«Reparaturen lohnen sich!»

Von Marius Schlegel

20.10.2021

Alessandro Romanelli arbeitet als zertifizierter Techniker im Swisscom Repair Center Luzern.
Alessandro Romanelli arbeitet als zertifizierter Techniker im Swisscom Repair Center in Luzern.
Bild: Swisscom

Die Lebensdauer von Smartphones und Tablets lässt sich mit einer Reparatur oft problemlos verlängern. Um die Reparatur defekter Geräte noch einfacher zu gestalten, lancierte Swisscom dieses Jahr in zwei weiteren Filialen ein Repair Center.

Von Marius Schlegel

20.10.2021

Immer mehr Menschen entdecken die Handyreparatur für sich. Denn längst ist bekannt: Gerade Mobilgeräte benötigen in der Herstellung kostbare Ressourcen und die korrekte Entsorgung sowie Aufbereitung dieser Materialien benötigt viel Energie.

Das Smartphone reparieren heisst, die Umwelt schonen. Zwar können die Reparaturkosten vielleicht abschreckend wirken, aber gerade die neueren, leistungsstärkeren Geräte zu ersetzen, geht viel mehr ins Geld – da kann es sich durchaus lohnen, seinem Gerät ein zweites Leben zu schenken.

Um Menschen zur Handyreparatur zu motivieren, ist ein einfacher Zugang zu Reparatur-Stellen zwingend. Swisscom hat deshalb dieses Jahr zwei zusätzliche Shops mit eigenen Repair Centern ausgestattet. An insgesamt elf Standorten der Schweiz wird der umfassende Reparaturdienst nun angeboten.

Der Klassiker: Displayschaden

«Die mit Abstand häufigsten Schäden, sind kaputte Displays», sagt Alessandro Romanelli. Der 29-Jährige arbeitet als lizenzierter Techniker regelmässig im Swisscom Repair Center Luzern als Fachperson.

Die Zahlen stützen Romanellis Einschätzung: 2020 landeten 6995 Smartphones mit Displayschaden in den Repair Centern, das entspricht 45 Prozent sämtlicher Reparaturfälle.

Der Techniker hat Verständnis: «Ein zersplitterter Bildschirm ist so schnell passiert, es braucht nur einen kleinen Moment der Unaufmerksamkeit.»

Teure Geräte sollte man versichern

Sechs von sieben Reparaturfällen sind nicht durch die Garantie gedeckt, sondern müssen selbst bezahlt werden. «Gerade bei den teuren Top-Handys lohnt sich deshalb eine Geräteversicherung», erklärt Berater Mike Stam.

Repair Center sei Dank: Ein Smartphone mit zersplitterter Rückseite sieht bald wieder aus wie neu.
Repair Center sei Dank: Ein Smartphone mit zersplitterter Rückseite sieht bald wieder aus wie neu.
Bild: Swisscom

Die in Zusammenarbeit mit der AXA angebotene Protection-Plus-Versicherung deckt Sturz- und Displayschäden, Wasserschäden sowie missbräuchliche Telefonatskosten nach Diebstahl. Das Angebot kann direkt über das Handyabo bezahlt werden. Ähnliche Angebote gibt es auch bei anderen Versicherungsgesellschaften.

«Wer eine Versicherung hat, lässt sein Gerät auch eher reparieren und tauscht es nicht immer gleich aus», ist sich Techniker Alessandro Romanelli sicher. Und obwohl 2020 insgesamt 15'600 Handys ihren Weg ins Swisscom Repair Center fanden, findet er: «Das Bewusstsein für Smartphone-Reparaturen steigt zwar, sollte aber noch höher sein. Denn Reparaturen lohnen sich!»

Auch für die Mitarbeitenden ein Gewinn

Stam führt aus: «Ein Repair Center im Shop zu haben, hat viele Vorteile: Wir können gewisse Fragen gleich vor Ort klären und müssen das Gerät nicht immer einschicken. Das spart Zeit!»

Die lizenzierten Technikerinnen und Techniker stellen mithilfe ihrer Analysesoftware fest, wo genau ein Problem oder ein Schaden lokalisiert ist und ob es sich allenfalls um einen Garantiefall handelt.

Mike Stam arbeitet seit Sommer 2021 als Berater im Swisscom Shop Luzern.
Mike Stam arbeitet seit Sommer 2021 als Berater im Swisscom Shop Luzern.
Bild: Swisscom

Und auch bei den Mitarbeitenden ist der hauseigene Handy-Doktor gerne gesehen. «Ich hatte auch schon kleinere Probleme mit meinem Handy. Unser Techniker konnte mir unkompliziert weiterhelfen», sagt Stam.

Besser eine Fachperson fragen

Eine Displayreparatur kostet rund 350 Franken. Da fragt sich sicher der eine oder die andere, ob sich der Gang zum Spezialisten überhaupt lohnt. Schliesslich erhält man Ersatzteile auch im Internet.

«Die Smartphone-Hersteller machen es immer schwieriger, Teile zu ersetzen», sagt Romanelli. Umso mehr rät er davon ab, selbst Hand anzulegen. «Wir Techniker sind von den Herstellern lizenziert. Das heisst, wenn wir ein Gerät öffnen und Reparaturen vornehmen, verfällt die Garantie nicht.»

Wer mit einem Do-It-Yourself-Versuch scheitert, kann sein Handy später auch nicht mehr ins Repair Center bringen. «Erkennt unser System, dass bereits unprofessionelle Reparaturversuche vorgenommen wurden, dürfen wir das Gerät nicht mehr annehmen.»

Repair Center steht allen offen

Die Swisscom Repair Center sind übrigens nicht exklusiv für die Swisscom-Kundschaft. «Von unserem Angebot können alle profitieren», erklärt Berater Mike Stam.

Techniker Alessandro Romanelli freut sich auf jede Reparatur. Deshalb hoffe er auf schlechtes Wetter, sagt er lachend: «Wenn es regnet, bringen mehr Menschen ihr Smartphone zu uns. Das kaputte Handy flicken lassen ist offenbar ein super Schlechtwetter-Programm.»


Ringtone Rave

Swisscom organisiert den ersten grossen Ringtone Rave. Für den Event mischen vier DJ-Acts live alte Klingeltöne zu tanzbaren Beats. Tickets zum Rave gibt es keine zu kaufen – du erhältst deinen Gratis-Eintritt, indem du ein altes Handy im Swisscom Shop abgibst.


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Marius Schlegel ist im CR-Team von Swisscom Experte für klimafreundliche Services, Mobile Aid sowie Energie- und Klimapolitik.
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