenarbeit mit bekannten Social-Media-Stars. Mit ihrer Schwester betreibt sie ausserdem einen eigenen Fitness- und Ernährungsblog.

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