Faszinierende OasenGrüne Paradiese: Die Gärten von Marrakesch
Daniela David/dpa
20.8.2018
Oase der Ruhe und Entschleunigung: Der Jardin Majorelle von Yves Saint Laurent in Marrakesch..
Source:Getty Images
Üppig spriesst die Vegetation im Schatten des Hohen Atlas: In Marrakesch lassen sich wunderschöne Gärten besichtigen. Neben dem berühmten Jardin Majorelle des verstorbenen französischen Modeschöpfers Yves Saint Laurent und traditionell islamischen Gärten gibt es neue grosse Pflanzenkunst zu sehen.
Der aussergewöhnlichste Garten in Marrakesch liegt fernab vom Trubel: Anima, erschaffen vom österreichischen Künstler André Heller. Obwohl erst 2016 eröffnet, wirkt der Garten nicht neu, sondern vollkommen eingewachsen.
«Dafür haben wir in aufwendigster Logistik hohe Palmen und Kakteen durch das Land transportiert», sagt Heller, der schon in vielen Ländern Gärten gestaltet hat.
Anima ist sein botanisches Lebenswerk.
Exotische Pflanzen umwachsen Kunstwerke. Da ist der meterhohe Kopf aus Mosaiksteinen, der Nebel sprüht. Eine Skulptur des Pop-Art-Künstlers Keith Haring mit einem riesigen Kaktus als Nachbarn.
Wie ein grüner Dschungel: Der Arsat Moulay Abdeslam Cyber Park im Herzen von Marrakesch.
Source:Daniela David
Oder das Boot «Hoffnung», das wie eine Arche Noah durch das Gras zu gleiten scheint. «Ich erzählte da Geschichten», erklärt Illusionskünstler Heller, der in Marokko lebt.
Leuchtendes Kobaltblau
Marrakesch hat noch mehr faszinierende Oasen zu bieten. Ein Garten, den wohl kaum ein Besucher der marokkanischen Königsstadt verpasst, ist der
Jardin Majorelle. Bekannt ist er für das leuchtende Kobaltblau seiner Gebäude und Wasserbecken – ein schöner Kontrast zum Grün der Kakteen und Palmen.
Jacques Majorelle, ein französischer Maler und Pflanzensammler, hat den Garten in den 1920er Jahren angelegt. 1980 kaufte Yves Saint Laurent die Anlage und ergänzte den Kaktusgarten mit imposanten Stachelgewächsen aus Amerika. Der Garten diente dem Modeschöpfer als inspirierendes Refugium.
Ruhe und Schönheit
Die Gärten von Marrakesch wären nicht möglich ohne eine raffinierte Wasserversorgung. Unterirdische Rohre leiten das Wasser aus dem nahen Atlasgebirge in die Stadt, eine 1000 Jahre alte Technik. Im Jardin Secret am Rande der Medina überlebte dieses hydraulische System.
Der Majorelle Park orientiert sich zum Teil an französischer Gartenkunst.
Source:Getty Images
Hat man gerade noch die engen und lauten Souks durchquert, für die Marrakesch bekannt ist, steht man plötzlich inmitten von Ruhe und Schönheit. Der 2016 eröffnete geheime Garten geht auf ein altes Riad zurück, ein marokkanisches Haus mit einem geschützten Hofgarten.
Marrakesch ist voller Riads. Viele der historischen Ensembles sind heute Hotels. Hinter ihren Eingangsportalen tun sich Gartenparadiese auf, die manchmal auch für externe Besucher zugänglich sind.
Mächtige Mauern mit Zinnen umschliessen einen der weitläufigsten Gärten der Stadt. Im 18. Jahrhundert liess Sultan Mohamed Ben Abdellah den acht Hektar grossen Arsat-Garten mit Nutzpflanzen inklusive Palast für seinen Sohn Mamoun anlegen, symmetrisch wie im Islam üblich. Der Palast wurde 1923 in das erste Hotel Marrakeschs umgewandelt.
Jahrhundertealte Olivenbäume
Auch Gäste, die nicht in der legendären Unterkunft übernachten, können im
La-Mamounia-Garten flanieren und unter turmhohen Palmen marokkanischen Minztee trinken. Jahrhundertealte Olivenbäume säumen die Alleen des Gartens.
Kunstvoll verziertes Fenster am Atelier von Jacques Majorelle. Der gleichnamige Garten geht auf den französischen Maler und Pflanzensammler zurück.
Source:Daniela David
Aus ihren Früchten wird Olivenöl gepresst. Rosen ranken sich an den knorrigen Stämmen hoch. Der Duft von 700 Orangenbäumen liegt in der Luft. Durch die Büsche klingt der Ruf des Muezzins der nahen Koutoubia-Moschee.
Nicht weit entfernt liegt der Garten Arsat Moulay Abdeslam, der 2005 als Cyber Park wiedereröffnet wurde. Auch dieser Garten war ein Geschenk des gartenverliebten Sultans an einen seiner Söhne. Akkurat getrimmte Hecken zitieren französische Gartenkunst. Auch viele Einheimische kommen hier her. Im Schatten alter Bäume halten junge Pärchen Händchen. Gärten sind eine vortreffliche Kulisse für die Liebenden – das gilt auch in Marrakesch.
Marrakesch
Reisezeit: Die meisten Gärten in Marrakesch haben ganzjährig geöffnet. Die ideale Reisezeit ist der Frühling.
Gärten: Der Jardin Majorelle liegt am nördlichen Rande der Neustadt. Der Jardin Secret ist in der Medina am westlichen Rand der Souks zu finden. Der Anima-Garten befindet sich etwa 30 Kilometer südlich des Stadtzentrums beim Ort Ourika. Ein kostenloser Shuttle startet an der Koutoubia-Moschee. Der Arsat Moulay Abdeslam und der Garten vom Hotel «La Mamounia» können vom Platz Djemaa el Fna zu Fuss erreicht werden.
Deutsche Passagiere nach Hantavirus-Ausbruch unter Beobachtung
Frankfurt/Berlin, 11.05.2024:
Passagiere unter Beobachtung: Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff werden vier deutsche Reisende in Frankfurt medizinisch überwacht. Die Betroffenen stammen aus Berlin, Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein. Symptome zeigen sie bislang nicht.
Die Reisenden sollen in ihre Heimat-Bundesländer gebracht und dort voraussichtlich in häusliche Quarantäne kommen. Von der Ansteckung bis zum möglichen Ausbruch der Krankheit können laut Experten bis zu 45 Tage vergehen.
Die zuständigen Gesundheitsämter überwachen mögliche Symptome in den kommenden Wochen engmaschig.
12.05.2026
Hantavirus: Vier Schiffspassagiere nach Deutschland gebracht
Frankfurt, 11.05.2026:
Deutsche Passagiere wieder in Deutschland: Die vier in die Niederlande ausgeflogenen Passagiere des von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Kreuzfahrtschiffs sind am späten Sonntagabend von Eindhoven aus nach Deutschland gebracht worden.
Eine Bestätigung für die geplante Ankunft des sogenannten Sonderisoliertransports in der Uniklinik Frankfurt gab es bis zum frühen Morgen nicht. Dort sollen die Passagiere zunächst weiter untersucht und beobachtet und anschliessend zur Quarantäne in die jeweiligen Bundesländer gebracht werden. Über die Massnahmen entscheiden die zuständigen Gesundheitsämter.
12.05.2026
Hantavirus: Betroffenes Kreuzfahrtschiff auf Teneriffa angekommen
Madrid/Granadilla, 10.05.26: Ausbruch des Hantavirus: Das betroffene Kreufahrtschiff «Hondius» fährt in den Hafen von Granadilla im Süden der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa ein.
Von dort aus sollen die Menschen an Bord, darunter mehrere Deutsche, unter strengen Sicherheitsvorkehrungen zu einem nahegelegenen Flughafen gebracht und sofort in ihre Heimatländer geflogen werden.
Nach der Ankunft dürften alle Ausgeflogenen in Quarantäne müssen, da eine Entwarnung wegen der langen Inkubationszeit erst nach Wochen möglich ist.
Die Weltgesundheitsorganisation versichert indes, dass es sich beim Hantavirus nicht um einen mit dem Coronavirus vergleichbaren Erreger handele – dafür sei das Übertragungsrisiko zu gering.
11.05.2026
Nähe hat ihren Preis – Rom verlangt Eintritt am Trevi-Brunnen
Der Trevi-Brunnen gehört zu den berühmtesten Orten der Welt – und zu den meistüberlaufenen. Ab 2026 zieht Rom nun die Konsequenz: Wer ganz nah an das Barock-Wahrzeichen will, muss bezahlen.
03.02.2026
Feuchter Fail im neuen Grand Egyptian Museum – Warum Pharao Ramses für überraschend nasse Besucher sorgt
Im neuen Grand Egyptian Museum sorgt Ramses II für offene Münder – und nicht selten für eine feuchte Überraschung. Mitten im hochmodernen Vorzeigebau lauert ein Detail, das Museum zum Viralhit macht.
24.11.2025
Deutsche Passagiere nach Hantavirus-Ausbruch unter Beobachtung
Hantavirus: Vier Schiffspassagiere nach Deutschland gebracht
Hantavirus: Betroffenes Kreuzfahrtschiff auf Teneriffa angekommen
Nähe hat ihren Preis – Rom verlangt Eintritt am Trevi-Brunnen
Feuchter Fail im neuen Grand Egyptian Museum – Warum Pharao Ramses für überraschend nasse Besucher sorgt