Erdogan droht USA mit «osmanischer Ohrfeige»

13.2.2018 - 16:50, dpa

Alle Konfliktparteien wollen für die erwartete Phase der Neuordnung in Syrien offenbar ihre Interessen sichern - nicht nur die Assad-Verbündeten Russland und Iran, sondern auch Israel, die USA und vor allem die Türkei. Ihre Rolle bei der jüngsten Eskalation der Gewalt beleuchten die folgenden Bilder.
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Vor dem Türkei-Besuch von US-Aussenminister Rex Tillerson verschärfte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Dienstag in Ankara den Ton gegenüber den USA.
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In einer Ansprache vor der Fraktion seiner Partei AKP in Ankara drohte er US-Truppen für den Fall, dass diese einem möglichen türkischen Angriff auf die Kurdenmiliz YPG in der nordsyrischen Stadt Manbidsch im Wege stünden mit einer «osmanischen Ohrfeige».
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Erdogan am 3. Februar 2018 auf dem türkischen Militärflughafen Batman. Er sagte vor seinen Parteimitgliedern: «Natürlich werden wir nicht absichtlich auf sie zielen. Aber wir verkünden jetzt schon, dass wir jeden Terroristen, den wir sehen, vernichten und ausmerzen werden - angefangen mit denen, die direkt neben ihnen stehen.»
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«Eben dann werden sie einsehen, dass es für sie besser wäre, wenn sie sich nicht neben den Terroristen aufhielten, denen sie auf die Schulter klopfen.»
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Erdogan mit türkischen Militärs am 25. Januar 2018 nahe der türkischen Grenze. Die türkische Armee hat am 20. Januar eine Offensive gegen die YPG in der nordsyrischen Region Afrin begonnen. 
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Erdogan hat mehrfach damit gedroht, danach die YPG in Manbidsch anzugreifen. 2016 hatte eine von der YPG geführte und von den USA unterstützte Koalition Manbidsch von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) befreit. Erdogan kritisiert, dass die USA die YPG unterstützen und im Kampf gegen den IS eng mit der Kurdenmiliz zusammenarbeiten. Die Türkei stuft die YPG als Terrororganisation ein.
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Vor dem Besuch von US-Aussenminister Rex Tillerson in der Türkei verschärfen sich die Spannungen zwischen Ankara und Washington. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan warnte die US-Truppen in Manbidsch davor, einem möglichen türkischen Angriff auf die Kurdenmiliz YPG in der nordsyrischen Stadt im Wege zu stehen. 

In einer Ansprache am Dienstag vor der Fraktion seiner Partei AKP in Ankara drohte er den amerikanischen Soldaten für diesen Fall mit einer «osmanischen Ohrfeige». Tillerson wird am Donnerstag in Ankara erwartet.

«Natürlich werden wir nicht absichtlich auf sie zielen», sagte Erdogan unter Applaus. «Aber wir verkünden jetzt schon, dass wir jeden Terroristen, den wir sehen, vernichten und ausmerzen werden - angefangen mit denen, die direkt neben ihnen stehen. Eben dann werden sie einsehen, dass es für sie besser wäre, wenn sie sich nicht neben den Terroristen aufhielten, denen sie auf die Schulter klopfen.»

Erdogan fügte hinzu: «Es ist ganz klar, dass diejenigen, die sagen 'Wir reagieren hart, wenn sie uns angreifen', in ihrem Leben noch keine osmanische Ohrfeige verpasst bekommen haben.» Die «New York Times» hatte vergangene Woche US-General Paul Funk bei einem Besuch in Manbidsch zitiert, der nach Angaben der Zeitung mit Blick auf die Türkei gesagt hatte: «Wenn Ihr uns angreift, werden wir hart reagieren. Wir werden uns verteidigen.»

Die türkische Armee hat am 20. Januar eine Offensive gegen die YPG in der nordsyrischen Region Afrin begonnen. Erdogan hat mehrfach damit gedroht, danach die YPG in Manbidsch anzugreifen. 2016 hatte eine von der YPG geführte und von den USA unterstützte Koalition Manbidsch von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) befreit.

Erdogan kritisiert, dass die USA die YPG unterstützen und im Kampf gegen den IS eng mit der Kurdenmiliz zusammenarbeiten. Die Türkei stuft die YPG als Terrororganisation ein. Die Kurdenmiliz unterhält enge Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, die auch in den USA auf der Liste der Terrororganisationen steht.

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