Thomas Meyer: «Im Ernst jetzt?»

Von Bruno Bötschi

19.9.2021

«Frühstücken im Bett funktioniert im Film, aber zu Hause wird’s zum absoluten Fiasko»: Michael Elsener.
«Mit Leuten, die mir Gerüchte über mich erzählen, verkehre ich aus Prinzip nicht»: Thomas Meyer.
Bild: Lukas Lienhard/Diogenes Verlag

Welchen Gegenstand brauchen Sie am Wochenende am meisten? Was steht jeden Samstag auf Ihrem Einkaufszettel? Heute stellen wir unsere Fragen Bestsellerautor Thomas Meyer.

Von Bruno Bötschi

19.9.2021

Jeden Sonntag stellt «blue News» einem Menschen aus Kultur, Sport, Wirtschaft und Politik 22 Fragen, um zu erfahren, was sie oder er am Wochenende tut oder lässt – und was der schönste Moment in den vergangenen sieben Tagen war.

Heutiger Gast ist Schriftsteller Thomas Meyer. Der 47-Jährige war Werbetexter und Journalist, bis 2012 sein Roman «Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse» erschien.

Seither ist er als Schriftsteller und Kolumnist tätig, unter anderem für das «SonntagsBlick Magazin», wo er die Ratgeber-Kolumne «Meyer rät» schreibt. Diese ist nun in Buchform unter dem Titel «Hat sie recht?» im Diogenes Verlag erschienen ist.

1. Thomas Meyer, was bedeutet Wochenende für Sie – in einem Wort?

Putzen. Ich liebe Putzen. Es hinterlässt so eine schöne Hotel-Atmosphäre.

2. Was war der schönste Moment in den vergangenen Wochen?

Mein Sohn hat mir gesagt, ich mache als sein Papa einen super Job.

3. Wenn Sie Macht hätten, zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen gegen den Widerspruch der Mehrheit?

Natürlich. Es erschien mir ja richtig.

4. Was steht jeden Samstag auf Ihrem Einkaufszettel?

Salat. Und der «Spiegel».

5. Bei welcher Modedesignerin, bei welchem Modedesigner lassen Sie Ihr Geld?

Pelikamo und Tailor’s Project. Sind aber Ateliers, keine Designer.



6. Mit wem würden Sie gern einmal zu Abend essen? Die Person darf auch bereits tot sein.

Angela Merkel.

7. Wer ist der beste James-Bond-Darsteller? Und warum?

Daniel Craig. Er ist am glaubwürdigsten. Leider sind die Storys es nicht.

8. Welche TV-Serie schauen Sie gerade?

«Physical» auf Apple TV. Man findet dort echt gute Sachen, auch «For All Mankind» und «Little America» sind phänomenal.

9. Welches Konzert haben Sie zuletzt besucht?

Ich glaube, das war Nils Frahm.

10. Bei welchem Song lassen Sie sofort alles stehen und liegen und stürmen die Tanzfläche?

Das ist mir seit 1996 nicht mehr passiert, und nüchtern schon gar nicht.

«Mein Sohn hat mir gesagt, ich mache als sein Papa einen super Job»: Thomas Meyer.
Bild: Lukas Lienhard/Diogenes Verlag

11. Wie lange bleiben Sie am Sonntag im Bett, nachdem Sie aufgewacht sind?

Nicht lange, ich bin immer ziemlich hungrig nach dem Aufwachen.

12. Frühstück im Bett – ja oder nein?

Sicher nicht. Ich verachte Krümel.

13. Wann sind Sie zuletzt in ein Gotteshaus gegangen?

Ich las vor ein paar Monaten in einer Kirche im Kanton Solothurn aus meinem letzten Roman.

14. Welchen Gegenstand brauchen Sie am Wochenende am meisten?

Vermutlich mein Dusch-WC von Geberit.

15. Gibt es ein Ritual, das Sie jeden Sonntag pflegen?

Im Schaumbad den neuen «Spiegel» lesen.

16. Freiburger Fondue Moitié-Moitié oder Tessiner Risotto?

Risotto. Es ist mir ein Rätsel, wie man Fondue essen kann. Das Zeug ist praktisch unverdaulich.



17. Das beste Fortbewegungsmittel, das Sie je besessen haben?

Ich schwanke zwischen dem Mercedes-Coupé von 1982 und dem Golf GTI von 2019.

18. Locarno oder Lugano?

Im Ernst jetzt?

19. Wenn Sie das Wort Romandie hören: Woran denken Sie?

Daran, dass wir mit den Menschen dort Englisch sprechen, weil sie kein Deutsch können und wir kein Französisch.

20. Was tun Sie am Wochenende zu wenig?

Nichts. Also tatsächlich nichts.

21. Welches hartnäckige Gerücht über Sie ist schlichtweg nicht wahr?

Mit Leuten, die mir Gerüchte über mich erzählen, verkehre ich aus Prinzip nicht. Daher kenne ich keines.

22. Ihr Lieblingswitz?

Ich finde Witze doof. Sie zielen naturgemäss zwanghaft auf eine Pointe ab, die sich dadurch selbst entmachtet.

Thomas Meyer füllte den Fragebogen schriftlich aus.


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