Das schönste Ende der Schweiz: Greina

19.2.2018 - 13:04, bb

Tundraartige Landschaft, Refigum der Stille, Antarktis in Graubünden: Nicht umsonst wird die Greina Hochebene immer wieder als schönstes Ende der Schweiz beschrieben. Fotografin Anne Gabriel-Jürgens hat einen wunderbaren Bildband über diesen magischen Ort in Alpen herausgegeben.

Die auf 2200 Metern über dem Meeresspiegel gelegene Greina verbindet die Kantone Graubünden und Tessin. Die tundraartige Landschaft  gehört zu den ältesten, schon von den Römern genutzten  Handelswegen. Karg, einsam, ein Refugium der Stille. Archaisch schön.

Die Greina wurde zu einem Sinnbild des Widerstandes gegen die hemmungslose Ausbeutung der Natur, als 1948/49 und Mitte der 1980er Jahre wiederholt diskutiert wurde, ob die Ebene für ein Wasserkrafwerk mit Stausee überflutet werden sollte.

Es ist dem Engagement unzähliger Menschen und insbesondere der Greina- Stiftung zu verdanken, dass wir den Blick noch heute über das kleine Paradies inmitten der Alpen schweifen lassen können. Mit Ausdauer und Hartnäckigkeit wurde auf die Bedeutung der Greina und ihrer Umgebung hingewiesen.

Wunderschöne Fotografien, poetische Text

Im «Greina»-Bildband treffen die wunderschönen Fotografien und Zeichnungen von Anne Gabriel-Jürgens auf poetische Texte und ausdrucksstarke Portraits von den Autoren Jon Bollmann und Rebekka Kiesewetter:

«Nach einem steilen Aufstieg zur Passhöhe, die sich bei Diesrut in 2428 Metern über Meer in den Himmel stemmt, geht plötzlich ein Vorhang auf. Der Blick fällt in das Tal 'Plaun la Greina' – diesen unberührten Zwischenort an der Grenze zu Tessin und Graubünden, die kleine Tundra der Schweiz ... »

Und ein Tipp: Wer die Greina erleben will, sollte mindestens zwei Tage in ihrem Bann verbringen. Reicht die Zeit dafür nicht, ist man aus Vrin/Puzzatsch beziehungsweise dem Val Camadra/Pian Geirett am schnellsten auf der Hochebene – und bei Bedarf nach 10 Stunden auf der anderen Seite wieder hinunter.

Buchhinweis: «Greina», Anne Gabriel-Jürgens, 84 Seiten, 34  25 cm, ISBN: 978-3-9524456-4-8. Das Buch ist in einer Auflage von 500 handnummierten Exemplaren erschienen; es kann direkt für 54 Fr.  
(inkl. Versandkosten) bei der Fotografin bestellt werden.

Vernissage: Freitag, 2. März 19 Uhr, Galerie Bolte/Lang, Limmatstrasse 214, Zürich

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