Grüner See setzt blühende Alpen-Landschaft unter Wasser

tafi

18.6.2019

Wenn im Frühjahr die Schneeschmelze einsetzt, verwandelt der Grüne See eine Wiesen- und Waldlandschaft in der Steiermark in eine grün schimmernde Unterwasserwelt. Nach einigen Wochen ist der Zauber wieder vorbei.

Bänke und Bäume, Wanderwege und Wiesen – all das verschwindet jedes Jahr im Frühling unter der Wasseroberfläche. An der Südseite der Hochschwabgruppe mitten in der österreichischen Steiermark gelegen, lässt der Grüne See dann eine zauberhafte Unterwasserwelt entstehen.

Der Grund: Der Grüne See speist sich ausschliesslich aus Schmelzwasser. Wenn im Frühjahr die Schneeschmelze einsetzt, füllt sich der Karstsee langsam mit Wasser, bis er etwa Mitte Juni seinen Höchsstand erreicht hat. Bis zu zehn Meter ist der smaragdgrün schimmernde See dann tief.



Weil Schmelzwasser sehr kalt (fünf bis sechs Grad Celsius) und sehr klar ist, kann man diese zauberhafte Welt sehr gut sehen. Bis zu 50 Meter beträgt die Sichtweite im Wasser dieses temporären Naturwunders.

Dass es der Grüne See mittlerweile dank Instagram und Co. zu einiger Berühmtheit gebracht hat, hat freilich auch seine Schattenseiten. Am Wochenende sind die Parkplätze in der Gemeinde Tragöss-Sankt Katharein völlig überfüllt, zusätzlich zum Wasser ergiessen sich Touristenströme in die Region. Einfach nur Stille und Schönheit zu geniessen, fällt dann schwer.

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