So schützt das «Internet of Things» das Klima

Res Witschi

4.11.2020 - 06:58

Das «Internet of Things» bietet viele Möglichkeiten, das Klima zu schützen. Zum Beispiel mit der Optimierung von Heizungen und Wärmepumpen. Das spart viel CO2 ein.
Bild: Keystone

Unternehmen tragen mit Innovationen rund um das «Internet of Things» zum Klimaschutz in der Schweiz bei. Swisscom zeichnet das beste Projekt mit dem «IoT Climate Award 2021» aus.

Router, Waschmaschine oder Heizung über eine App steuern – dies sind nur einige der zahlreichen Möglichkeiten, die Nutzung von elektrischen Geräten zu optimieren und so Energie zu sparen.

Das «Internet of Things», oder «Internet der Dinge», nennt man diese Vernetzung von Objekten über das Internet. Es bietet viel Potenzial, das Klima in der Schweiz und global zu schützen.

Herstellung und Betrieb elektrischer Geräte brauchen zwar ebenfalls Energie. Eine gemeinsame Studie der Universität Zürich, WWF und Swisscom kam aber zum Schluss, dass intelligenten Anwendungen mehr Energie einsparen könnten, als diese verursachen.

So wäre es möglich, dass die Schweizer ICT-Branche das Klima bis 2025 gar 2.5-mal mehr entlastet, als sie dieses belastet. Denn: Der gezielte Einsatz von IoT-Technologien macht Gebäude und Geräte energieeffizienter und Logistikprozesse einfacher.

15 Prozent tiefere Energiekosten bei Wärmepumpen

Ein Beispiel dafür ist die neue IoT-Lösung «smart-guard» der Firma Meier Tobler, mit der Wärmepumpen automatisch effizienter arbeiten. Das Tool wurde gemeinsam mit Swisscom entwickelt.

Es wartet und optimiert die Geräte kontinuierlich und automatisiert aus der Ferne – über IoT-Technologie eben. Dafür werden die Wärmepumpen über das Mobilfunknetz (3G/4G) mit dem Diagnostikzentrum von Meier Tobler verbunden und rund um die Uhr überwacht.

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Installationen wie diese Luft-Wasser-Wärmepumpe werden mit dem smart-guard aus der Ferne gesteuert. Dies beeinflusst die Effizienz und damit den Energieverbrauch stark.
Bild: AdobeStock

Dank dieser Technologie sparen Hausbesitzerinnen und -besitzer bis zu 15 Prozent Energiekosten ein und verlängern die Lebensdauer ihres Heizsystems. Zudem fallen viele Fahrten und Serviceeinsätze für die Behebung von Störungen weg, da rund die Hälfte aller Vorfälle aus der Ferne gelöst wird. Im Schnitt können mit dieser Technologie bis zu 35 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Die smart-guard-Lösung wurde im Jahr 2019 mit dem «Swiss Industry 4.0 Award» ausgezeichnet.

Anmeldefrist für IoT Climate Award 2021 läuft

Um solche Projekte zu fördern, hat Swisscom im Jahr 2020 den «IoT Climate Award» ins Leben gerufen. Damit kürt Swisscom Unternehmen, die mit ihren IoT-Lösungen im Jahr 2020 zur CO2-Reduktion in der Schweiz beigetragen haben. Nebst einer exklusiven Trophäe winken den drei Gewinnerprojekten Geldpreise, die aus dem Swisscom Energie Effizienz Fonds finanziert werden.

Im Januar 2020 wurde der Swisscom IoT-Climate-Award zum erstem Mal verliehen.
Bild: Swisscom

Mit dem IoT Climate Award 2020 wurde die Firma Cadec für ihren «TeleButler» ausgezeichnet. Sie liefert eine praktische Lösung zur Fernsteuerung der Heizungen in Ferienwohnungen, was die CO2-Emissionen massgeblich reduziert.

Sensile, das zweitplatzierte Unternehmen, gilt als IoT-Vorreiter und sorgt schon seit mehr als 20 Jahren für eine ökologischere Logistik von Gas- und Öltanks: Erst wenn die Tanks weitgehend leer sind, werden diese neu befüllt, was die Fahrten zu den Tanks minimiert. Den dritten Platz belegte Avelon mit dem Monitoring und der Optimierung von Heizungs-, Lüftungs- und Kühlungsanlagen. Die Lösung trägt zur entscheidenden Reduktion von CO2 und Strom im Hauptgebäude des Migros Genossenschaftsbundes in Zürich bei.

Jetzt teilnehmen!

Haben Sie selbst eine Idee im IoT-Bereich umgesetzt, die dabei hilft, CO2 zu reduzieren? Dann bewerben Sie sich für den IoT Climate Award 2021. Noch bis am 31. Dezember 2020 können Projekte eingereicht werden. Das Bewerbungsformular mit allen Informationen befindet sich auf der Seite zum Award. Wir wünschen viel Glück!

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Bild: Swisscom
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