KonjunkturDeutschlands Wirtschaft stärker gewachsen als erwartet
SDA
25.2.2026 - 09:54
Ein vergleichsweise kräftiges Wachstum im Schlussquartal hat der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr das erste Plus seit 2022 beschert. Allerdings sind die Löcher im Staatshaushalt 2025 grösser als zunächst angenommen. (Archivbild)
Keystone
Ein vergleichsweise kräftiges Wachstum im Schlussquartal hat der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr das erste Plus seit 2022 beschert. Allerdings sind die Löcher im Staatshaushalt 2025 grösser als zunächst angenommen.
Keystone-SDA
25.02.2026, 09:54
SDA
Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung betrug das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung wie ein Jahr zuvor 2,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Auf vorläufiger Basis hatte die Behörde das Minus für 2025 auf 2,4 Prozent beziffert. Deutschland hielt dennoch die europäische Verschuldungsregel ein, die ein Haushaltsdefizit von höchstens drei Prozent erlauben.
Weitere Steigerung der Defizitquote erwartet
Die Bundesbank rechnet damit, dass sich die Defizitquote bis 2027 auf 4,5 Prozent erhöhen wird, weil der Staat schuldenfinanziert gewaltige Milliardensummen in Strassen, Schienen und Verteidigung stecken will.
Im Jahr 2025 gab der Fiskus 119,1 Milliarden Euro mehr aus, als er einnahm. Damit war das Defizit um rund 4 Milliarden Euro höher als ein Jahr zuvor. Zwar stiegen Sozialbeiträge und Steuereinnahmen deutlich, doch insgesamt wuchsen die Staatsausgaben schneller als die Einnahmen. Auch waren die Zinsausgaben 2025 höher als im Vorjahr und ebenso wuchsen die Sozialausgaben, vor allem für Renten und Pensionen.
Staatliche Milliarden als Konjunkturtreiber
Die Milliardeninvestitionen, die durch die Lockerung der Schuldenbremse ermöglicht werden, dürften jedoch die Konjunktur beflügeln: Ökonomen gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft nach einem vergleichsweise schwachen Start ins neue Jahr ab dem Frühjahr mehr Fahrt aufnehmen wird.
Im vierten Quartal 2025 legte das Bruttoinlandprodukt (BIP) zum Vorquartal um 0,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt bestätigte. Damit geht Europas grösste Volkswirtschaft mit vergleichsweise kräftigem Rückenwind ins Jahr 2026.
Getragen wurde das Wachstum in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres nach Angaben der Statistiker vor allem von steigenden privaten und staatlichen Konsumausgaben. Aber auch die Bauinvestitionen zogen deutlich an.
«Damit endete das konjunkturell wechselhafte Jahr 2025 mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung», ordnete die Präsidentin des Bundesamtes, Ruth Brand, ein. Im Gesamtjahr 2025 schrammte Deutschland mit 0,2 Prozent Plus knapp am dritten Jahr ohne Wirtschaftswachstum in Folge vorbei.
Am 13. Januar 2026 ziehen Beamte der Einwanderungspolizei ICE eine Frau in Minneapolis, Minnesota, aus ihrem Wagen und verhaften Aliya Rahman.
15.01.2026
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Chinas Staatschef warnt Trump vor Konflikt um Taiwan. Zum Auftakt des Besuchs von US-Präsident Donald Trump macht der chinesische Staatschef Xi klar, dass die Taiwan-Frage die Beziehung zwischen seinem Land und den USA in eine «äusserst gefährliche Lage bringen» könnte. Ob und was Trump auf Xis Äusserungen entgegnet hat, ist nicht bekannt. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz grosser Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.
14.05.2026
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen
Berlin, 27.04.2026: Krisendiplomatie in New York: Aussenminister Johann Wadephul fordert mehr Einsatz vom UN-Sicherheitsrat im Iran-Konflikt.
O-Ton Johann Wadephul, Aussenminister
«Die UN müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, insbesondere der Sicherheitsrat. Kriege und Konflikte schwelen, und wir sehen zum Teil die Unfähigkeit von Staaten, effektive Konfliktlösungsmechanismen in Kraft zu setzen. Insbesondere der Konflikt um den Iran und die blockierte Strasse von Hummus wird ein Thema sein, zu dem ich auch das Wort ergreifen werde im Sicherheitsrat.»
Wadephul fordert, der UN-Sicherheitsrat müsse handlungsfähiger werden: Blockaden, auch durch China und Russland, dürften Lösungen nicht länger verhindern.
Deutschland hofft zudem auf ein UN-Mandat für eine mögliche Mission in der Strasse von Hormus, einer wichtigen Route für die weltweite Energieversorgung.
In New York plant Wadephul Gespräche mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie weiteren ranghohen UN-Vertretern und Amtskollegen. Dabei soll es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen.
28.04.2026
ICE-Agenten zerren Frau aus ihrem Auto
Trump und Xi in China: Treffen beginnt mit Warnung wegen Taiwan
Johann Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen